Sie berichteten kritisch über den Umgang mit dem Coronavirus

China setzt zwei "Bürgerjournalisten" fest

Die festgesetzten "Bürgerjournalisten" berichteten kritisch über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäuser in Wuhan.
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11. Februar 2020 - 10:58 Uhr

Polizei holt Coronavirus-Reporter unter Vorwand ab

Zwei chinesische "Bürgerjournalisten", die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäuser in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, holten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin "unter dem Vorwand der Quarantäne" ab.

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Bürgerjournalisten sprachen unverblümt Zustände im chinesischen Wuhan

Seither seien beide nicht mehr über ihr Handy erreichbar, was in Isolation normalerweise möglich sein müsste. Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. "Wer in normaler Quarantäne steckt, kann telefonieren", sagte die in New York ansässige Forscherin Wang Yaqiu von Human Rights Watch. "Beide haben die Zustände in Wuhan untersucht und unverblümt darüber gesprochen."

Bilder von Leichensäcken gingen um die Welt

Die Videos von Fang Bin, der auch Leichensäcke gefilmt und auf Youtube hochgeladen hatte, waren um die Welt gegangen. Auch Chen Qiushi hatte in den überforderten Krankenhäusern der schwer betroffenen Stadt Wuhan gefilmt. "Es gibt nicht genug Gesichtsmasken, nicht genug Schutzanzüge, nicht genug Material und was noch wichtiger ist, nicht genug Tests", schilderte Chen Qiushi in einem Video.

Der freimütige Anwalt hatte im vergangenen Jahr auch an prodemokratischen Demonstrationen in Hongkong teilgenommen und Videos davon in sozialen Medien in China verbreitet. "Ich habe nicht einmal Angst vor dem Tod", sagte Chen Qiushi in einem Video aus Wuhan. "Denkt ihr, ich habe Angst vor der Kommunistischen Partei?"

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