Die Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER - RKI meldet 346 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 8,6

21. Juni 2021 - 6:24 Uhr

  • 6/21/20214:40:32 AM
    RKI meldet 356 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 8,6
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 346 neue Positiv-Tests. Das sind 203 weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,6 von 8,8 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Zehn weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.395 Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus. Die Montagswerte sind meist weniger aussagekräftig als die an anderen Wochentagen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln und weniger getestet wird. 
  • 6/20/20217:10:00 PM
    Katar will nur gegen Corona Geimpfte zur Fußball-WM 2022 zulassen
    Katar will nur gegen das Coronavirus geimpfte Zuschauer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zulassen. "Bis zur WM werden die meisten Länder der Welt ihre Bürger geimpft haben", wurde Premierminister Scheich Khalid bin Khalifa bin Abdulaziz Al Thani von staatlichen Medien am Sonntag zitiert. "Aufgrund der Möglichkeit, dass einige Länder nicht in der Lage sein werden, all ihre Bürger zu impfen, wird Katar den Fans, die keinen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus haben, den Zutritt zu den Stadien verweigern."
  • 6/20/20215:18:00 PM
    Kultusminister-Chefin: Nicht zu früh auf Maßnahmen festlegen

    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. "Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig in Frage gestellt werden", sagte sie dem "Tagesspiegel".

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Samstag gesagt, dass Corona-Maßnahmen in den Schulen noch längere Zeit aufrechterhalten werden müssten.

  • 6/20/20212:55:00 PM
    Im Partyboot für Clubs - Berliner demonstrieren fürs Feiern

    Bässe für Bewegungsfreiheit: Mit lauter Musik auf Booten haben Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene am Sonntag für mehr Freiheit beim Feiern demonstriert. Sie fuhren am Sonntag über den Landwehrkanal durch Ausgehviertel der Hauptstadt in Kreuzberg, Treptow und Neukölln. "Vermeidet Kulturalschaden" und "Kultur, Du Opfer", stand auf Transparenten.

    Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind in Berlin zum Schutz vor Corona-Infektionen nicht erlaubt. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs aber wieder draußen getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.
  • 6/20/20212:16:52 PM
    Einreisebeschränkungen könnten auch ohne Pandemie-Notlage gelten
    Bundesweite Einreisebeschränkungen etwa für Gebiete mit Corona-Mutationen sollen nach dem Willen der Regierungsfraktionen auch nach einem möglichen Ende der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" vom Bund verfügt werden können. Über eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll der Bundestag noch in der kommenden Woche abstimmen, wie SPD- und Unionsfraktion am Sonntag bestätigten. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" berichtet.

    Man komme in Deutschland gut bei der Pandemie-Bekämpfung voran, sagte der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak (CDU), der dpa. In anderen Teilen der Welt herrsche jedoch eine hohe Infektionsgefahr mit gefährlichen Mutationen. "Unsere Erfolge bei der Pandemiebekämpfung dürfen nicht durch aus diesen Gebieten zurückkehrende Menschen zunichte gemacht werden." Die "epidemische Lage" wurde zuletzt vom Bundestag bis maximal September verlängert. Liefe sie aus, fehlte die rechtliche Grundlage für Einreisebeschränkungen.
  • 6/20/202112:45:00 PM
    Delta-Variante macht in Lissabon mehr als 60 Prozent aller Fälle aus
    In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten die Zeitung "Público" und andere Medien am Sonntag unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

