Corona-Infektion

Welche Kinder sind besonders gefährdet?

Coronavirus: Kinder gelten als weniger gefährdet als Erwachsene. Aber trifft das auf alle Kinder zu?
© dpa, -, lop

01. Juli 2020 - 10:11 Uhr

Neue Studie: Corona-Auswirkungen auf Kinder

Auch wenn das Coronavirus jetzt schon rund ein halbes Jahr unseren Alltag bestimmt, sind Forscher noch immer dabei, seine Auswirkungen auf den Menschen genauer zu untersuchen. In einer europäischen Studie wurde jetzt herausgefunden, auf welche Kinder sich das Virus besonders schwerwiegend auswirkt. 

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Die Forscher des internationalen Netzwerks Ptbnet analysierten jetzt Daten von insgesamt 82 Gesundheitszentren aus 25 europäischen Ländern, um möglichst genaue Aussagen über den Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 treffen zu können. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht.

Untersucht wurden die Daten von insgesamt 582 positiv auf Covid-19 getesteten Kindern und Jugendlichen, im Alter von 3 Tagen bis 18 Jahren. Nur vier der untersuchten Kinder starben, das sind 0,7 Prozent. Keines dieser vier Kinder war jünger als zehn Jahre. 48 Kinder mussten auf der Intensivstation betreut werden, 25 von ihnen waren auf mechanische Beatmung angewiesen.

Wie auch bei den Erwachsenen sind Vorerkrankungen häufig entscheidend über den Verlauf der Krankheit. Welche Menschen zur Corona-Risikogruppe gehören, können Sie hier nachlesen. 

Diese drei Gruppen sind am häufigsten gefährdet:

  • Kinder, die jünger als einen Monat sind
  • Kinder, die Vorerkrankungen haben, die die Lunge betreffen
  • Jungen erkranken etwas häufiger an dem Virus als Mädchen (Verhältnis 1,15:1)

Aussagen über mögliche Schulöffnungen und das daraus resultierende Risiko lassen sich auf Basis dieser Studie nicht treffen, da lediglich Kinder berücksichtig wurden, deren stationäre Behandlung in einem Krankenhaus notwendig war.

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