Dano-Mörder endgütlitg zu lebenslanger Haft verurteilt

Der Angeklagte Ibrahim B. (l) und seine Anwältin sitzen im Landgericht zum Prozessauftakt am 01.10.2014 in Bielefeld.
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14. Mai 2015 - 13:06 Uhr

Revision des Angeklagten verworfen

Die lebenslange Haftstrafe für den Mörder des fünfjährigen Dano ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revision des heute 44-jährigen Angeklagten als unbegründet, wie das Gericht mitteilte.

Das Landgericht Bielefeld hatte den Hilfsarbeiter aus Herford 2014 wegen Mordes verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er den Jungen aus niedrigen Beweggründen getötet hat, um an ihm den Frust über seine gescheiterte Beziehung abzureagieren. Die Umstände des Falls wertete das Gericht als "sittlich besonders verwerflich": Das Kind hatte an der Tür des Angeklagten geklingelt, um dessen Sohn zum Spielen abzuholen. Nach den Feststellungen des Landgerichts schlug der Mann ihm ins Gesicht und zerrte das schreiende Kind ins Wohnzimmer. Dort telefonierte er mit seiner Lebensgefährtin, die ihm die endgültige Trennung mitteilte. Der Angeklagte sei daraufhin wütend, frustriert und aggressiv gewesen, hieß es beim Landgericht. Um sich abzureagieren, habe er Dano ein Bettlaken über den Kopf geworfen und ihm mit der Faust gegen Kopf und Körper geschlagen. Anschließend strangulierte er das Kind.