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"Costa"-Zeuge sah Kapitän ins Rettungsboot springen

"Costa"-Zeuge sah Kapitän ins Rettungsboot springen

Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffes 'Costa Concordia', Francesco Schettino, ist einem Zeugen zufolge nicht in ein Rettungsboot gerutscht, sondern selbst gesprungen. "Kapitän Schettino sprang kurz vor mir in ein Rettungsboot", sagte der Offiziersanwärter in dem Prozess gegen Schettino im toskanischen Grosseto.

Schettinos Aussage, er sei nicht von Bord gegangen, sondern in ein Rettungsboot gefallen, hatte nach dem Unglück Empörung ausgelöst. Der 52-Jährige muss sich wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung vor Gericht verantworten. Ihm wird auch vorgeworfen, das Schiff verlassen zu haben, obwohl sich noch Passagiere an Bord befanden. Der Offiziersanwärter sagte laut der Nachrichtenagentur 'Ansa', er habe sich mit Schettino zur Zeit des Unglücks auf Deck 4 befunden. Mit anderen zusammen habe er eine Kette gebildet, um ein Abrutschen der Menschen auf dem sich neigenden Schiff zu verhindern. Als kein Passagier mehr zu sehen gewesen sei, seien Schettino, er und drei weitere Besatzungsmitglieder zu dem Beiboot geeilt.