Daniel Küblböck auf offenem Meer vermisst - Rettung wäre ein Wunder

11. September 2018 - 10:37 Uhr

Kaum Überlebenschancen im kalten Ozean

Es gibt kaum noch Hoffnung: Die Suche nach dem vor Kanada in den Atlantik gestürzten Daniel Küblböck ist leider ergebnislos geblieben und wurde eingestellt. Das war zu befürchten. Denn die Wassertemperatur beträgt dort nur etwa 10,5 Grad. Ohne Hilfe liegt die Überlebenschance nur bei wenigen Stunden, sagt Harvey Vardy von der Küstenwache Halifax. Mehr dazu in unserem Video.

RTL-Team drehte zufällig an Bord der "AIDAluna"

Der 33-jährige Küblböck war bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntag in der Labrador See, etwa 185 Kilometer nördlich von St. John's/Neufundland, über Bord gegangen. Es besteht Anlass zur Annahme, dass er absichtlich gesprungen ist. Da er dies nach Lage der Dinge ohne Schutzbekleidung tat, ist es fast ausgeschlossen, ihn noch lebend zu finden.

Der Körper kühlt sofort ab, sich über Wasser zu halten mitten im Atlantik ist ebenfalls ein Kraftakt. Hinzu kommt die starke Strömung im Meer. All das macht es schwierig, einen Passagier über Bord zu finden. Deshalb hat auch die Küstenwache aufgegeben. "Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand lebend gefunden wurde, nachdem die Suche abgebrochen wurde. Es kann sogar sein, dass der Körper in so einer riesigen Gegend niemals gefunden wird", so Experte Hardy.

Einen Teil der Aufnahmen der "AIDAluna" haben unsere Kollegen von RTL-EXTRA zufällig am 29. August im Hamburger Hafen gedreht. Mit an Bord war auch Daniel Küblböck. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, welchen tragischen Verlauf die Kreuzfahrt nehmen würde.