Die Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER - Südafrika-Mutante B.1.1.529 heißt Omikron

In Südafrika haben Forscher eine neue, potenziell gefährliche Coronavirus-Mutation namens B.1.1.529 entdeckt.
In Südafrika haben Forscher eine neue, potenziell gefährliche Coronavirus-Mutation namens B.1.1.529 entdeckt.
© RTL

26. November 2021 - 20:25 Uhr

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus hier im Liveticker:

  • 11/26/20217:23:14 PM
    Südafrika-Mutante B.1.1.529 heißt Omikron
    Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat der neuen Variante B.1.1.529 der griechische Buchstabe Omikron zugewiesen. Diese nun nach dem 15. Buchstaben des griechischen Alphabets Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt, berichtet ntv.de.
  • 11/26/202110:30:00 PM
    Impfgegner Johann Biacsics stirbt an Corona - weil er sich nur mit Chlordioxid behandelte

  • 11/26/202110:15:00 PM
    Das weiß die Regierung über Omikron
    Während ein Land nach dem anderen den Reiseverkehr in und aus den südlichen Staaten Afrikas aussetzt, ist nun ein internes Papier der Bundesregierung zur Mutation aufgetaucht. Darin schätzt die Bundesregierung die Eigenschaften und Verbreitung von Omikron ein.
  • 11/26/202110:00:00 PM
    Moderna prüft Impfstoffe gegen Omikron-Variante
    Der Impfstoffhersteller Moderna testet drei vorhandene Covid-19-Booster-Kandidaten gegen die Omikron-Variante. Das Unternehmen kündigt zudem einen neuen variantenspezifischen Impfstoffkandidaten gegen diese Variante des Coronavirus an, die zuerst in Südafrika festgestellt wurde.
  • 11/26/20219:50:57 PM
    EU-Gesundheitsbehörde sorgt sich um Omikron-Folgen für Impfschutz
    Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sorgt sich um mögliche Auswirkungen der zunächst im südlichen Afrika aufgetretenen Corona-Variante Omikron auf den Impfschutz. B.1.1.529 sei die am stärksten abweichende Variante, die bislang während der Pandemie in umfassenden Zahlen entdeckt worden sei, teilte die in Stockholm ansässige Behörde in einer Einschätzung zur Bedrohungslage durch die neue Virus-Variante mit. Dies wecke ernsthafte Sorgen, dass sie die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

    Laut ECDC verfügt die Omikron genannte Variante B.1.1.529 verglichen mit dem Ursprungsvirus über eine große Anzahl Genmutationen. Es gebe zwar noch größere Unsicherheiten hinsichtlich der Übertragbarkeit, der Wirksamkeit der Impfstoffe und des Wiederansteckungsrisikos. Dennoch hält die Behörde die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Einschleppung und Verbreitung der Variante im Europäischen Wirtschaftsraum für hoch. Wegen dieser Unsicherheiten sei ein vorsorglicher Ansatz wichtig, schrieb das ECDC. Es werde dringend zur verstärkten Umsetzung von nicht-pharmazeutischen Interventionen (NPI) geraten. 
  • 11/26/20219:43:22 PM
    WTO verschiebt Ministertreffen wegen neuer Virusvariante
    Die Welthandelsorganisation (WTO) verschiebt wegen der Omikron-Variante ihr für die kommende Woche geplantes Ministertreffen. Die Schweiz, in der die WTO ihren Sitz hat, hat Einreisen aus Südafrika und Belgien, wo diese Virusvariante festgestellt wurde, beschränkt. Davon wäre auch die in Brüssel ansässige EU-Kommission betroffen.
  • 11/26/20218:19:36 PM
    Biden ruft zur Aufhebung von Impfstoff-Patenten auf
    Vor einem Treffen der Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation (WTO) ruft US-Präsident Joe Biden die Staaten dazu auf, Rechte zum Schutz geistigen Eigentums an Corona-Impfstoffen aufzuheben. Zur Begründung verweist Biden auf die in Südafrika entdeckte neue Variante des Corona-Virus. "Die heutige Nachricht unterstreicht, wie wichtig es ist, das anzugehen."
  • 11/26/20218:00:00 PM
    DFL-Chef Seifert: 86 Fußballprofis sind noch ungeimpft
    Von den mehr als 1000 deutschen Vertragsspielern in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sind nach Angaben von DFL-Chef Christian Seifert 86 noch nicht geimpft. Diese Zahl nannte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga im Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag) und sagte: "Das ist der Stand von Mitte November." Der zum Jahresende bei der Liga ausscheidende Seifert appellierte: "Auch für Profifußballer gilt, was aus meiner Sicht für alle Bürger gilt. Lasst euch gefälligst impfen!"

