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Cyber-Mobbing: Unbekannter droht, Schwangerer das Baby aus dem Bauch zu treten

Krasser Fall von Cyber-Mobbing

Unbekannter droht, Schwangerer das Baby aus dem Bauch zu treten

Ein Unbekannter drohte Dèsirèe Z., ihr ungeborenes Baby im Bauch zu töten.
Ein Unbekannter drohte Dèsirèe Z., ihr ungeborenes Baby im Bauch zu töten.
privat

Nachricht wurde über ein Online-Portal verschickt

Dèsirèe Z. ist schwanger. Doch sie kann sich nicht ungetrübt auf ihr Baby freuen – ein Unbekannter hat ihr über das Online-Portal „ask.fm“ gedroht: Er wolle ihr so lange in den Bauch treten, bis sie ihr ungeborenes Baby verliert. Über den Fall berichtete zunächst „Heute.at“.

"Ich gehe nicht mehr alleine auf die Straße"

Diese Nachricht bekam Dèsirèe Z.,
Diese Nachricht bekam Dèsirèe Z., (Screenshot privat)
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Aber wer kommt auf die Idee, solche Nachrichten zu verschicken? Dèsirèe ist ratlos: „Es muss jemand sein, den ich kenne. Ich habe auf „ask.fm“ zwar einmal ein Ultraschall-Bild von meiner Schwangerschaft gestellt, aber das ist schon länger her“, sagt sie im RTL-Interview. „Mir sind alle Sicherungen durchgeschossen, ich bin total wütend geworden.“ Ein guter Freund habe sie dann überredet, den Fall der Polizei zu melden.

Die angehende Malerin lebt seitdem in Angst: „Ich gehe überhaupt nicht mehr alleine auf die Straße, meine Eltern machen sich auch große Sorgen und sind dauernd bei mir.“

Der anonyme Schreiber hat bisher nicht noch einmal geschrieben, die Polizei habe aber auch noch nichts herausgefunden, so Dèsirèe.

Dèsirèe hat Sorgen, dass ihr Kind zu früh auf die Welt kommt

Der Fall von Dèsirèe könne im österreichischen Strafrecht als Offizialdelikt, also als gefährliche Drohung eingestuft werden, so Caroline Kerschbaumer, Geschäftsführerin von ZARA, einer Wiener Beratungsstelle für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit. Sie beobachtet eine Zunahme von Verletzungen und Beleidigungen im Netz, sagt sie RTL.

Auf ihrer Webseite stellt sich „Ask.fm“ klar gegen Cyber-Mobbing: „Ask.fm nimmt Cyber-Mobbing sehr ernst und wir wollen sicherzustellen, dass Sie ein sicheres und angenehmes Erlebnis haben. Sie müssen nur mit uns kommunizieren. Am wichtigsten ist, dass Cyber-Mobbing niemals ein Geheimnis bleibt.“

Dèsirèe ist inzwischen in der 33. Schwangerschaftswoche. „Ich bin mir mittlerweile sicher, dass meine Tochter durch den ganzen Stress zu früh auf die Welt kommen wird. Der Termin wäre im November.“ Drücken wir die Daumen, dass alles gut geht und sie ein gesundes Baby zur Welt bringen kann.

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