    Die Absperrung Lissabons für rund zweieinhalb Tage war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante angeordnet worden. Seit Freitagnachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die "Area Metropolitana" nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen. Ob die Absperrung an den nächsten Wochenenden wiederholt wird, soll kurzfristig entschieden werden.
  • 6/20/202110:24:00 AM
    Gesundheitsministerium plant spezielle FFP2-Masken für Kinder
    Das Bundesgesundheitsministerium plant die Einführung von speziellen FFP2-Masken für Kinder. "Eine Erkenntnis aus der Pandemie ist, dass wir Standards für Infektionsschutzmasken speziell für Kinder entwickeln müssen", sagte ein Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daran würden das Ministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit arbeiten. Die Normung von Kindermasken sei auch Bestandteil des geplanten Fachaustauschs zwischen Gesundheitsministerium und Arbeitsministerium.
  • 6/20/20219:22:57 AM
    Schweiz will nächste Woche Impfung von Jugendlichen ermöglichen
    Die Schweiz will in der kommenden Woche eine Corona-Schutzimpfung für Zwölf- bis 15-Jährige erlauben. Junge Menschen, die sich impfen lassen wollten, sollten die Möglichkeit dazu bekommen, sagte Impfkommissionschef Christoph Berger der "Neue Zürcher Zeitung". Die Regierung werde voraussichtlich nächste Woche grünes Licht geben. Für Jugendliche mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikogruppen sei eine Impfung sinnvoll. Anders als bei älteren Bevölkerungsgruppen werde hier aber keine bestimmte Impfquote angestrebt. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hatte Anfang Juni den Impfstoff der Mainzer Firma Biontech auch für Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren zugelassen. Ein Antrag des US-Biotechkonzerns Moderna auf Zulassung seines Impfstoffs für Zwölf- bis 17-Jährige wird noch geprüft.
  • 6/20/20219:07:00 AM
    Südkorea lockert Kontaktbeschränkungen
    Angesichts der Forschritte bei den Corona-Impfungen will Südkorea die Kontaktbeschränkungen lockern. Ab dem 1. Juli sollen im Großraum Seoul wieder private Treffen von bis zu sechs Personen möglich sein, ab dem 15. Juli von bis zu acht Personen, wie die Regierung mitteilte. Restaurants, Nachtlokale und Cafés dürften zudem zwei Stunden länger bis Mitternacht geöffnet bleiben. Außerhalb der Hauptstadt soll es keine zahlenmäßige Beschränkungen für private Treffen geben. Südkorea hat gut 29 Prozent seiner Bevölkerung geimpft und sieht sich damit auf Kurs, das Ziel von 70 Prozent bis September zu erreichen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stabilisierte sich in den vergangenen Wochen zwischen 400 und 700.
  • 6/20/20218:14:58 AM
    Hunderte Menschen feiern in Augsburger Innenstadt – Polizei räumt
    Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag in der Innenstadt von Augsburg eine Ansammlung von hunderten Feiernden aufgelöst. Mehrere Straßen wurden geräumt. Bei dem Einsatz, der sich über mehrere Stunden hinzog, seien zahlreiche Beamte verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch auf der Seite der Feiernden habe es Verletzte bei dem Einsatz gegeben.

    Den Angaben zufolge feierten rund 1.400 Menschen gegen Mitternacht in der Augsburger Innenstadt. Viel Alkohol habe zu aufgeheizten Gemütern und einer zunehmend aggressiveren Stimmung geführt. Es seien immer wieder Gegenstände auf Polizeibeamte geworfen worden. Nachdem sich die Lage nicht beruhigt habe und die Feiernden der dreimaligen Aufforderung nicht nachgekommen seien, die Plätze zu verlassen, habe sich die Einsatzleitung kurz vor zwei Uhr nachts zur Räumung mehrerer Straßen entschieden.  

    Während der Räumung seien über 200 Gegenstände auf die Einsatzkräfte geflogen, darunter auch viele Glasflaschen. Ein Rettungswagen wurde von einer Flasche getroffen. Die Frontscheibe des Fahrzeugs wurde dabei beschädigt. Mindestens ein Flaschenwerfer wurde vorläufig festgenommen.

  • 6/20/20215:39:49 AM
    Geringster Anstieg der Neuinfektionen in Indien seit fast drei Monaten
    Indien meldet mit 58.419 Neuinfektionen die niedrigste Tageszahl seit fast drei Monaten. Die Gesamtzahl der Infektionen in dem südasiatischen Land steigt damit binnen 24 Stunden auf 29,9 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert weltweit nach den USA. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge aber weitaus höher sein. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 1.576 auf 386.713 Menschen. Indien war im April und Mai ein Brennpunkt der Pandemie. Zeitweise wurden mehr als 400.000 Neuinfektionen am Tag gemeldet.
  • 6/20/20215:24:00 AM
    Polizei räumt Party von 4,000 Menschen im Hamburger Stadtpark
    Rund 4.000 Menschen haben in der Nacht zu Samstag im Hamburger Stadtpark gefeiert - dabei wurde gegen die Corona-Regeln verstoßen. Mehrfach versuchte die Polizei, große Gruppen von Menschen aufzulösen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Da dies jedoch nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gelände zu räumen. Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen auf die Polizisten.

    Zwei von ihnen wurden leicht verletzt und kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Sie wurden kurze Zeit später wieder entlassen. Es sei unklar, ob auch Besucher verletzt worden seien. "Ab 1:15 Uhr waren dann nur noch wenige Personen vor Ort, es wurde ruhiger" sagte der Polizeisprecher. Festnahmen habe es keine gegeben.

