Corona-Impfstoff-Tests bei CureVac

Proband erklärt, warum er "Versuchskaninchen" spielt

09. Juli 2020 - 11:11 Uhr

Curevac testet möglichen Impfstoff

Weltweit ist ein Wettrennen um den ersten wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus entbrannt. Zwischen den ersten Meldungen über vielversprechende Starts, der Zulassung für Tests mit Menschen und dem tatsächlichen Start dieser Tests lagen nur wenige Wochen. Ende Juni hat das Tübinger Unternehmen Curevac angefangen, seinen Impfstoff an Probanden zu testen. Wir haben einen der Probanden gefunden und ihn gefragt, wie er das Medikament bisher verträgt und warum er sich freiwillig für diese so wichtige Medikamenten-Studie gemeldet hat. Seine Antworten sehen Sie im Video.

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Dosis und Zahl der Probanden sollen erhöht werden

Derzeit werden den Probanden am Tübinger Tropeninstitut zwei Mikrogramm des Wirkstoffs verabreicht. Bisher vertragen alle getesteten Probanden die Impfung ohne Probleme. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem massentauglichen Impfstoff und dessen Zulassung. 

Die Studie wird laut Uniklinik in mehreren Phasen ablaufen. Erst soll der Impfstoff den Probanden in der niedrigsten Dosierung von zwei Mikrogramm verabreicht werden. Die Zahl der Teilnehmer sowie die Dosis des Wirkstoffs sollen abhängig von der Verträglichkeit erhöht werden. Im nächsten Schritt - voraussichtlich im Spätsommer - sollen die Altersgrenzen erweitert werden, ebenso soll dann international getestet werden.

Wie funktioniert der Impfstoff?

CureVac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die CureVac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

Quelle: DPA/RTL.de