    Der DFL-Chef kritisiert zudem Forderungen nach einer Impfpflicht für Fußballer. "Angesichts von teilweise mehr als 70.000 täglichen Neuinfektionen frage ich mich jetzt schon, ob es im Land nicht drängendere Probleme gibt als 86 ungeimpfte Fußballer", sagte Seifert.
  • 11/26/20217:45:00 PM
    Karnevalsverband "bestürzt" über Düsseldorfer Zug-Verschiebung
    Der Bund Deutscher Karneval (BDK) hat die angekündigte Verschiebung des Rosenmontagszugs in Düsseldorf auf den 8. Mai 2022 heftig kritisiert. Man sei "bestürzt und beschämt" über die Entscheidung vom Comitee Düsseldorfer Carneval (CC), teilte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess in Bexbach im Saarland mit. Die Düsseldorfer Entscheidung stelle "einen eklatanten Verstoß" gegen die Satzung des BDK dar, nach der vor dem 11.11. eines Jahres und nach Aschermittwoch des Folgejahres keine karnevalistischen Veranstaltungen stattfinden sollen.

    BDK-Vizepräsident Peter Krawietz machte zudem deutlich, dass die Wahl des 8. Mai unabhängig von allen anderen Überlegungen "denkbar unglücklich" ist. Dieses Datum bedeutete 1945 mit der Kapitulation Nazi-Deutschlands das Ende des Zweiten Weltkriegs. "Der 8. Mai kann für karnevalistische Ersatzhandlungen unpassender nicht sein."
  • 11/26/20217:43:46 PM
    Bundesregierung stuft acht Länder als Virusvariantengebiete ein
    Wegen der Verbreitung einer neuen Coronavirus-Variante im südlichen Afrika beschränkt die Bundesregierung die Einreise aus insgesamt acht Ländern der Region drastisch. Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho werden ab Sonntag um 0.00 Uhr als Virusvariantengebiete eingestuft, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.
  • 11/26/20217:33:12 PM
    Wegen Corona-Warnung: Golfprofis brechen Turnier in Südafrika ab
    Wegen der aktuellen Corona-Warnungen haben sich mehrere britische und irische Golfprofis vor der zweiten Turnier-Runde von der Joburg Open in Johannesburg zurückgezogen. Die britische Regierung hatte am Freitag aus Südafrika ankommende Flüge untersagt, um die Ausbreitung der als besonders gefährlich eingeschätzten neuen Virus-Variante einzudämmen. Den Rückzug mehrerer Profis vom ersten Turnier der DP World Tour (ehemals European Tour) bestätigte Tour-Sprecher Steve Todd.
  • 11/26/20217:31:12 PM
    Paris kehrt zur Maskenpflicht im Freien zurück
    Die französische Hauptstadt für die Maskenpflicht im Freien wieder ein. Bei Zusammenkünften in der Öffentlichkeit, auf Festivals, Großereignissen und Märkten sowie beim Schlangestehen müssen Masken getragen werden, wie die Polizei mitteilt.
  • 11/26/20217:18:34 PM
    Passagiere aus Südafrika müssen 14 Tage in Quarantäne
    Die Passagiere einer aus dem südafrikanischen Kapstadt am Freitagabend in München eintreffenden Lufthansa-Maschine müssen aus Furcht vor dem Einschleppen einer neuen Coronavirus-Variante alle in eine 14-tägige Quarantäne. Zusätzlich müssten sie sich unmittelbar nach der für 19:45 Uhr geplanten Landung einem PCR-Test unterziehen. Die Quarantäne werde unabhängig vom Ausgang des Tests und des Impfstatus der Passagiere wirksam, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Freitagmorgen gesagt, Deutschland werde Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete in der Nacht zum Samstag in Kraft. Die Einstufung war aber bis zum Freitagabend noch nicht wirksam, weil sie noch nicht vom Robert Koch-Institut veröffentlicht wurde.
  • 11/26/20216:33:19 PM
    Niederlande verhängt abendlichen Lockdown
    Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verhängen die Niederlande ab Sonntag für zunächst drei Wochen einen abendlichen Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen täglich bereits um 17 Uhr schließen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte ordnete diesen nächtlichen Lockdown zwischen 17:00 und 5:00 Uhr auf einer Pressekonferenz in Den Haag an. Supermärkte seien von der Regelung ausgeschlossen. 

    Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müssen Schüler ab zehn Jahre eine Mundmaske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen. Die 1,5-Meter-Distanz-Regel wird ausgeweitet auf Kinos, Theater und Gaststätten. Das heißt, dass sie weniger Besucher empfangen können. Dort wird auch wieder die Maskenpflicht gelten. Es muss echt eine Wende geben, sagte Rutte.
  • 11/26/20216:26:17 PM
    Luftwaffe mit Corona-Patienten aus Bayern in NRW gelandet
    Sechs Corona-Intensivpatienten aus Bayern sind am frühen Freitagabend mit einer Maschine der Luftwaffe am Flughafen Münster/Osnbrück gelandet. Der Airbus A310 MedEvac setzte gegen 17:30 Uhr in Greven auf, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Schwerkranken wurden auf dem Luftweg aus Memmingen in Bayern nach Nordrhein-Westfalen gebracht und dort weiter auf verschiedene Kliniken verteilt.

    Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Es handelt sich um den Airbus A310 MedEvac, eine "fliegende Intensivstation" mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden.
  • 11/26/20216:17:05 PM
    WHO stuft neue Corona-Variante als "besorgniserregend" ein
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als "besorgniserregend" eingestuft. Das teilte die UN-Behörde am Freitag nach Beratungen mit Experten mit.
  • 11/26/20216:13:17 PM
    Angst vor neuer Coronavariante: EU setzt Flüge aus acht afrikanischen Staaten aus
    Die EU ergreift drastische Maßnahmen gegen die Verbreitung der neuen Corona-Virusvariante aus Südafrika. Um die Ausbreitung der Mutation in Europa zu verhindern, haben sich die 27 EU-Mitgliedsstaaten darauf geeinigt, den Reiseverkehr aus sieben Staaten im Süden Afrikas vorläufig auszusetzen. Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll das neben Südafrika auch für Botswana, Eswatini, Lesotho, Mosambik, Namibia, Malawi und Simbabwe gelten.

    Immer mehr Länder ziehen mit der Entscheidung zum Einreisestopp aus afrikanischen Ländern nach. So setzen auch Kanada, Saudi Arabien, Marokko, die Türkei, Schweiz und USA Flüge aus und in ausgewählte afrikanische Staaten aus.
  • 11/26/20216:00:00 PM
    Virologe Kekulé kritisiert Impfstoff-Hersteller: Warum gibt es noch keinen Impfstoff gegen Corona-Varianten?
    Während die Welt derzeit aufgeschreckt nach Südafrika blickt, weil von dort über das Auftreten der neuen Coronavirus-Variante B.1.1.529 mit 32 Mutationen berichtet wird, verimpft die ganze Welt - also auch Deutschland – weiterhin Impfstoffe gegen die ursprüngliche Wuhan-Variante des Virus. Laut Virologe Alexander Kekulé gäbe es aber schon eine Lösung gegen das Dilemma: Wirksame Delta-Vakzine stehen zum Beispiel schon in den Regalen der Hersteller, werden aber noch nicht auf den Markt gebracht. Und wie steht es um einen Super-Impfstoff, der gegen neue Varianten wirkt?
  • 11/26/20215:30:00 PM
    Putin reist nach Indien - trotz Corona-Lage
    Russlands Staatschef Wladimir Putin reist am 6. Dezember nach Indien zu Gesprächen mit Premierminister Narendra Modi. Das teilte der Kreml nun in Moskau mit. Es ist Putins erste Auslandsreise seit langer Zeit. Wegen der Corona-Pandemie war er zuletzt nicht zum G20-Gipfel und zur Weltklimakonferenz gereist.