  • 6/20/20215:09:00 AM
    Olympiateilnehmer in Tokio positiv getestet
    Ein Olympiateilnehmer aus Uganda hat bei seiner Ankunft in Tokio einen positiven Corona-Test abgegeben. Er war einer von neun Athleten und Trainer aus Uganda, die bei ihrer Ankunft am Samstag am Flughafen Narita getestet wurden. Die positiv getestete Person ist nun in einer zu diesem Zweck geschaffen Einrichtung untergebracht. Der Rest des Teams reiste weiter nach Osaka, um dort an einem Trainingscamp teilzunehmen. Alle Mitglieder des Teams waren in Uganda mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft worden und hatten vor 72 Stunden vor ihrem Abflug negative Tests abgegeben.
  • 6/20/20214:52:00 AM
    842 Neuinfektionen, Inzidenz fällt auf 8,8
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 842 neue Positiv-Tests. Das sind 647 weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 1.489 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,8 von 9,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 16 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.385 Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.
  • 6/20/20214:41:00 AM
    Kubas Impfstoff Soprana zeigt 62-prozentige Wirksamkeit
    Der in Kuba entwickelte Impfstoffkandidat Soberana 2 hat mit nur zwei von drei vorgesehenen Dosen eine 62-prozentige Wirksamkeit gezeigt. Das teilte das staatliche biopharmazeutische Unternehmen BioCubaFarma unter Berufung auf vorläufige Daten aus Studien der späten Phase mit. "In ein paar Wochen sollten wir die Ergebnisse für die Wirksamkeit mit drei Dosen haben. Wir erwarten, dass diese größer sein wird", sagte Vicente Vérez, Direktor des staatlichen Finlay Vaccine Institute, das Soberana 2 entwickelt hat am Samstag. Kuba erlebt zur Zeit seinen schlimmsten Coronavirus-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Das Land bezieht keine Vakzine aus dem Ausland, sondern arbeitet an fünf verschiedenen eigenen Impfstoffen.
  • 6/20/20214:34:00 AM
    Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien
    In Brasilien überschreitet die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus 500.000. Dies meldete das Gesundheitsministerium des Landes. Experten warnen wegen der Verbreitung der Delta-Virusvariante vor einem weiteren steilen Anstieg auf 800.000 oder 900.000 Todesfälle. Nur elf Prozent der Bevölkerung Brasiliens sind bereits vollständig geimpft und die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro wehrt sich weiterhin gegen strengere Beschränkungsmaßnahmen. Dagegen hatten am Samstag Tausende Demonstranten protestiert.
  • 6/19/20218:03:51 PM
    Gesundheitsminister kritisiert Masken-Ignoranz bei DFB-Spiel

    Erneut haben Tausende Fans im Münchner Stadion die Maskenpflicht auf den Rängen ignoriert und sind dafür vom bayerischen Gesundheitsminister scharf kritisiert worden. "Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben", sagte CSU-Politiker Klaus Holetschek am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will." 

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist Ausrichter der vier EM-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt.
  • 6/19/20217:09:00 PM
    Biergärten voll - kaum Abstand beim Public Viewing

    Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt - doch nur wenige hielten sich im Freudentaumel an die Abstandsregeln. Stattdessen lagen sich nach den Toren der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Fans in den Armen und waren dicht an dicht gedrängt, wie Reporter berichteten. In vielen Biergärten wurde die Vorrunden-Begegnung der Nationalmannschaft übertragen. Schon am Nachmittag hatte die Polizei von vielen vollen Gaststätten berichtet.
  • 6/19/20216:38:00 PM
    Tausende Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik der Regierung

    In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform «G1» berichtete. Die Demonstranten verlangten zudem den Rücktritt Bolsonaros, mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger und die Umweltzerstörung sowie die Achtung der Rechte indigener Völker.

    Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,8 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast eine halbe Million Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben.

  • 6/19/20213:27:27 PM
    Streeck erfreut über Lauterbach-Lob: "Hochachtung und Respekt"
    Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich erfreut darüber geäußert, dass ihm der SPD-Politiker Karl Lauterbach in einem strittigen Punkt in der Corona-Diskussion recht gegeben hat. "Ich sehe Herrn Lauterbachs Aussage mit Hochachtung und Respekt", sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen in der Pandemie alle das gleiche erreichen, aber haben in Teilaspekten unterschiedliche Einschätzungen. Um so mehr zeigt dies, dass es in einer Pandemie wichtig ist, verschiedene Stimmen, Sichtweisen und Disziplinen in einer Debatte zusammenzuführen.»"

    Gesundheitsexperte Lauterbach hatte Streeck mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus recht gegeben. "Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht", sagte er der "Bild". Streeck hatte dem Portal "web.de" im Januar gesagt: "Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben - gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten. Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten." Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde.
  • 6/19/20212:14:38 PM
    Weniger als 1.000 Corona-Patienten auf Intensivstation

    Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1.000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Samstag 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte. Am Höhepunkt der dritten Welle Ende April waren es laut DIVI mehr als 5.000 Patienten. Die Zahl aller Corona-Intensivpatienten, also einschließlich Kinder, gab die DIVI in ihrem Tagesbericht am Samstag mit 964 an.

