DAK-Report zeigt Risiko

So viele Menschen zocken Games während der Arbeit

Der DAK-Gesundheitsreport zeigt: Viele Menschen zocken Games während der Arbeit (Symbolbild).
Der DAK-Gesundheitsreport zeigt: Viele Menschen zocken Games während der Arbeit (Symbolbild).
© picture-alliance/ dpa, Peter Steffen

16. April 2019 - 14:22 Uhr

Fortnite, Candy Crush & Co.

Arbeitgeber, festhalten! Fast drei Millionen Menschen in Deutschland zocken in der Arbeitszeit Videospiele wie Fortnite oder Candy Crush. Das zeigt der neue DAK-Gesundheitsreport. Bisher ging es in dem Bericht um Suchtmittel wie Alkohol oder Zigaretten. Zum ersten Mal geht es dieses Jahr auch um Videospiele.

Videospiele stören die Konzentration auf der Arbeit

Gaming und Job – das scheint schlecht zusammenzupassen: 480.000 Erwerbstätige kommen dem Report zufolge zu spät zur Arbeit oder gehen früher, um spielen zu können. 695.000 Menschen sind im Job abgelenkt und unkonzentriert.

Viele Betroffene lassen sich krankschreiben

1,0 Prozent der Arbeitnehmer sind sogar süchtig nach Games – mehr als 400.000 Menschen. Symptome: Die Betroffenen haben Entzugserscheinungen – sie sind zum Beispiel gereizt, traurig oder gar ängstlich, wenn sie nicht spielen können. Sie verlieren die Kontrolle darüber, wann es zu viel wird, machen weiter, obwohl sie über negative Konsequenzen Bescheid wissen. Die Computerspielsucht hat massive Folgen im Arbeitsleben. Jeder zehnte Abhängige fällt auch aufgrund seiner Sucht mit Arbeitsunfähigkeit aus.

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Computerspielsucht: Familie und Partner leiden mit

Laut DAK-Report spielen Games-Süchtige nicht nur aus Spaß. Sie tun das auch, um nicht an unangenehme Dinge denken zu müssen. Folgen der Sucht: Betroffene verlieren das Interesse an Hobbys oder anderen Aktivitäten. Einige verheimlichen gegenüber Familie und Partner, wann und wie oft sie zocken. 5,3 Prozent der Betroffenen sagen: Sie können stundenlang an nichts anderes denken als an den Moment, an dem sie wieder spielen.

Wer laut DAK-Gesundheitsreport als "süchtig" gilt

Als computerspielsüchtig gelten Menschen, wenn sie bei mindestens fünf von neun Fragen aus einem Sucht-Fragebogen mit "Ja" antworten. Die Studienmacher wollen unter anderem wissen: "Haben Sie im vergangenen Jahr ernsthafte Probleme mit der Familie, Freunden oder dem Partner durch das Spielen gehabt?" Wer 2 Fragen mit "Ja" beantwortet, gilt als "riskanter Spieler". Das sind in Deutschland 2,6 Millionen Arbeitnehmer – ein echtes Risiko für die Firmen.