    Indien ist für Russland ein wichtiger Rüstungskunde und produziert zudem den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Putin hatte sich zuletzt eine Auffrischungsimpfung geben lassen und führt seine Amtsgeschäfte aktuell in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi, wo er mehrere Staatsgäste aus dem Ausland empfing.
  • 11/26/20215:00:00 PM
    Südafrikas Gesundheitsminister: Reaktion in Europa auf Variante ungerechtfertigt
    Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla kritisiert die Reaktion mehrerer europäischer Staaten auf das Auftreten einer neuen Coronavirus-Variante in seinem Land als ungerechtfertigt. Dass einige Länder Reiseverbote verhängten, laufe vollkommen zuwider der Normen und Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO. Südafrika verhalte sich transparent. Gleichzeitig räumt Phaala ein, dass die Variante vorläufigen Studienerkenntnissen zufolge womöglich leichter übertragbar sei.
  • 11/26/20214:48:02 PM
    Russland verhängt Afrika-Reiseeinschränkungen
    Russland führt ab Sonntag neue Reiseeinschränkungen für Ausländer aus einigen afrikanischen Ländern sowie aus Hongkong ein. Die Corona-Taskforce des Landes begründet dies mit dem Auftreten der neuen Virusvariante B.1.1.529, die in Südafrika entdeckt worden war. Die Taskforce ergänzt, dass die neue Variante in Russland noch nicht nachgewiesen worden sei.
  • 11/26/20214:40:25 PM
    Indischer Impfstoffproduzent liefert wieder für Covax-Initiative
    Nach acht Monaten Unterbrechung hat der indische Impfstoffproduzent "Serum Institute of India" (SII)die Exporte von Corona-Impfstoff im Rahmen der Covax-Initiative für ärmere Länder wieder aufgenommen. Die ersten Chargen von Covishield - dem in Indien unter Lizenz hergestellten Impfstoff von Astrazeneca und der Oxford University - verließen am Freitag die SII-Produktionsstätte in Pune, wie das Unternehmen mitteilte. Die Dosenlieferungen an Covax dürften im ersten Quartal 2022 erheblich zunehmen, hieß es zudem.

    Die indische Regierung hatte im März alle Exporte des Impfstoffs angesichts des Inlandsbedarfs ausgesetzt. Damals war der Subkontinent von einer heftigen zweiten Corona-Welle getroffen worden. Das Exportverbot wurde im September angesichts sinkender Fallzahlen und zunehmender Impfquote zurückgenommen. Doch für die Wiederaufnahme der Exporte wollte SII zunächst eine Milliarde Dosen herstellen, was nun vorzeitig gelungen sei.
  • 11/26/20214:33:28 PM
    Corona-Schock bei RB Leipzig: Vier Spieler hat's erwischt
    Nach Trainer Jesse Marsch und Torhüter Peter Gulacsi sind sechs weitere Personen aus der Mannschaft und dem näheren Umfeld positiv auf COVID-19 getestet worden. Dies teilte der Klub am Freitagnachmittag mit. Von den Spielern sind Willi Orban, Yussuf Poulsen, Hugo Novoa und Mohamed Simakan betroffen.
  • 11/26/20213:23:09 PM
    Drosten zur neuen Virusvariante: "Keine Hinweise zu veränderter Krankheitsschwere"
    Bei der Einschätzung der in Südafrika neu entdeckten Virusvariante gibt es dem Berliner Virologen Christian Drosten zufolge noch viele offene Fragen. So sei unklar, ob die Variante tatsächlich ansteckender ist oder ob ein anderer Faktor Grund für die momentan beobachtete Ausbreitung ist. "Für eine veränderte Krankheitsschwere gibt es derzeit keine Hinweise", teilte Drosten am Freitag der Nachrichtenagentur dpa mit.

    Die Genom-Veränderungen bei dem Erreger wiesen darauf hin, dass die Virusvariante sich der Immunabwehr entziehen könnte. "Veränderungen im Genom sind aber allein nicht ausreichend, um von einer besorgniserregenden Situation zu sprechen", erklärte der Virologe von der Berliner Charité. Zusätzlich müsse klar sein, dass das Virus sich schneller verbreite oder andere veränderte Eigenschaften habe, beispielsweise einen schwereren Krankheitsverlauf. Die Bewertung der Variante sei noch nicht abgeschlossen.

