WM 2018: Stirbt das Public Viewing jetzt aus?

08. Juni 2018 - 16:05 Uhr

In sechs Tagen startet die WM – ohne Public Viewing?

Am 14. Juni startet sie endlich: die WM 2018! Ganze vier Jahre nach dem WM-Märchen von 2014 wollen unsere Jungs den Traum von der Titelverteidigung wahrmachen. Zum perfekten WM-Feeling gehört neben ein paar Fan-Artikeln und einem kühlen Bier natürlich auch das Public Viewing. Doch nicht in allen Städten kann man dieses Jahr gemeinsam feiern.

Kein Großevent in NRW

Irgendwie will es mit dem Rudelgucken dieses Mal nicht so richtig klappen. Nach Hannover, Dresden und Bielefeld erteilte nun auch Düsseldorf dem Public Viewing auf dem Rathausplatz eine Absage. Noch zur EM 2016 hatte hier ein privater Veranstalter ein Event organisiert. Damit gibt es in Nordrhein-Westfalen kein einziges größeres Public Viewing mehr. Müssen wir jetzt etwa ganz allein vor dem Fernseher mitfiebern?

Zum Rudelgucken einfach ab nach Malle

Deutsche Fans beim Public Viewing auf der Berliner Straße des 17. Juni, der FIFA Fanmeile während dem WM Halbfinale 2010
Deutsche Fans beim Public Viewing auf der Berliner FIFA Fanmeile während dem WM Halbfinale 2010
© imago/Christian Schroth, imago sportfotodienst

Nicht ganz. In Berlin wird wie gewohnt auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor gefeiert und in Hamburg findet wieder die große Party am Heiligengeistfeld vor dem Millerntorstadion statt. Auch am Ballermann werden keine Kosten und Mühen gescheut. Ganze sieben Leinwände gibt es allein im "Mega-Park" in Palma. Und die kleine Stadt Heinsberg an der niederländischen Grenze veranstaltet sogar ihr ganz eigenes Public Viewing, mitten auf dem Marktplatz. Wenn sich sogar das 40.000-Einwohner-Städtchen an eine solche Veranstaltung herantraut, was hindert dann Großstädte wie Hannover oder Düsseldorf daran?

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Hohes Sicherheitsrisiko in Großstädten

Für die Städte ist ein solches Großevent mit viel Aufwand verbunden – und vor allem mit einem großen Sicherheitsrisiko. Die Gefahrenlage ist heute eine andere als vor zwölf Jahren, meint auch unser Sportexperte Andreas von Thien: "Ich kann mir vorstellen, dass es für die Städte bei den ganzen verschärften Sicherheitsvorkehrungen, die einzuhalten sind, weniger lukrativ ist, sowas zu veranstalten."

Warum sich das Public Viewing trotzdem noch für alle lohnt, erklärt Ihnen unser Sportexperte im Video.