Zirkus im dänischen Parlament

Dänische Ministerpräsidentin bekommt Lach-Flash - wegen Kamel und Elefanten

14. Oktober 2019 - 16:58 Uhr

Dänemarks Regierung setzt sich für bessere Tierhaltung ein

Um ein Zeichen gegen die oft schlechte Haltung von Zirkustieren zu setzen, hat die dänische Regierung vier Elefanten und ein Kamel für 1,5 Millionen Euro gekauft. Als die dänische Ministerpräsidentin die Aktion vor dem Parlament verteidigen wollte, bricht unter den Politikern großes Gelächter aus. Die ganze Szene - im Video.

Großes Gelächter im Parlament

Als die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ans Rednerpult tritt, möchte sie eigentlich nur eine Aktion für mehr Tierwohl verteidigen. Während ihrer Rede fängt sie allerdings heftig an, zu lachen und steckt damit das ganze Parlament an. Denn die Geschichte zwischen den beiden tierischen Freunden könnte auch aus einem Kinderbuch stammen.

Tierische Freundschaft

Was war passiert? Eigentlich wollte die dänische Regierung "nur" vier Elefanten kaufen, die unter schlechten Bedingungen in einem Zirkus gelebt hatten. Was sie nicht wussten, war, dass einer der Dickhäuter - Elefanten-Dame "Ramboline" - und das Kamel "Ali" schon seit zehn Jahren beste Freunde sind.

Mit dem Verkauf wären beide also für immer auseinandergerissen worden. Um die tierische Freundschaft nicht zu gefährden, entschied sich die dänische Regierung also dafür, auch "Ali" zu kaufen.

Regierung plant Wildtier-Verbot

Die dänische Regierung arbeitet aktuell daran, Wildtiere in Zirkussen ganz zu verbieten. Wildtiere gehörten weder in den Stall noch in eine Zirkusarena, so Mogens Jensen, der Minister für Lebensmittel, Fischerei und Gleichstellung der Geschlechter.