Bald kehrt auch Toilettenpapier in die Geschäfte zurück

Corona-Krise in Deutschland: Hamsterkäufe lassen langsam nach

Coronavirus - Hamburg
© dpa, Christophe Gateau, cgt wst

26. März 2020 - 10:18 Uhr

Langsam haben sich alle eingedeckt

Nach dem riesigen Kundenansturm auf die Supermärkte zu Beginn der Corona-Krise, entspannt sich die Lage langsam wieder. Es scheint so, als hätten sich langsam alle Deutschen mit Vorräten eingedeckt, denn die Hamsterkäufe lassen langsam nach. Das melden nun mehrere Supermärkte. Toilettenpapier und Desinfektionsmittel sind zwar immer noch Mangelware, aber alles andere kehrt langsam zurück in die Supermarktregale.

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Supermärkte füllen Reis- und Nudelregale langsam wieder auf

"Wir stellen fest, dass sich die Regale wieder mehr und mehr füllen", sagte der Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher. Das gelte auch bei in den vergangenen Wochen stark nachgefragten Produkten wie Nudeln oder Reis. Er glaubt, dass sich die Verbraucher langsam an die aktuelle Situation gewöhnt hätten, darum würden viele auch nicht mehr panisch einkaufen gehen.

Und auch für alle, denen langsam das Toilettenpapier ausgeht, weil sie sich nicht den ganzen Keller damit aufgefüllt haben, gibt es eine gute Nachricht: "Wir gehen davon aus, dass in Kürze auch der Sättigungsgrad der deutschen Haushalte bei Toilettenpapier erreicht sein sollte", sagte Böttcher. Dann wird es auch wieder möglich sein, Klorollen ganz entspannt im Geschäft zu kaufen.

Leere Supermarktregale werden aufgefüllt
In vielen Supermärkten füllen sich die Regale langsam wieder. Die Hamsterkäufe lassen nach.
© dpa, Jan Woitas, woi dna

Viele Geschäfte verkauften doppelt so viel wie normal

Wegen der Corona-Krise ließen sich einige Kunden zu massiven Hamsterkäufen hinreißen. An einzelnen Tagen verkauften die Händler doppelt so viel wie normal. Inzwischen pendelt sich in deutschen Supermärkten die Situation aber wieder ein. "Die Lage entspannt sich deutlich", hieß es bei Rewe. Viele Verbraucher hätten ihre Vorräte offenbar mittlerweile aufgefüllt. Auch der Großflächen-Discounter Kaufland berichtete: "Die Kundenfrequenz in unseren Filialen hat sich aktuell normalisiert." Aldi berichtete zumindest von einer leichten Entspannung der Lage.

Mehrere Lebensmittelketten kündigten nun an, ihre Mitarbeiter mit Sonderprämien für ihre zusätzliche Arbeit zu belohnen. Wegen der Panikkäufe mussten die Angestellten in den Supermärkten viel mehr arbeiten als normalerweise, um die Regale wieder aufzufüllen und den Kundenansturm zu bewältigen.

Supermärkte wollen ihre Mitarbeiter vor Covid-19-Infektion schützen

Trotz des Kontaktverbots und der Ausgangsbeschränkungen haben die Supermärkte in Deutschland weiterhin geöffnet, dass sich die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen kann. Um ihre Mitarbeiter zu schützen, bemühen sich viele Geschäfte jetzt auch, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden zu minimieren. An vielen Kassen gibt es inzwischen Plexiglaswände, die die Kassierer vor Tröpfcheninfektionen bewahren sollen. In vielen Läden ist jetzt auch Sicherheitspersonal tätig, das den reibungslosen Ablauf gewährleisten soll.

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