Wenige Tage nach der Verkündung einer neuen Variante aus Großbritannien

Südafrika meldet neue Coronavirus-Mutation - "Treiber der zweiten Welle"

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19. Dezember 2020 - 8:38 Uhr

Strang namens "501.V2" wurde isoliert

Südafrika meldet eine neue Variante des Coronavirus, die für eine zweite Infektionswelle im Land verantwortlich sein dürfte. Gesundheitsminister Zweli Mkhize erklärt auf Twitter, die Genetiker seines Landes hätten den als "501.V2" bezeichneten Strang isoliert. Die vorliegenden Daten deuteten stark darauf hin, dass "die aktuelle zweite Welle von dieser neuen Variante angetrieben wird". Unklar ist bisher, ob sich das Auftauchen der neuen Variante auf künftige Impfungen auswirkt. Die bisherigen Strategien der Regierung sollen jedoch nicht geändert werden.

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WHO untersucht die neue COVID-Variante bereits

Mkhize warnte vor Spekulationen, es gebe keinen Grund, die Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu ändern. Der WHO-Expertin Maria Van Kerkhove zufolge steht die Weltgesundheitsorganisation mit den Forschern in Kontakt. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass die Variante sich anders verhalte als die bereits beschriebenen, sagt sie.

In Südafrika wurden bisher 892.813 Corona-Fälle bestätigt, mehr als 24.000 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangsbeschränkung verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft.

Auch in Großbritannien neue Virus-Variante entdeckt

Erst vor wenigen Tagen unterrichtete der britische Gesundheitsminister Matt Hancock die Öffentlichkeit über eine neuartige Variante, die in Großbritannien entdeckt worden ist. Für die hohen Fallzahlen in seinem Land könne laut ihm die Mutation des Virus verantwortlich sein, die "in Verbindung mit der schnelleren Ausbreitung im Süden von England" stehen könne, sagte Hancock. Man habe – genauso wie in Südafrika - die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informiert.

Rund 1.000 Fälle der neuen Variante wurden inzwischen in Südengland diagnostiziert. Diese breite sich laut Hancock schneller aus als die bisherige COVID-19-Variante. Dennoch deute laut dem Gesundheitsminister nichts darauf hin, dass diese Version gefährlicher sein könnte, auch die Impfung wäre für die neue Variante wirksam. Einen Namen für die Mutation nannte Hancock übrigens nicht. Epidemiologe Prof. Timo Urichs erklärt im Video, ob wir Angst vor der neuen Variante haben müssen.

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