    Wieviele Menschen intensivmedizinische Versorgung brauchen, hängt auch von der Zahl der Neuinfektionen ab. Die ist seit Ende April drastisch zurückgegangen. So sank die vom Robert Koch-Institut gemeldete 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - von knapp 170 auf unter 10 am Samstag. Auf den Rückgang bei den Intensivpatienten dürfte aber auch die zunehmende Impfquote Auswirkung haben.

  • 6/19/20211:12:56 PM
    Söder warnt vor Delta-Variante
    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante.

    "Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. "Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte der Regierungschef und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen. "Es kommt jetzt auf jeden Tag an."

  • 6/19/202112:15:00 PM
    Lauterbach: Reiche Staaten haben in Corona-Pandemie versagt
    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht in der Corona-Krise ein "historisches Versagen" reicher Staaten. "Wir haben Impfkapazität aufgebaut, die genau zugeschnitten war auf das, was wir selbst brauchen", sagt er bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing. "Wir haben keine zusätzliche Impfstoff-Produktionskapazität für die ärmeren Länder." Das habe nun zur Folge, dass die Menschen in Südostasien, Afrika oder Lateinamerika weitgehend ungeschützt einem immer gefährlicher werdenden Virus ausgesetzt seien. Denn je mehr Menschen geimpft seien, desto aggressiver müsse das Virus werden, um sich weiter ausbreiten zu können. "Das ist ein historisches Versagen der wohlhabenden Länder."
  • 6/19/202111:56:16 AM
    Intensivfälle erstmals seit Langem unter 1.000
    Die Zahl der Covid-Intensivfälle sinkt weiter. Erstmals seit 21. Oktober 2020 ist sie unter die Marke von 1000 gerutscht. Laut DIVI-Intensivregister müssen derzeit 964 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden (47 weniger als am Vortag). Davon müssen 662 beatmet werden (43 weniger als am Vortag). Rund 4500 Betten sind auf deutschen Intensivstationen noch frei.
  • 6/19/202111:11:52 AM
    Spahn: Brauchen noch länger Corona-Maßnahmen in Schulen
    Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagt er einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien. Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein. "Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegungen setzen würden, und begegnen sich", betont Spahn. Das könne dann zu einer "Drehscheibe in die Haushalte hinein" werden. "Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen".
  • 6/19/202110:58:57 AM
    Virologe Streeck: Pandemie ist nicht vorbei - müssen auf Herbst vorbereitet sein
    Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält das schrittweise Vorgehen bei Lockerungen von Corona-Auflagen für angemessen. "Ich sehe es als richtig an, dass man in Babyschritten vorwärts geht und schaut, was verantwortbar ist und wie sich die Zahlen entwickeln", sagte Streeck der "Fuldaer Zeitung" (Samstag). Man sei nicht am Ende der Pandemie.

    Der Virologe beklagte, die Politik sei immer noch zu reaktiv und nicht aktiv genug. "Wir versäumen es, aus der Pandemie maximal zu lernen und uns auf Herbst und Winter vorzubereiten. Es herrscht allgemein der Eindruck, das Virus verschwindet und dass wir die Pandemie überwunden haben, wenn die nächsten Monate ruhig laufen", sagte Streeck. Man müsse sich aber für alle Eventualitäten, die im Herbst eintreten könnten, vorbereiten. Es gebe zu viele ungeklärte Unbekannte, etwa die Delta-Virusvariante, über die man noch zu wenig wisse.

  • 6/19/202110:00:54 AM
    30 Prozent der Deutschen sind durchgeimpft
    Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervor (Stand: 9.45 Uhr). Demnach wurden am Freitag 904 231 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 25,3 Millionen (30,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

    Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45 Prozent. Das Saarland zählt mit 36,5 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Hessen ist hier mit 28,2 Prozent am Ende der Rangliste.

  • 6/19/20219:30:18 AM
    Ab nach Griechenland: Mit negativem Schnelltest
    Ein negativer Corona-PCR-Test gehört in vielen Urlaubsländern noch zur Grundausstattung, um einreisen zu dürfen. Inzwischen akzeptieren aber zum Beispiel Spanien, Kroatien oder Italien auch Antigen-Schnelltests. Laut griechischem Tourismusminister zieht jetzt auch Griechenland nach und gehört zu den Ländern, wo ein negativer PCR-Test bei Einreise nicht mehr benötigt wird.

