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Covid-19-Patient Manfred Hohmann: „Es ist immer noch da, es ist noch nicht weg“

Kein Verständnis für Corona-Demos in Berlin

Covid-19-Patient Manfred Hohmann: „Es ist immer noch da, es ist noch nicht weg“

Kein Verständnis für Corona-Demos in Berlin Covid-19-Patient Manfred Hohmann
02:09 min
Covid-19-Patient Manfred Hohmann
Kein Verständnis für Corona-Demos in Berlin

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Fünfzig Tage auf der Intensivstation

Dass Corona wirklich gefährlich ist, zeigt das Beispiel des 62-jährigen Friseurmeisters Manfred Hohmann. Es ist Ende März, als es los geht: Plötzlich sind Geruchs- und Geschmackssinn weg, dann starker Husten und hohes Fieber. Diagnose: Covid-19 . Es folgt ein sehr schwerer Krankheitsverlauf, fünfzig Tage auf der Intensivstation. Über die sogenannten Anti-Corona-Demos in Berlin kann der Covid-19-Patient nur ungläubig den Kopf schütteln. Seinen Leidensweg sehen Sie im Video.

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„Brauche immer noch meine Päuschen“

So langsam kommt Friseurmeister Manfred Hohmann langsam wieder im Alltag an – endlich. Nach langen Monaten kann er seit zwei Wochen wieder in seinem Laden stehen. „Ich brauch zwar über den Tag noch meine Päuschen, ein bisschen Auszeit, aber ich krieg schon 5-6 Kunden pro Tag hin“, erzählt er uns.

Schwere neurologische Schäden bleiben

Im Rollstuhl hat der 62-jährige das Krankenhaus verlassen, in der Reha muss er wochenlang alles neu lernen. Typisch für Covid-19-Patienten. „Eine Grippe ist im Grundsatz eine Lungenentzündung", erklärt sein behandelnder Arzt Dr. Bernd Mark. "Covid-19 ist aber eine Erkrankung des ganzen Körpers, eine Gefäßentzündung, dazu kommt ein schwerer Befall der Lunge, der Niere, des Herz-Kreislaufsystems. Und auch des zentralen Nervensystems". Und das erkläre, warum bei vielen Patienten schwere neurologische Schäden zurückbleibe n.

Dr. Bernd Mark behandelte Friseurmeister Hohmann im Krankenhaus.
Dr. Bernd Mark behandelte Friseurmeister Hohmann im Krankenhaus.
infoNetwork, RTL
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Haare schneiden musste er neu erlernen

Auch Friseurmeister Manfred Hohmann ist davon betroffen: Das linke Bein ist noch immer taub, die Feinmotorik fürs Haareschneiden musste er erst wieder neu lernen. Für die großen Anti-Corona-Maßnahmen-Demos in Berlin wie am vergangenen Wochenende hat er kein Verständnis: „Auch wenn es jetzt den Anschein haben mag, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist wie im März oder April, aber es ist immer noch da, es ist noch nicht weg.“

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Nach ersten Meldungen aus Asien und Europa berichten nun auch Wissenschaftler aus den USA und Ecuador über Fälle, in denen sich Menschen offenbar ein weiteres Mal mit Corona infiziert haben. Bei beiden Betroffenen sorgte die zweite Infektion für schwerere Symptome als die erste, wie Forscher um Richard Tillett von der Universität Nevada und das Institut für Mikrobiologie der Universität von Quito (IMUSFQ) berichteten. Mehr dazu hier!

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