Cyber-Kriminalität: Wie Sie im Netz kein Opfer werden

30. Januar 2015 - 13:06 Uhr

Etwa 70 Prozent der Fälle werden nicht geklärt

Das Internet macht unser Leben nicht nur leichter, es macht uns auch angreifbar - für Cyber-Kriminelle. Die richten jährlich einen Schaden von 460 Milliarden Euro an. Das entspricht etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung von Ländern wie Polen, Schweden oder Belgien.

Hand über Tastatur
Cyber-Kriminelle haben es auf unsere Daten abgesehen.
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Ob Wirtschaftsspionage, Datenmissbrauch oder Geldwäsche – auf der weltweiten Datenautobahn geht es nicht nur hochrasant sondern auch zu oft hochtrabend illegal zu. Auch im Alltag des Ottonormalbürgers.

Hannelore Lange wollte eigentlich nur eine kleine Überweisung machen. Danach sind 2.980 Euro weg. Frau Lange wurde Opfer eines Phishing-Angriffs. Hacker haben ihre Bankdaten ergaunert mit einem gefälschten Sicherheitshinweis, in dem Frau Lange sorgfältig ihre Bankdaten eintrug.

Die Angriffe auf Privatkonten nehmen trotz Warnungen weiter zu. Mit gefälschten – oft täuschend echten Mails werden Kunden reingelegt. Allein 2014 wurden mehr als 500 Millionen E-Mail-Adressen geklaut – samt den dazugehörigen Passwörtern.

Was Kriminelle damit anfangen können? Über die Mails sehen sie, wo das Opfer online einkauft, wie es bezahlt. Und auch wenn die Cyberkriminellen die Passwörter dieser Onlineportale nicht kennen – über die Rücksetzfunktion werden neue verschickt – aufs gehackte E-Mail-Konto.

Noch bleiben nach Schätzungen des Bundeskriminalamtes rund 70 Prozent aller digitalen Taten unaufgeklärt. Der beste Schutz ist und bleibt daher der Eigenschutz. Für den gibt die Polizei im Internet auf polizei-praevention.de wertvolle Tipps.

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