Dante: Unter Pep ist es schwieriger

© dpa, Friso Gentsch

22. Oktober 2013 - 21:48 Uhr

Dante war eines der Gesichter der Triple-Bayern. Der Brasilianer hatte maßgeblichen Anteil an der Stabilität der Bayern-Abwehr in der vergangenen Saison. Doch die Triple-Zeit unter Jupp Heynckes ist vorbei und mit Pep Guardiola kam ein neuer Trainer mit einem neuen System. Ein Neustart, der teilweise etwas schleppend verlief. Es brauchte Zeit, bis sich die Bayern an die Vorgaben des neuen Coaches gewöhnten.

Dante nennt den Grund für die Schwierigkeiten. "Wir müssen noch konzentrierter sein. Um richtig zu stehen, weil wir den Stürmern nicht viel Raum lassen dürfen. Wir stehen höher als letzte Saison, da muss man in jeder Situation hellwach sein, damit man keinen Stürmer durchlässt", erklärte der 29-Jährige die Defensiv-Strategie des Star-Trainers der 'Sport Bild'. "Und man sollte keinen Zweikampf verlieren, sonst wird es gefährlich. Es ist jetzt mehr Risiko, das ist klar."

Als Kritik am Trainer ist Dantes Aussage allerdings nicht zu verstehen. Im Gegenteil: Der Nationalspieler bewundert den Katalanen: "Wir haben einen neuen Trainer, der seine eigenen Vorstellungen hat - der aber auch flexibel ist. Wir müssen ihm vertrauen, dürfen aber auch unsere Meinung sagen."

Dante kontert Sammer-Kritik

Für die ewigen Motz-Attacken von Matthias Sammer scheint Dante weniger Verständnis zu haben. Auf die Kritik des Sportdirektors wegen mangelnder Souveränität in den Finals der vergangenen Saison antwortete der Brasilianer: "In einem Finale musst du nicht souverän spielen und glänzen. Das sage ich immer. Wenn du gewonnen hast, dann ist es gut - Punkt, tschüs!"

Damit liegt Dante Dante mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge auf einer Wellenlänge. Die Bayern-Bosse hatten Sammer wegen seines Führungsstils kritisiert. "Wenn man das zu oft macht, nutzt man sich ab. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das nicht notwendig", sagte Hoeneß zu Sammers Meckerei nach einem souveränen 2:0 gegen Hannover.