Danke, Alpen!

Zum Glück kommt das Mega-Unwetter in Südeuropa nicht zu uns nach Deutschland

Autobahnbrücke nach Unwettern in Italien eingestürzt
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24. November 2019 - 18:06 Uhr

Bei Genua: Autobahnbrücke stürzt ein

Bei heftigen Unwettern im Süden Frankreichs sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Hunderte mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen, nachdem ihre Häuser überflutet worden waren. Auch im benachbarten Italien kam es nach starken Regenfällen zu Überschwemmungen. Nahe Genua stürzte sogar eine Autobahnbrücke ein.

Die gute Nachricht: Das Mega-Unwetter kommt nicht zu uns nach Deutschland. Die Alpen schützen uns davor. Die bis zu 4.000 Meter hohen Berge sind wie eine Barriere. Weil die Wolken nicht aufsteigen können, regnen sie ab. Auf der anderen Seite der Alpen kommt es zum Föhn-Effekt: Im südöstlichen Bayern gab es am Sonntag angenehme Temperaturen um 17 Grad.

Im Video: Regenmassen und Erdrutsche - Schwere Unwetter in Italien

In den italienischen Regionen Ligurien und Piemont gilt die höchste Alarmstufe. Seit Tagen kommt es im Nordwesten des Landes zu heftigen Regenfällen. Viele Menschen sind nach Erdrutschen von der Außenwelt abgeschnitten.  Im Polcevera-Tal in Genua fielen in drei Stunden knapp 300 Liter Regen pro Quadratmeter, wie die Region Ligurien mitteilt. Dies entspricht etwa der Hälfte des Jahresniederschlags in Berlin! Im Video zeigen wir, wie es weitergehen soll.

Bei einem Einsturz eines Autobahn-Viadukts wurde wie durch ein Wunder niemand verletzt. Feuerwehr-Aufnahmen zeigen, wie Autofahrer rechtzeitig vor dem Abgrund gebremst haben. Die Autobahn A6 gilt als schnelle Route zwischen den Städten Turin und Genua.

Frankreich: Behörden geben leichte Entwarnung

Im Nachbarland Frankreich haben Einsatzkräfte seit Samstag hunderte Anwohner mit Booten und Hubschraubern evakuiert. Viele verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Mindestens zwei Menschen sind in Südfrankreich wegen der Unwetter gestorben, viele weitere wurden verletzt. In rund 4.000 Haushalten fiel der Strom aus, der Auto- und Bahnverkehr musste streckenweise eingestellt werden. Inzwischen geben die Behörden leichte Entwarnung. Die Regenfälle seien schwächer geworden. Jetzt beginnen in einigen Orten in Südfrankreich die ersten Aufräumarbeiten. Dennoch warnen die Einsatzkräfte. Es könne jederzeit wieder zu weiteren Überschwemmungen kommen.

Wie es bei uns in der kommenden Woche weitergeht, erfahren Sie hier.