    Alle Infos rund um die Einreisebeschränkungen in den beliebtesten Urlaubsländern finden Sie hier:
  • 6/19/20217:57:04 AM
    Studie: Impfung kann Long-Covid-Symptome verringern
    Eine Impfung kann offenbar die Langzeitsymptome im Fall einer Corona-Infektion verringern. Das ergibt eine aktuelle Studie aus Großbritannien, an der 900 Long-Covid-Patienten teilnahmen. Demnach verbesserten sich bei 57 Prozent der Teilnehmer die Langzeitsymptome. Am besten wirkten mRNA-Impfstoffe, vor allem Moderna. "Wir fanden einen signifikanten Unterschied in Bezug auf Verbesserungen bei Müdigkeit, Myalgie und Brustschmerzen zwischen denjenigen, die den Moderna-Impfstoff erhielten, verglichen mit denen, die Astrazeneca bekamen", heißt es in der Studie.
  • 6/19/20216:59:49 AM
    Spahn rechtfertigt Vorgehen bei Maskenbeschaffung
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sein Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken gegen Kritik verteidigt. "Es wäre doch niemand auf die Idee gekommen, in China nicht-zertifizierte FFP-2-Masken zu bestellen, wenn es in Europa zertifizierte FFP-2-Masken gegeben hätte", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Die ganze Welt habe in China gekauft. Spahn sagte: "Manchmal fühle ich mich wie bei der Feuerwehr, die einen Großbrand gelöscht hat und die dann zu hören bekommt, dass dabei Wasser daneben gelaufen ist." Für ihn zähle am meisten, dass man die Pandemie gemeinsam unter Kontrolle gebracht habe.

    Der Bundesrechnungshof hatte eine "Überbeschaffung" von Corona-Schutzmasken moniert und beklagt, die aufgewendeten Haushaltsmittel in Milliardenhöhe seien "nicht wirtschaftlich für eine wirksame Pandemiebekämpfung eingesetzt" worden. Zudem hatte ein Streit über möglicherweise minderwertige, in China bestellte Corona-Schutzmasken die Koalition belastet.

  • 6/19/20216:10:00 AM
    Lauterbach warnt vor EM-Austragung in England
    Temperaturen über 30 Grad, Schwimmbad-Wetter vom Feinsten und das noch während einer Fußball-WM, die auf dem ganzen Kontinent ausgetragen wird. Für viele Europäer ist die Corona-Krise aktuell wohl ziemlich weit weg. Für SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach könnte genau diese Kombination aktuell fataler kaum sein. Besonders vor einem Austragungsort der EM warnt er im Frühstart von RTL und ntv ausdrücklich.

    Neben den beiden EM-Halbfinalpartien findet auch das EM-Finale in London statt - mit Zuschauern. Und das trotz aktuell steigender Infektionszahlen durch die Corona-Delta-Mutation. Für den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach ist das nicht nachvollziehbar: "Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden", so Lauterbach im RTL/ntv-Frühstart.

    Das ganze Interview mit dem SPD-Gesundheitsexperten lesen Sie hier: 
  • 6/19/20215:36:40 AM
    Hamburger Polizei löst Park-Party auf
     Rund 4000 Menschen haben in der Nacht zu Samstag im Hamburger Stadtpark gefeiert - dabei wurde gegen die Corona-Regeln verstoßen. Mehrfach versuchte die Polizei, große Gruppen von Menschen aufzulösen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen sagte. Da dies jedoch nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gelände zu räumen. Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen auf die Polizisten. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt und kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Sie wurden kurze Zeit später wieder entlassen. Es sei unklar, ob auch Besucher verletzt worden seien. "Ab 1.15 Uhr waren dann nur noch wenige Personen vor Ort, es wurde ruhiger", sagte der Polizeisprecher. Festnahmen habe es keine gegeben.

  • 6/19/20215:23:00 AM
    Drosten warnt: "Müssen Delta-Variante wirklich ernst nehmen"
    Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. "Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante", sagte Drosten am Freitagabend auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. "Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen."

    Nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts für die erste Juniwoche hatte sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland innerhalb von nur einer Woche auf sechs Prozent fast verdoppelt. In den Wochen zuvor stagnierte diese Mutante bundesweit eher um die zwei Prozent. Auch jetzt liegt sie noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau - allerdings im Rückblick. "Vom Gefühl her kann ich sagen, uns rufen immer mehr Leute an, die Ausbrüche beschreiben, immer mehr Labore", berichtete Drosten. Im Süden Dänemarks und in Schleswig-Holstein gebe es gerade ein Ausbruchsgeschehen. "Das erinnert mich an den Beginn der B.1.1.7-Epidemie in Deutschland, wo es genauso war", sagte der Virologe.

    Wie sich die Symptome bei der Delta-Variante von denen des Wildtyps und der Alpha-Variante unterscheiden, erfahren Sie hier:

  • 6/19/20215:10:00 AM
    Inzidenz in Deutschland erstmals seit September einstellig
    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1108 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstag hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 129 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90 369 angegeben.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3 721 139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 601 200 an.

