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CSD in Köln: Reker verurteilt Homophobie und Gewalt

Demonstration

CSD in Köln: Reker verurteilt Homophobie und Gewalt

Christopher Street Day in Köln
Menschen nehmen an einer Parade zum Christopher Street Day (CSD) teil.
Marius Becker/dpa/Archivbild

Zum Start des CSD-Wochenendes in Köln hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) Gewalt und Anfeindungen gegen Homosexuelle scharf verurteilt. Ob Oslo oder Istanbul - Homo- und Transfeindlichkeit sind nicht hinnehmbar - niemals und nirgendwo, sagte Reker laut Redemanuskript am Freitag. Von Köln solle an diesem Wochenende die Botschaft von Akzeptanz und Wertschätzung ausgehen. Wir setzen mit einer der größten Pride-Veranstaltungen Europas auf Vielfalt als Stärke und Chance für unsere Gesellschaft.

In Oslo hatte am vergangenen Wochenende ein Angreifer rund um eine beliebte Schwulen-Bar Schüsse abgefeuert. Zwei Menschen starben, 21 wurden verletzt. In Istanbul waren bei der Pride-Parade am vergangenen Sonntag zahlreiche Menschen festgenommen worden, die für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Personen (LGBTIQ) demonstriert hatten.

Immer dann, wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung diskriminiert werden - immer dann ist unsere Zivilcourage und eine starke, aufrechte Haltung gefragt, sagte Reker.

In Köln begann am Freitag ein dreitägiges Straßenfest zum CSD unter dem Motto Für Menschenrechte. Viele. Gemeinsam. Stark. Auf drei Bühnen in der Altstadt gibt es Musik und politische Diskussionen. Höhepunkt des Wochenendes ist die CSD-Demonstration am Sonntag, zu der mindestens 800 000 Zuschauer erwartet werden.