Cristiano Ronaldo will Juventus Turin zum Champions-League-Sieg verhelfen

17. Juli 2018 - 11:45 Uhr

Ronaldo-Mania in Turin

Cristiano Ronaldo strebt auch bei Juventus Turin nur nach den höchsten Fußball-Weihen. Er wolle dazu beitragen, dass die "Alte Dame" erstmals seit 1996 wieder die Champions League gewinne, sagte der Portugiese bei seiner Präsentation im Juventus-Stadion.

Cristiano Ronaldo: "Ich will weiter große Titel gewinnen"

"Turin ist kein Rückschritt für mich, es ist ein Schritt nach vorne", beteuerte "CR7", der zuvor neun Jahre für Real Madrid gespielt hatte, auf mehrfache Nachfragen der Journalisten: "Ein großer Verein, ein großer Trainer, ein großartiger Präsident - das war in Summe eine ganz einfache Entscheidung für mich."

Dass er in vier Jahren bei den "Bianconeri" rund 124 Millionen Euro einstreicht, dürfte die Entscheidung zwar in der Tat vereinfacht haben. Allerdings geht es Ronaldo nicht nur ums Geld – sonst hätte er sich auch einfach in die Fußball-Rentner-Paradiese Katar und China verdrücken können. "Ich bin anders, ich will weiter große Titel gewinnen und kann es kaum erwarten, hier loszulegen", betonte der 33-Jährige. Er wolle den Italienern beweisen, "dass ich auf maximalem Niveau, an der Spitze spiele. Ich werde mich gut vorbereiten". Ins Training steige er am 30. Juli ein, so der Weltfußballer.

Fans feiern ihren neuen Superstar

Schon vor der Präsentation im Stadion hatte in Turin Ronaldo-Mania geherrscht: Hunderte Fans empfingen den neuen Superstar frenetisch, als dieser zum Medizincheck eintraf. Die Ankunftszeit hatten die Juve-Verantwortlichen extra geheim gehalten, also warteten die ersten Fans einfach seit den frühen Morgenstunden am Club-Gelände.

Um kurz nach 10 Uhr war es dann tatsächlich soweit: CR7 erschien, die Juve-Anhänger drehten durch. Unter lauten "Ronaldo, Ronaldo" und "Bring uns den Champions-League-Titel"-Gesängen der Fans schrieb der neue Verehrer der "Alten Dame" erste Autogramme. Danach absolvierte Ronaldo den obligatorischen Medizinckeck und traf Juve-Coach Massimiliano Allegri sowie Verteidiger-Ikone Giorgo Chiellini. "Sono pronto" - ich bin bereit, nutzte der Europameister von 2016 den Rundgang, um erste Italienisch-Happen zu servieren.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Fiat-Streik ein Flop

Der Verein, die Fans und offenbar die ganze Stadt freuen sich, dass der 33-Jährige zukünftig in Italien kickt. Sogar die Fiat-Mitarbeiter, die eigentlich streiken sollten, lassen sich zählen: Nur 5 von 1700 Mitarbeitern legten nach Angaben des Automobilkonzerns tatsächlich ihre Arbeit nieder. Die Gewerkschaft USB hatte in ihrem Aufruf zum Streik erklärt, es sei nicht hinnehmbar, Millionen für die Verpflichtung eines Fußballers auszugeben.

Die Gelder hätten besser in neue Arbeitsplätze investiert werden sollen. Juventus wird von der Agnelli-Familie kontrolliert, die auch der größte Aktionär des Automobilkonzerns Fiat Chrysler Automobiles ist. Für den Mega-Wechsel von Ronaldo hatte Juve 112 Millionen Euro Ablöse gezahlt. In den kommenden vier Jahren erhält der Weltfußballer außerdem rund 31 Millionen Euro Gehalt - natürlich pro Jahr.