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Costa Concordia Kapitän Schettino vor Gericht: Wollte Kellner einen Gefallen tun

Costa Concordia Kapitän Schettino vor Gericht: Wollte Kellner einen Gefallen tun

Francesco Schettino wollte Kellner einen Gefallen tun

Der Unglückskapitän der Costa Concordia hat bei seiner ersten Aussage vor Gericht die gefährliche Kursänderung des Schiffs gerechtfertigt. Dass die Fähre in jener kalten Januarnacht so gefährlich nahe an die italienische Insel Giglio fuhr, habe mehrere Gründe gehabt. "Ich wollte drei Fliegen mit einer Klappe schlagen, sagte Kapitän Francesco Schettino vor Gericht aus.

Francesco Schettino vor Gericht im toskanischen Grosseto.
Der Kapitän rechtfertigt sein tödliches Manöver das erste Mal vor Gericht.
Jennifer Lorenzini / Splash News

Erstens habe das Manöver, bei dem das Schiff die Insel "grüßt" und die Passagiere Land sehen können, kommerzielle Gründe gehabt. Zweitens habe er einem Schiffskellner, der von Giglio stammt, einen Gefallen tun wollen und drittens habe er einem befreundeten Kapitän von Giglio die Ehre erweisen können. Das Manöver endete für 32 Menschen tödlich, als die Costa einen Felsen rammte und kenterte.

Der 54-jährige Schettino muss sich seit knapp eineinhalb Jahren wegen fahrlässiger Tötung verantworten.