    In Südafrika habe es im dortigen Winter eine große Welle der Delta-Variante gegeben, so Drosten weiter. Es sei wahrscheinlich, dass das Ende der Verbreitungswelle durch Bevölkerungsimmunität verursacht wurde. "Da das Infektionsgeschehen zuletzt stark reduziert war, ist es denkbar, dass neu auftretende Ausbrüche vor einem sehr kleinen Hintergrund an anderen Viren übergroß erscheinen, und dies in anderen Ländern, in denen eine höhere momentane Infektionstätigkeit herrscht, kaum auffallen würde", so Drosten. Diese Unsicherheit werde sich in wenigen Tagen aufklären.
  • 11/26/20213:11:54 PM
    Von der Leyen: Mit Reisestopp schnell gegen Corona-Variante handeln
    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die EU-Staaten angesichts der neuen Coronavirus-Variante zu raschem Handeln aufgerufen. "Es ist jetzt sehr wichtig, dass wir in Europa schnell, entschlossen und einig handeln", sagte die deutsche Politikerin am Freitag in Brüssel. Deshalb habe ihre Behörde den Mitgliedstaaten am Freitag vorgeschlagen, die Notbremse für Reisen aus den Ländern im südlichen Afrika zu aktivieren.
    "Sämtliche Flugreisen in und aus diesen Ländern sollten unterbleiben, bis wir ein klares Verständnis darüber haben, wie gravierend die Mutationen dieser neuen Variante sind." Deutschland und andere Staaten haben bereits angekündigt, den Flugverkehr aus Südafrika deutlich einzuschränken oder einzustellen. Von der Leyen betonte, dass Reisende, die aus der Region zurückkehren, strenge Quarantänemaßnahmen einhalten müssten.
    "Wir nehmen die Nachrichten über die neue, mehrfach mutierte Covid-Variante sehr ernst", sagte von der Leyen. Sie appellierte auch an die Bürgerinnen und Bürger in der EU: "Bitte lassen Sie sich so schnell wie irgend möglich impfen, falls Sie dies nicht schon getan haben." Auffrischimpfungen böten einen noch besseren Schutz. Auch das Befolgen von Hygieneregeln, Reisebeschränkungen oder Maßnahmen an den Grenzen helfe dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Das ist wichtig, denn so gewinnen wir wertvolle Zeit. Wertvolle Zeit für weitere Impfungen und Auffrischimpfungen:" 
  • 11/26/20212:45:00 PM
    Ministerium: Zahl der Corona-Erstimpfungen deutlich gestiegen
    Die Zahl der Corona-Erstimpfungen ist in Niedersachsen deutlich gestiegen. Derzeit seien es 9000 bis 10.000 Erstimpfungen pro Tag, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Hannover. Dieser Wert sei fast fünfmal so hoch wie die Zahlen, die in den vergangenen Wochen pro Tag erreicht wurden.

    Seit vergangener Woche Donnerstag hätten etwa 300.000 Menschen in Niedersachsen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Diese Impfung bekamen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang 9,4 Prozent aller Menschen in dem Bundesland - darunter 20,6 Prozent der Menschen, die älter als 60 Jahre sind.
  • 11/26/20212:31:00 PM
    Biontech untersucht Corona-Variante - Ergebnisse binnen zwei Wochen
    Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech schaut sich die im südlichen Afrika festgestellte neue Variante des Coronavirus in Tests an und rechnet spätestens in zwei Wochen mit Erkenntnissen. "Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet", teilte das Unternehmen in Mainz am Freitag auf Anfrage mit. Die Variante unterscheide sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe. Die Daten aus nun laufenden Labortests würden Aufschluss geben, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite.

    Biontech teilte weiter mit, gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern. Dafür seien klinische Studien mit "variantenspezifischen Impfstoffen" gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden. Als Escape-Variante bezeichnet man eine Virusvariante, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe entzieht.
  • 11/26/20212:05:00 PM
    Luftwaffe startet Corona-Hilfsflüge
    Die Luftwaffe der Bundeswehr beteiligt sich erstmals an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie. Ein Airbus A310 MedEvac startete nach Bundeswehr-Angaben am Freitag kurz nach 13.00 Uhr Richtung Memmingen in Bayern. Von dort soll er Schwerkranke zum Flughafen Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen bringen. Die Ankunft der Maschine war für den frühen Abend geplant.

    Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine "fliegende Intensivstation" mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden. In Wunstorf (Niedersachsen) ist zudem noch ein A400M MedEvac stationiert.
  • 11/26/20211:55:00 PM
    UN-Tourismus-Organisation: Rasch über Reisebeschränkungen entscheiden
    Die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) dringt auf rasche und einheitliche Entscheidungen über Reisebeschränkungen wegen der neuen Virus-Variante. "Meine Empfehlung ist, Entscheidungen heute und nicht nach einer Woche zu treffen", sagt der Generalsekretär der UN-Organisation, Surab Pololikaschwili. Wenn die Variante sich weiter so ausbreite, wie es zu erwarten sei, werde es spät sein für Beschränkungen. Die Staaten müssten bei der Ausarbeitung von Reisebestimmungen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgen.
  • 11/26/20211:36:58 PM
    AfD-Parteitag wird wegen Corona-Lage auf 2022 verschoben 
    Die AfD verschiebt wegen der zugespitzten Corona-Lage ihren für den 11. und 12. Dezember in Wiesbaden geplanten Bundesparteitag. Das teilten die Parteichefs Jörg Meuthen und Tino Chrupalla am Freitag in Berlin mit. Der Beschluss im Bundesvorstand sei einstimmig gefallen nach Beratungen mit den Vorständen der Landesverbände. 

