"CovPass"-App statt gelbes Impfbuch

Hier gibt's den digitalen Corona-Impfnachweis

11. Juni 2021 - 8:27 Uhr

"CovPass" bald in App-Stores erhältlich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Donnerstag den Startschuss für den digitalen europäischen Impfpass gegeben. Die neue App "CovPass" kann ab sofort aus allen App-Stores heruntergeladen werden. Mit dem digitalen Impfpass sollen Nutzer leichter nachweisen können, dass sie bereits ausreichend gegen Corona geimpft sind. Das soll vor allem das Verreisen innerhalb von Europa vereinfachen. Außerdem kann der digitale Impfpass ab sofort auch in der offiziellen Corona-Warn-App angezeigt werden.

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Apotheker übertragen gelbes Impfbuch über QR-Code in App

Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mitteilte, kann man sich auch in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen. Die Apotheker übertrage die Daten aus dem gelben Impfbuch übertragen und ein digitales Impfzertifikat mit QR-Code ausstellen. Die Überprüfung und das Ausstellen des Impfzertifikats kostet 18 Euro.

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern. Dabei geht es um eine Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes.

Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein, etwa bei Ärzten und Apotheken. Vor dem bundesweiten Start gab es einen Testlauf in ausgewählten Impfzentren.

Apotheker trauen sich Fälschungskontrolle zu

In der Debatte um Fehler oder Fälschungen beim nachträglichen Übertrag einer Impfung vom gelben Impfbuch in den digitalen Pass hatten Apothekerverbände im Vorfeld versichert, die Kontrolle gewährleisten zu können. "Apotheker sind Arzneimittelexperten und Impfstoffe sind auch Arzneimittel", sagte Apothekenverbandssprecher Christian Splett. "Jede Apotheke muss jeden Tag hundert oder mehr Rezepte auf ihre Echtheit prüfen. Apotheker trauen sich daher zu, auch Impfausweise zu prüfen."

Betrügern drohen nach Angaben des Gesundheitsministeriums außerdem saftige Strafen: Den Verwendern eines gefälschten Impfausweises blüht demnach Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Den Erstellern drohen zwei Jahre im Gefängnis oder eine Geldstrafe. "Ich kann immer nur sagen, am Ende betrügt man sich selbst", stellte Spahn fest.

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Digitale Impfnachweis ab sofort auch in Corona-Warn-App

Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google. Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist. (dpa/aze)

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