Welcher Tannenbaum ist der Richtige?

Darauf sollten Sie beim Weihnachtsbaum-Kauf achten

Jedes Jahr die gleiche Frage: Welcher Baum soll's werden?
© dpa, Jens Wolf, jew dna

06. Dezember 2019 - 14:22 Uhr

Es lohnt sich, beim Weihnachtsbaum etwas tiefer in die Tasche zu greifen

Ein Weihnachtsbaum für gerade einmal zehn Euro?! Gerade bei Discountern gibt es jedes Jahr absolute Schnäppchen-Bäume. Aber macht es Sinn, beim Tannen-Kauf zu sparen oder sollten Sie lieber zum Baumarkt oder sogar direkt in den Wald fahren? Vorweg schon mal so viel: Es lohnt sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen - aber nicht wegen der Qualität!

Wo gibt's die besten Bäume?

Bevor man endlich alle Christbaumkugeln an die Tanne hängen kann - alle Jahre wieder die Qual der Wahl. Blaukiefer oder Nordmanntanne? Und dann noch die Frage: woher nehmen, das pieksende Ding? Denn Christbäume gibt's ja mittlerweile überall. Beim Discounter, im Baumarkt oder eben auf der Christbaumplantage. Während ein Weihnachtsbaum vom Discounter schon für circa zehn Euro zu haben ist, werden im Baumarkt und auf einer Christbaumplantage 30 Euro aufwärts fällig.

Dazu gibt es auf der Plantage aber auch fachmännische Beratung vom Verkäufer. Und der Spaß-Faktor kommt auch nicht zu kurz: Hier wird selbst Hand angelegt und der eigene Baum geschlagen. Noch ein Vorteil: Man kann sich die Tanne ganz genau ansehen, bevor man sie im Wohnzimmer aufstellt. Beim Discounter geht das leider nicht - trotzdem können Sie aber auch hier durchaus einen schönen, günstigen Baum erwischen.

Nordmann, Blautanne oder Fichte?

Wem es besonders wichtig ist, dass der Weihnachtsbaum nicht nadelt, der sollte zur Nordmanntanne greifen - die behält ihre Nadeln besonders gut bei sich. Und wem der Duft von Glühwein, Plätzchen und Tee noch nicht genug für die Weihnachtsstimmung ist, für den ist die Blautanne am Besten geeignet. Eine traditionelle Fichte sollte man besser nur draußen aufstellen.

Und noch ein Tipp: Wer viele Kerzen an den Baum hängen will, der sollte einen weniger dichten Baum wählen, damit nicht zu viele Zweige im Weg sind, die anbrennen könnten. Wenn Ihr Herz jedoch bei Lametta höher schlägt und Ihr Weihnachtsbaum gar nicht genug mit Kugeln, Glitzer & Co. geschmückt sein kann, dann ist ein dichter Baum sinnvoll.

Greifen Sie zur regionalen Tanne!

Auch, wenn der Baum vom Discounter im Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus überzeugen kann, lohnt es sich trotzdem, beim Tannen-Kauf etwas tiefer in die Tasche zu greifen, weiß Förster Martin Kurz: "Die Discountertanne hat meistens den Nachteil, dass sie eine lange Anreise hat. Von der Ökobilanz her ist es besser, wenn ich eine regionale Tanne kaufe. Heißt: Ich schlag sie selbst oder die ich im Baumarkt kriege, die kaufen auch meistens bei Erzeugergemeinschaften in der Region."

Discounter-Bäumchen sind zwar billig, werden aber bereits Monate vor Weihnachten geschlagen und über weite Strecken z.B. aus Polen nach Deutschland transportiert. Lagerung und Transport wirken sich negativ auf die Ökobilanz aus. Wer also quasi eine "grüne" Tanne zuhause haben will, der sollte zur regionalen Tanne greifen.  Auch, wenn die dann ein bisschen mehr kostet. 

Zuletzt noch ein Geheimtipp vom Förster: Damit Ihr Baum möglichst lange schön bleibt, sollten Sie den Stamm beim Aufstellen frisch anschneiden. Und jetzt: Viel Spaß beim Schmücken.