    "Aus Fürsorgepflicht und Verantwortung den Mitgliedern, Delegierten vor allem aber auch den Mitarbeitern der AfD sowie allen Dienstleistern gegenüber" sei ein Präsenzparteitag nicht durchführbar, erklärten die Parteichefs. Das Treffen soll nun 2022 stattfinden. Wie aus dem Bundesvorstand verlautete, soll ein konkretes Datum vielleicht kommende Woche gefunden werden.
  • 11/26/20211:08:00 PM
    EU-Gesundheitsbehörde kündigt Einschätzung zu neuer Virusvariante an
    Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC will noch am Freitag eine Einschätzung zur neu aufgetretenen Corona-Variante B.1.1.529 abgeben. Man beobachte die sich entwickelnde Situation genau und werde im Laufe des Tages ein sogenanntes Threat Assessment Brief zu der Variante herausgeben, schrieb die in Stockholm ansässige Behörde auf Twitter. Diese kurze Bewertung, die in ihrem Format demjenigen der umfassenderen Corona-Risikoeinschätzungen der Organisation ähnele, werde voraussichtlich im Laufe des Nachmittags veröffentlicht, sagte eine ECDC-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
    Die Variante B.1.1.529 des Coronavirus Sars-CoV-2 ist im südlichen Afrika aufgetreten, sie löste umgehend international Besorgnis aus. Ob sie ansteckender oder aggressiver als bisherige Varianten ist, wird sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO erst in einigen Wochen herausstellen.
  • 11/26/202112:33:12 PM
    Belgien meldet ersten Fall mit neuer Coronavirus-Variante
    Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an . Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke.
    Auch Israel seien vier Fälle der neuen Variante aufgetaucht. Wie der israelische Journalist Arieh Kovler auf Twitter schreibt, soll unter den Infizierten eine dreifach geimpfte Frau (32) sein. Sie soll sich in Südafrika infiziert haben. 
  • 11/26/202111:53:45 AM
    Erste Bundesländer gegen vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz

    Die Regierung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in Schleswig-Holstein sieht trotz neuer Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen keine Notwendigkeit für ein Vorziehen der für den 9. Dezember geplanten Ministerpräsidentenkonferenz. Schleswig-Holstein beobachte die Lage sehr aufmerksam, sagte ein Sprecher am Freitag. Bund und Länder hätten sich erst in der vergangenen Woche auf Maßnahmen im Kampf gegen Corona verständigt. "Das Infektionsschutzgesetz gibt uns ausreichend Instrumente, um diese Maßnahmen umzusetzen." Auch der rot-grüne Senat in Hamburg sieht keine Notwendigkeit für ein Vorziehen der MPK. Jetzt sei es Zeit zum Handeln, insbesondere in den Ländern mit sehr hoher Inzidenz, hieß es am Freitag in Senatskreisen. Die notwendigen und erforderlichen Mittel dafür lägen vor.
    Unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine raschere Ministerpräsidentenkonferenz, um mit schärferen Maßnahmen auf die Entwicklung zu reagieren.
  • 11/26/202111:37:00 AM
    Auffällige Coronavirus-Proben in Belgien - Untersuchungen laufen
    In Belgien werden zwei auffällige Coronavirus-Proben untersucht. Dabei soll festgestellt werden, ob es sich um die neue Variante handele, die zuerst in Südafrika entdeckt worden sei, twittert der bekannte Virologe Marc Van Ranst. Die Proben seien auffällig, weil es sich bei ihnen nicht um die Delta-Variante des Virus handele, sagt er Reuters. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollten noch am Freitagnachmittag vorliegen.
  • 11/26/202110:14:11 AM
    Spahn: "Die Lage ist so dramatisch ernst, wie noch nie"
    "Die Lage ist dramatisch ernst, so wie zu keinem anderen Zeitpunkt in der Pandemie", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler zur aktuellen Corona-Lage am Freitagmorgen. Spahns eindringlichen Aussagen und Forderungen finden Sie hier:

  • 11/26/202110:08:51 AM
    RKI-Chef erneuert Impf-Appell: "Wie viele Menschen müssen denn noch sterben?" 
    RKI-Präsident Lothar Wieler appelliert noch einmal eindringlich, jetzt wirklich alles zu tun, um die vierte Welle zu brechen. Das heißt vor allem: Impfen und Kontakte reduzieren. Seine Worte im Video: 
  • 11/26/20219:25:00 AM
    Corona-Hilfsflüge aus Bayern kommen - NRW will planbare OPs verschieben
    Die NRW-Landesregierung will zur Aufnahme von Corona-Patienten aus anderen Bundesländern planbare Operationen in den NRW-Krankenhäusern verschieben lassen. Eine entsprechende Verordnung wollte das Kabinett am Freitagmorgen in einer Sondersitzung verabschieden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll ein Spezialflugzeug der Luftwaffe am Freitag um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine wurde für den frühen Abend geplant.