  • 6/18/20219:00:00 PM
    mRNA-Impfstoff gegen Krebs: Biontech testet an ersten Patienten
    Die Firma Biontech ist in Deutschland wohl am ehesten für den Corona-Impfstoff bekannt. Die von den deutschen Özlem Türeci und Uğur Şahin gegründete Firma hat sich aber nur aus der Not heraus mit Corona beschäftigt – eigentlich forscht Biontech an individualisierter Krebsmedizin. Und genau die soll in den nächsten Jahren wieder in den Fokus des Unternehmens rücken.
    https://www.rtl.de/cms/mrna-impfstoff-gegen-krebs-biontech-testet-an-ersten-patienten-4780786.html
  • 6/18/20218:45:00 PM
    Rasant steigende Corona-Zahlen: Uganda erlässt 42 Tage Ausgangssperre
    Präsident Yoweri Museveni hat aufgrund rasant steigender Corona-Infektionen scharfe Restriktionen erlassen. Das ostafrikanische Land befinde sich ab sofort für 42 Tage im "totalen Lockdown", sagte Museveni. Ugandas rund 45 Millionen Einwohner müssten zuhause bleiben. Lediglich Fahrzeuge, die wichtige Fracht oder kranke Menschen transportieren, seien auf der Straße zugelassen.

    Die Zahl der Neuinfektionen in Uganda war nach Angaben der Africa CDC, der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), mit 11.704 Neuinfektionen im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor. Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsberaterin Musevenis, Monica Musenero, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Zahl der Fälle steigt stetig. Wir versuchen, woher auch immer, Sauerstoffzylinder zu beziehen", sagte Musenero. Man benötige mindestens 15.000 davon. Auch die Armee sei angewiesen, Sauerstoff zu produzieren, bestätigte eine Militärsprecherin der dpa.
  • 6/18/20218:33:36 PM
    Biden ruft zu Impfungen auf: Delta-Variante auf Vormarsch in den USA
    Angesichts sinkender Coronavirus-Impfraten und des Vormarschs der aggressiven Delta-Variante hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner eindringlich zur Impfung aufgerufen. "Es ist eine Variante, die leichter übertragbar, potenziell tödlich und besonders für junge Menschen gefährlich ist", sagte Biden im Weißen Haus. "Lassen Sie sich impfen." Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen. Bisher liegt diese Rate bei etwas über 65 Prozent. Biden sagte auf Nachfrage, angesichts der verbreiteten Impfungen gehe er nicht davon aus, dass es noch einmal zu einem Lockdown kommen werde.
  • 6/18/20218:00:00 PM
    Virologe Streeck kritisiert reaktives Verhalten der Politik: Pandemie ist nicht vorbei
    Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält das schrittweise Vorgehen bei Lockerungen von Corona-Auflagen für angemessen. "Ich sehe es als richtig an, dass man in Babyschritten vorwärts geht und schaut, was verantwortbar ist und wie sich die Zahlen entwickeln", sagte Streeck der "Fuldaer Zeitung". Man sei nicht am Ende der Pandemie.

    Der Virologe beklagte, die Politik sei immer noch zu reaktiv und nicht aktiv genug. "Wir versäumen es, aus der Pandemie maximal zu lernen und uns auf Herbst und Winter vorzubereiten. Es herrscht allgemein der Eindruck, das Virus verschwindet und dass wir die Pandemie überwunden haben, wenn die nächsten Monate ruhig laufen", sagte Streeck. Man müsse sich aber für alle Eventualitäten, die im Herbst eintreten könnten, vorbereiten. Es gebe zu viele ungeklärte Unbekannte, etwa die Delta-Virusvariante, über die man noch zu wenig wisse.

    Die Debatte über diese Variante gehört für Streeck in die Virologie und Epidemiologie, nicht aber in die öffentliche Diskussion. "Was wir wissen: Unsere Maßnahmen und zum Glück auch die Impfstoffe wirken genauso gut gegen die Varianten. Alle Schreckensmeldungen und Warnungen erzeugen beim Bürger nur unnötige Angst", mahnte Streeck.
  • 6/18/20217:15:00 PM
    Wegen Delta-Variante: Merkel mahnt zur Vorsicht bei Fußball-EM
    Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus zu großer Vorsicht bei der Fußball-EM gemahnt. "Es ist schön, dass jetzt in München zum Beispiel wieder 14.000 Fans sein können. Aber wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas, dann bin ich bisschen skeptisch, ob das jetzt schon die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist", sagte Merkel vor einem gemeinsamen Abendessen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. Nach dem Abflauen der Corona-Pandemie war Macron der erste ausländische Gast der Kanzlerin in Berlin in diesem Jahr.
  • 6/18/20217:00:00 PM
    Italien ist weiter auf Corona-Lockerungskurs
    Wegen sinkender Corona-Zahlen lockert Italien die Beschränkungen zum Gesundheitsschutz weiter. Ab Montag gehören alle Regionen in dem Mittelmeerland außer dem kleinen Aostatal im Norden zur Weißen Zone mit den lockersten Regeln. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Mit Wochenbeginn werde die Risikoeinstufung für sieben Regionen entsprechend abgeschwächt: Darunter sind so beliebte Reisegebiete wie Südtirol, die Toskana und Sizilien. Es gelten dann nur noch wenige Einschränkungen. Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske im öffentlichen Raum, auch draußen, und die Abstandsregeln bleiben aber erhalten.
  • 6/18/20216:30:00 PM
    Christian Drosten: Delta-Variante muss ernst genommen werden
    Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. "Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante", sagte Drosten auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. "Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen."

    Nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts für die erste Juniwoche hatte sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland innerhalb von nur einer Woche auf sechs Prozent fast verdoppelt. In den Wochen zuvor stagnierte diese Mutante bundesweit eher um die zwei Prozent. "Vom Gefühl her kann ich sagen, uns rufen immer mehr Leute an, die Ausbrüche beschreiben, immer mehr Labore", sagte Drosten. Gerade in Süd-Dänemark und Schleswig-Holstein gebe es gerade ein Ausbruchsgeschehen. "Das erinnert mich an den Beginn der B.1.1.7-Epidemie in Deutschland, wo es genauso war", sagte Drosten. Die ansteckendere Variante B.1.1.7., die 2020 in Großbritannien bekannt wurde, hatte Deutschland im Winter in die dritte Pandemiewelle getrieben. Eindämmungsmaßnahmen kamen zu spät oder waren zu inkonsequent.
  • 6/18/20216:00:00 PM
    Niederlande heben Großteil der Maßnahmen auf: "Ende der Krise in Sicht"
    Die Niederlande werden fast alle Corona-Maßnahmen aufheben. Ab dem 26. Juni gelte als zentrale Regel nur noch die Abstandsregel von 1,5 Meter, sagte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag. Veranstaltungen, bei denen kein Abstand eingehalten werden könne, seien möglich, wenn Besucher einen Test- oder Impfnachweis vorweisen. Das gelte auch für Sportwettkämpfe, Festivals, Gaststätten oder Theater. Auch die Maskenpflicht werde fast vollständig aufgehoben.

    "Das Ende der Krise ist in Sicht", sagte Rutte, mahnte aber weiter zur Vorsicht angesichts neuer Virusvarianten. Gerade die Delta-Variante greife auch in den Niederlanden um sich. Wegen der stark zurückgehenden Zahl von Infektionen und den Fortschritten bei der Impfkampagne werden die Einschränkungen nach den Worten des Premiers schneller als geplant aufgehoben.
  • 6/18/20215:30:00 PM
    Impfung endet für Wiener unter dem OP-Messer
    Eigentlich soll sie uns schützen – bei Goran D. (50) aus Wien bewirkt die Impfung gegen Covid-19 jedoch das Gegenteil. Nachdem er eine Spritze mit dem Vakzin von AstraZeneca erhalten hat, beginnt für ihn eine Odyssee aus Schmerzen, Krankenhausaufenthalten und Operationen, an deren Ende die Amputation seines Unterschenkels steht. Sogar sein Leben steht zwischenzeitlich auf dem Spiel.
  • 6/18/20215:11:33 PM
    NRW setzt Erstimpfungen in Impfzentren fort
    Die nordrhein-westfälischen Impfzentren bieten ab Mittwoch (23. Juni) wieder Erstimpfungen an. Für die kommende Woche würden rund 80.000 Dosen Biontech für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stehen, teilte das Landesgesundheitsministerium in Düsseldorf mit. In der Folgewoche seien es noch einmal 150.000 Dosen. Zuletzt waren in den Impfzentren fast ausschließlich Zweitimpfungen möglich gewesen, weil zu wenig Impfstoff vorhanden war. 

    Ab kommendem Mittwoch ab 8.00 Uhr könnten zunächst über 60-Jährige sowie Personen ab 16 Jahren mit Vorerkrankungen Impftermine in den Zentren vereinbaren, teilte das Ministerium mit. Ebenso könnten Beschäftigte von Krankenhäusern und aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für Menschen mit Behinderung einen Impftermin vereinbaren.
  • 6/18/20215:00:00 PM
    Panne in bayerischen Testzentren: Personendaten online einsehbar
    Name, Wohnort, Handynummer: Solche sensiblen Daten von Menschen, die sich in zwei bayerischen Testzentren für einen PCR-Test angemeldet hatten, waren zeitweise im Internet einsehbar. Man bedaure den Vorfall sehr, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern als Betreiber mit. "Der ASB hat die Datenlücke umgehend geschlossen und das Schutzniveau erhöht." Zuvor hatte t-online über die Datenpanne berichtet. Betroffen sind zwei Testzentren in Franken.

