Crowdfunding für Charles Manson-Beerdigung gestoppt

Massenmörder Charles Manson verstarb vor fünf Tagen im Krankenhaus.
Massenmörder Charles Manson verstarb vor fünf Tagen im Krankenhaus.
© dpa, wst

24. November 2017 - 17:09 Uhr

Die Plattform 'GoFundMe' stoppt Spendenaufruf

Eine Crowdfunding-Kampagne für einen Massenmörder? Keine besonders gute Idee, befanden die Betreiber der Plattform 'GoFundMe' und haben deshalb einen Spendenaufruf für die Beerdigung von Sektenführer und Mehrfachmörder Charles Manson gestoppt. 1000 Dollar waren bereits zusammengekommen. Manson war vor fünf Tagen in Kalifornien gestorben.

Initiator der Kampagne reagiert verärgert

John Michael Jones wollte Geld sammeln, um es Jason Freeman, dem Enkel von Charles Manson, zu spenden. Knapp 1000 Dollar waren auf der Seite 'GoFundMe' bereits gesammelt worden. Jones erklärte, dass der dem Enkel von Manson ermöglichen wollte, ein "vernünftiges Begräbnis" zu organisieren. Auf die Beendigung seiner Kampagne reagierte Jones wütend. "Es bricht mir das Herz solche Vorurteile zu erleben", wird er auf dem Promi-Portal "TMZ" zitiert. Stattdessen kündigte er an, nun über PayPal Geld für die Beerdigung von Charles Manson entgegen zu nehmen.

Die Betreiber von 'GoFundMe' äußerten sich nicht zum angeblichen Löschen der Kampagne. Auf Twitter reagierten zahlreiche User, dankten 'GoFundMe' und verurteilten Jones' Bemühungen Charles Mansons Beerdigung zu finanzieren.

Der 83-jährige verurteilte Mehrfachmörder war vor fünf Tagen in einem kalifornischen Krankenhaus gestorben. Die Gefängnisbehörde von Kalifornien hatte Manson wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme dorthin überstellt. Charles Manson gilt als einer der berüchtigtsten Kriminellen der USA. Der frühere Sektenführer hatte seine fanatischen Anhänger zu brutalen Morden angestiftet. Das bekannteste Opfer war die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. Im Frühjahr 1971 wurden Manson und seine engsten Anhänger der sogenannten "Manson family" zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde jedoch später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien - in eine lebenslange Haft umgewandelt.