    "Die Situation in Deutschland ist ernst. Für uns als Nordrhein-Westfalen ist es selbstverständlich, dass wir auch gegenüber anderen Bundesländern Solidarität zeigen werden", sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Vormittag.
  • 11/26/20219:02:15 AM
    Spahn und Wieler zur Corona-Pandemie - im Livestream
    Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn und der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, halten eine Pressekonferenz zur Corona-Lage - hier im Livestream:
  • 11/26/20218:51:07 AM
    Söder: Brauchen Impfpflicht ab Januar - und bundesweite Notbremse
    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Forderung nach einer Impfpflicht erneuert - er fordert diese ab Januar 2022: "Nur diese allgemeine Impfpflicht befreit uns aus der Dauer-Endlosschleife Corona." In seinem Statement betonte er außerdem, es benötige eine bundesweite Notbremse, um die vierte Corona-Welle zu stoppen.
  • 11/26/20218:45:00 AM
    Thüringens AfD-Boss Höcke hat wohl Corona
    Thüringens AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke hat sich offenbar mit Corona infiziert. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde der 49-Jährige positiv auf Covid-19 getestet. Der MDR will dies aus Landtags- und Sicherheitskreisen erfahren haben. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) meldet, dass ein Schnelltest des AfD-Politikers positiv ausfiel. 

    Die nächste schlechte Nachricht für Höcke, nachdem seine Immunität durch einen Ausschuss im Landtag aufgehoben wurde und damit der Weg frei gemacht wurde für Ermittlungen gegen ihn. Der 49-Jährige soll bei einer Wahlkampfrede in Sachsen-Anhalt im Mai einen Nazi-Spruch genutzt haben, die Staatsanwaltschaft in Halle will diesem Vorwurf nun nachgehen: 

  • 11/26/20218:09:51 AM
    Deutschland erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet: Flugverkehr eingeschränkt
    Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit:
  • 11/26/20217:30:07 AM
    Erschreckende Höchstinzidenz: Landkreis Erzgebirge knackt als erster die 2.000er-Marke
    Der erste deutsche Landkreis hat eine Inzidenz von über 2.000: Wie das RKI am Freitagmorgen angab, hat der Landkreis Erzgebirge aktuell eine Inzidenz von 2.006,2. Die 7-Tage-Fallzahl liegt dort bei 6.659. Damit ist das Erzgebirge mit weitem Abstand Spitzenreiter im deutschen Inzidenzvergleich. Auf Rang zwei liegt der Landkreis Bautzen mit 1.683,8 gefolgt vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1.631,6. 

    Das Erzgebirge gehört zu Sachsen. Dort sind die Zahlen seit einiger Zeit dramatisch. Ministerpräsident Michael Kretschmer hielt deshalb schon am Donnerstag einen Lockdown vor Weihnachten für "möglich". Entscheidend sei dafür die Entwicklung in der kommenden Woche.

    Wie hoch ist die Inzidenz in Ihrem Landkreis? Hier geht es zur interaktiven Karte:

  • 11/26/20216:54:12 AM
    Super-Variante in Südafrika entdeckt: Erste Länder schotten sich davor ab
    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist besorgt, denn in Südafrika haben Forscher eine neue Coronavirus-Variante entdeckt.: "Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein", twittert Lauterbach und fordert Reisebeschränkungen für die von der Mutation bereits betroffenen afrikanischen Länder. Andere Staaten machen es bereits vor:
  • 11/26/20216:28:53 AM
    "Entsetzliche Entscheidung": Kliniken müssen sich auf Triage vorbereiten
    Patienten müssen verlegt werden, die Infektionszahlen brechen laufend Rekorde, in den Schulen verschärft sich die Situation. Sogar die Bundeswehr will jetzt helfen. Dennoch: Die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich angesichts der stark steigenden Zahl von Corona-Infizierten dramatisch zu. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, schlägt deshalb Alarm. Es gibt aktuell nur noch eine Möglichkeit: "Wir alle bereiten uns auf eine Triage vor."


