Cristiano Ronaldo vs. Jose Mourinho: Licht an für den nächsten Kampf

Einmal mehr heißt es: Jose Mourinho gegen Cristiano Ronaldo
Einmal mehr heißt es: Jose Mourinho gegen Cristiano Ronaldo
© dpa, Javier Lizon

22. Oktober 2018 - 17:10 Uhr

Duell Arroganz gegen Eitelkeit

Ein Boxkampf zwischen Jose Mourinho und Cristiano Ronaldo wäre wahrscheinlich ein großes Spektakel. Mourinhos scharfe Intelligenz und seine abgehobene Arroganz gegen den eitlen Ronaldo, geprägt von einem absoluten Siegeswillen. Fast schon schade, dass die beiden im Fußball tätig sind. Am Dienstag treffen die beiden in der Champions League-Partie zwischen Manchester United gegen Juventus Turin aufeinander. Ring frei für das Duell Arroganz gegen Eitelkeit.

Runde 1 - Wie alles begann

Zwei Portugiesen mit einem sehr eigenen Kopf, das steht bei Cristiano Ronaldo und Jose Mourinho außer Frage. Einer ist ein Weltklasse-Spieler, der andere ein Weltklasse-Trainer. Zusammen ein Weltklasse-Duo, meint man, doch wie gut kamen die beiden wirklich miteinander aus?

Drei Jahre lang schien die Beziehung gut zu funktionieren, doch dann krachte es. Im Januar 2013 gerieten sie, damals noch bei Real Madrid, offen und vor versammelter Mannschaft aneinander. "In den letzten 15 Minuten hast du dich versteckt", warf Coach Mourinho nach einer Partie dem Weltstar vor. Dieser konterte: "Es ist unfair von dir, dass du mich kritisierst. Ich gebe doch mein Leben für dich."

Runde 2 - Ronaldo, der Sturkopf

Zeitsprung, knapp fünf Monate später: Jose Mourinho ist nicht mehr Trainer bei den Königlichen, sondern mittlerweile in Diensten des FC Chelsea. Ronaldo hingegen spielt noch in Madrid, als plötzlich der Schlag aus London kam. "Ich hatte ein sehr einfaches, sehr grundsätzliches Problem mit ihm. Als Trainer kritisiert man Spieler in taktischer Hinsicht, versucht Dinge zu verbessern. Und in diesen Situationen nahm er das nicht gut auf, weil er vielleicht glaubte, bereits alles zu wissen", meinte Mourinho im Rahmen der spanischen TV-Sportsendung Punta Pelota.

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Runde 3 - Ronaldo gibt die Antwort auf dem Platz

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Ronaldos Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Im August 2013 trafen die beiden Streithähne aufeinander, im Finale des International Champions Cups in Miami. Real gewann 3:1 gegen die Blues, die Szene der Partie: Ronaldo traf, drehte sich demonstrativ zu Mourinhos Trainerbank und zeigte mit den Fingern auf die Brust. Nach dem Spiel fügte er noch hinzu: "Ich bin glücklich. Ich spreche lieber auf dem Platz."

Mourinho gefiel das natürlich gar nicht und giftete los: "Ich habe schon mit 30 Ronaldo trainiert. Nicht diesen einen, den echten - den brasilianischen Ronaldo." Ein Seitenhieb, der saß. Doch Ronaldo steckte ihn weg und konterte : "Ich werde den Namen dieser Person nicht in den Mund nehmen. Der ist es nicht wert. Entschuldigung, aber ich habe keine Lust, über ihn zu reden."

Runde 4 - Ronaldo der Ego-Spieler?

Fast zwei Jahre war das Licht aus im Boxring, doch im Juli 2015 flackerte es wieder auf. "Ich mag keine Spieler oder Trainer, die Auszeichnungen gewinnen - ohne die Mannschaft. Ronaldo hat unglaublich viele Tore geschossen. Ich sage nicht, dass er nicht fantastisch ist. Ich sage nur, dass meiner Meinung nach jeder Fußballer auf der Welt verstehen sollte, dass die Mannschaft an erster Stelle stehen sollte, nicht individuelle Auszeichnungen", gab Mourinho damals von sich.

Runde 5 - Ready to rumble?

Oktober 2018, es liegt eine neue Situation vor: Cristiano Ronaldo spielt mittlerweile für Juventus Turin, Jose Mourinho ist Trainer von Manchester United. Am Dienstag werden sich die beiden wieder einmal gegenüber stehen. Zeit die Boxhandschuhe wieder zu entstauben? Die "Gazzetta dello Sport" schreibt: "Auf der Bühne des Theaters der Träume müssen sich die beiden illustren Persönlichkeiten des modernen Portugals die Hand reichen." Fest steht, zusammen können Ronaldo und Mourinho schon lange nicht mehr.