    "Diese Daten gehören nicht für Unbefugte abrufbar gemacht. Das ist ganz klar", sagte Andreas Sachs, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, der Deutschen Presse-Agentur. Er schränkte aber ein, nach vorläufiger Einschätzung sehe man das Datenleck nicht als "schweren Sicherheitsvorfall".
  • 6/18/20214:34:03 PM
    Spanien erleichtert Einreise von Deutschen: Keine negativen Tests mehr nötig!
    Die meisten Touristen aus Deutschland müssen ab Montag keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen - selbst wenn sie ungeimpft sind. Bis auf Baden-Württemberg und das Saarland wurden nämlich alle deutschen Bundesländer wegen der niedrigen Infektionszahlen von der spanischen Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte.

    Bewohner der 14 Bundesländer dürfen ab Montag ohne Einschränkung einreisen. Sie müssen aber weiterhin ein Onlineformular ausfüllen und erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist.

    Reisende mit Wohnsitz in Baden-Württemberg und im Saarland müssen derweil bei der Einreise weiterhin einen negativen PCR- oder Antigentest vorlegen oder den Nachweis erbringen, dass sie mindestens seit 14 Tagen vollständig geimpft sind oder dass die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen.
  • 6/18/20214:30:00 PM
    Corona-Impfung erschlichen: Kanadisches Paar muss Strafe zahlen
    Ein kanadisches Paar, das sich in einer abgelegenen Indigenen-Siedlung im Norden des Landes Corona-Impfungen erschlichen hat, muss umgerechnet etwa 1500 Euro Strafe zahlen. Die beiden hätten sich vor Gericht via Videoschalte schuldig bekannt und entschuldigt, berichteten kanadische Medien. "Glücklicherweise ist in diesem Fall physisch nichts passiert, niemand hat Covid bekommen", sagte Richter Michael Cozens. Das Paar hatte angegeben, bei einer lokalen Übernachtungseinrichtung zu arbeiten und sich so die Impfungen erschlichen. Zudem hatte es sich nicht an die Quarantäne-Regeln der Region Yukon gehalten.

    Der frühere Chef einer Casino-Firma und die Schauspielerin hatten sich im Januar ein kleines Flugzeug gemietet und sich damit in den Ort Beaver Creek in der nordwestkanadischen Region Yukon bringen lassen. Die rund 100 Menschen in Beaver Creek gehörten zu denjenigen, die bei den Impfungen in Kanada Priorität bekommen hatten, unter anderem weil ihre Siedlung fernab jeglicher gut ausgerüsteter medizinischer Versorgung liegt.
  • 6/18/20214:15:00 PM
    Gericht verurteilt AstraZeneca zu Impfstoff-Lieferung
    Im Rechtsstreit mit AstraZeneca wegen verzögerter Lieferungen von Corona-Impfstoff hat die EU-Kommission einen Teilerfolg erzielt. Ein belgisches Gericht verurteilte den Hersteller unter Androhung von Zwangsgeldern zur Lieferung von 50 Millionen Impfdosen an die Europäische Union.
  • 6/18/20214:00:00 PM
    Corona bedroht UEFA-Pläne: Endspielort Wembley in Gefahr
    Dem Fußball-Tempel Wembley droht der Entzug der Finalspiele der paneuropäischen EM. Wegen der raschen Ausbreitung der Deltavariante und der strengen Quarantäneregeln in England könnte die Europäische Fußball-Union die heiße Phase des Turniers aus London in eine andere Stadt verlegen. Dies berichtet die Tageszeitung Times. Budapest stünde als Alternative bereit.

    "Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die letzte Woche in London stattfinden wird", teilte die UEFA mit. In Englands Hauptstadt finden am 26. und 29. Juni zwei Achtelfinalspiele statt, zudem sollen im Wembley-Stadion beide Halbfinals (6. und 7. Juli) sowie das Finale (11. Juli) ausgetragen werden. 

    Die UEFA bemüht sich angeblich um Ausnahmeregelungen, damit Spieler, Offizielle und VIP-Gäste problemlos ein- und ausreisen können. Aktuell müssen Einreisende je nach Herkunft für zehn Tage in Quarantäne und PCR-Tests absolvieren. Mit einem negativem Testergebnis am fünften Tag nach der Einreise kann man die Quarantäne verlassen.
  • 6/18/20213:35:40 PM
    Schutzmaßnahmen an niedersächsischen Schulen gelockert
    In Niedersachsen müssen Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenhof keine Masken mehr tragen. Die Maskenpflicht in den Außenbereichen der Schulen sei aufgehoben worden, teilte das Kultusministerium in Hannover mit. Auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten müssten jedoch weiter Masken getragen werden, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne.
Tickaroo Live Blog Software

Auch interessant