  • 11/26/20215:55:00 AM
    Doppelt so viele Corona-Intensivpatienten wie vor vier Wochen
    Die Zahl der Covid-19-Patienten in hessischen Kliniken hat sich in den letzten vier Wochen mehr als verdoppelt. Das gelte sowohl für das Versorgungsgebiet Frankfurt/Offenbach als auch für das ganze Land, sagte Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor der Frankfurter Uniklinik und Leiter des Planungsstabs zur landesweiten Verteilung von Covid-Patienten, der Deutschen Presse-Agentur.
    Die Auslastung sowohl auf den Normalstationen als auch auf den Intensivstationen sei "sehr hoch". "Wenn die Covid-19-Fallzahlen weiter steigen, führt das zu einer sehr starken Belastung der Kliniken und die Kapazitäten für andere medizinische Leistungen müssen reduziert werden", sagte Graf.
    Laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) waren am Donnerstagmittag 1661 von 1817 zur Verfügung stehenden Intensivbetten in Hessen belegt. Knapp 14 Prozent der Intensivpatienten waren Covid-19-Fälle. Von den 251 Covid-19-Fällen wurden 117 invasiv beatmet.
  • 11/26/20215:15:48 AM
    Neuer Höchststand: RKI meldet 76.414 neue Corona-Fälle
    Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat wieder einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 76.414 Fälle in 24 Stunden. Vor genau einer Woche waren es 52.970 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 438,2 an - ebenfalls ein Höchstwert. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.32 Uhr wiedergeben.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 357 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.650.170 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,79 an (Mittwoch: 5,74). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.
  • 11/25/20219:30:54 PM
    Tschechien ruft Notstand aus
    Tschechien ruft nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wegen stark steigender Corona-Zahlen für 30 Tage den Notstand aus. Damit kann die Regierung Einschränkungen des öffentlichen Lebens anordnen. Welche Maßnahmen eingeführt werden, bleibt zunächst offen. Es ist aber bekannt, dass die Regierung ein Verbot großer öffentlicher Veranstaltungen und eine Beschränkung der Öffnungszeiten von Restaurants und Bars erwägt.
  • 11/25/20219:06:06 PM
    Frankreich kündigt verstärkte Corona-Grenzkontrollen an
    "Wir werden sie mit mehreren Maßnahmen verstärken", sagte Gesundheitsminister Olivier Veran dem Sender TF1. Details dazu würden in den nächsten 24 bis 48 Stunden festgelegt. Die Regierung hatte zuvor verschärfte Maßnahmen auf den Weg gebracht, um einer fünften Infektionswelle entgegenzuwirken.
  • 11/25/20218:35:00 PM
    Kretschmer will "Bergamo in Sachsen nicht zulassen"
    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will die vierte Corona-Welle mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unter Kontrolle bringen. "Wenn wir nächste Woche um diese Zeit feststellen, wir haben immer noch ein solches Infektionsgeschehen, dann werden wir gemeinsam darüber sprechen, was noch mehr notwendig ist - weil wir Bergamo in Sachsen nicht zulassen wollen", sagte er am Donnerstagabend in einer Online-Diskussion. 

    Kretschmer spielte damit auf die dramatischen Situation in der norditalienischen Stadt Bergamo im Frühjahr 2020 an. Bilder von Militärlastwagen, die massenhaft Särge abtransportierten, lösten damals weltweit Bestürzung aus. Sachsen hatte später als erstes Bundesland auch Patienten aus Bergamo in seinen Krankenhäusern aufgenommen.
    "Niemand würde in Deutschland Bilder wie in Bergamo ertragen, auch nicht diejenigen, die jetzt noch der Meinung sind, das ist alles gar nicht so schlimm", sagte Kretschmer. Man könne die Pandemie nicht einfach laufen lassen. Das, was Sachsen gerade mache, sei notwendig - "und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr", verteidigte er die aktuellen Einschnitte in dem Bundesland.
  • 11/25/20218:19:00 PM
    Aggressive Stimmung bei Corona-Protest in Hildburghausen
    In Hildburghausen hat die Polizei am Donnerstagabend erneut einen unangemeldeten Corona-Protest aufgelöst. Auf dem Marktplatz hatten sich nach Polizeiangaben bis zu 70 Menschen versammelt. In Thüringen sind derzeit nur Kundgebungen mit bis zu 35 Teilnehmern erlaubt.

    Es wurden keine Masken getragen und keine Mindestabstände eingehalten, sagte Polizei-Einsatzleiter Frank Haspel der Deutschen Presse-Agentur. "Es wurde praktisch gegen alle rechtlichen Regeln verstoßen." Als sich die Demonstranten zu einem Aufzug durch die Innenstadt formierten, löste die Polizei die Kundgebung nach 20 Minuten auf. Dabei sei es zu Rangeleien zwischen Teilnehmern und Polizisten gekommen. Mehrere Strafanzeigen sowie Personalien wurden aufgenommen. Hampel sprach von einem "unfriedlichen Verlauf".

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