Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER – Laborfehler bei PCR-Tests: 20 Todesfälle in Großbritannien

PCR-Test
In Großbritannien sind Schätzungen zufolge wegen eines Laborfehlers mindestens 20 Menschen gestorben.
ua htf vco, dpa, Uwe Anspach

  • 11/29/20224:26:19 PM

    Laborfehler bei Corona-Tests: 20 Todesfälle in Großbritannien

    In Großbritannien sind Schätzungen zufolge mindestens 20 Menschen gestorben, nachdem wegen eines Laborfehlers Zehntausende Corona-Tests fälschlich als negativ angezeigt wurden. Tausende Menschen vor allem in Südwestengland hätten daraufhin ihre Selbstisolation beendet und sich nicht mehr getestet, teilte die Gesundheitsbehörde UKHSA am Dienstag mit. Deswegen hätten sich vermutlich 55.000 Menschen zusätzlich mit dem Virus infiziert. Der Fehler habe dazu geführt, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen schätzungsweise um 680 und die der Todesfälle um gut 20 zugenommen habe. Der Bericht sprach von menschlichem Versagen.

    "Jeder fälschlich negative Test hat vermutlich zu mehr als zwei zusätzlichen Infektionen geführt", hieß es. Betroffen seien rund 39.000 Tests zwischen dem 2. September und 12. Oktober 2021. Insgesamt hatte das private Labor in der Stadt Wolverhampton etwa 400.000 Tests untersucht. Das Unternehmen, das erst im Mai 2020 nach Beginn der Pandemie in Großbritannien registriert worden war, erhielt dafür von der Regierung ohne Ausschreibung einen Vertrag im Wert von 119 Millionen Pfund (137,75 Mio Euro) und später weitere 50 Millionen Pfund für zusätzliche PCR-Tests.
  • 11/29/202212:00:25 PM

    Hamburger Ärztin wegen falscher Corona-Testzertifikate angeklagt

    Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat eine Hamburger Ärztin wegen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse in 163 Fällen sowie Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angeklagt. Dem Sohn der Angeklagten, einem Hamburger Rechtsanwalt, wird Beihilfe hierzu vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

    Der Rechtsanwalt soll auf einer Webseite zwischen November 2019 und Januar 2022 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zum Preis von jeweils 14 Euro sowie kostenlose Corona-Testzertifikate und Genesenen-Nachweise angeboten haben. Die Dokumente waren jeweils ausgestellt und unterschrieben von seiner Mutter, einer Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
  • 11/29/202211:59:48 AM

    Barmer wirbt für weiteren Corona-Schutz in Pflegeheimen

    Die Barmer-Krankenkasse wirbt auch angesichts einer angespannten Lage beim Pflegepersonal für weiteren Corona-Schutz in Pflegeheimen. Seit Beginn der Pandemie seien nicht annähernd so viele Pflegekräfte mit Corona arbeitsunfähig gewesen wie in diesem Jahr, sagte Vorstandschef Christoph Straub am Dienstag mit Verweis auf eigene Versichertendaten der Kasse. 

    So habe es im März 2022 mit 158 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen je 10.000 Pflegefachkräfte in Heimen einen bisherigen Spitzenwert gegeben - nach 11 im März 2021. Im Juli 2022 habe es mit 118 Fällen je 10.000 Versicherte fast 40 Mal so viele Krankmeldungen wegen Corona wie im Vorjahresmonat gegeben.

    Corona-Maßnahmen würden derzeit immer weiter heruntergefahren bis hin zur Aufhebung der Isolationspflicht in einigen Bundesländern, sagte Straub. "Doch Pflegeheime sind nach wie vor Corona-Hotspots." Dort lebten besonders vulnerable Gruppen. "Wir brauchen auch weiterhin ein Corona-Konzept mit Augenmaß vor allem für besonders Schutzbedürftige", forderte der Kassenchef.
  • 11/29/202211:20:00 AM

    NRW verlängert Coronaschutzverordnung bis Ende des Jahres

    Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen hat die Test-und Quarantäneverordnung zum 30. November 2022 angepasst und bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Die Coronaschutzverordnung wird unverändert zunächst bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.
  • 11/29/20227:40:38 AM

    Disneyland in Shanghai schließt wegen Corona-Maßnahmen erneut

    Wegen der strikten Corona-Maßnahmen in China muss das Disneyland in Shanghai schon wieder seine Tore für Besucher schließen. Wie lange die Schließung anhalten werde, sei noch unklar, teilte der Vergnügungspark am Dienstag mit. Der Park hatte erst vor einigen Tagen nach einer Corona-Schließung wieder geöffnet. Wegen der strengen Vorgaben der Regierung musste das Disneyland bereits mehrfach in diesem Jahr schließen, im Frühjahr sogar über einen Zeitraum von rund drei Monaten. 

    Nach einem stetigen Anstieg der landesweiten Infektionszahlen meldete Chinas Gesundheitskommission am Dienstag erstmals wieder einen leichten Rückgang der täglichen Neuinfektionen auf rund 38.400 Fälle. Am Vortag war ein Höchststand von mehr als 40.000 zusätzlichen Ansteckungen gemeldet worden. 
  • 11/29/20225:19:32 AM

    RKI registriert 46.552 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 190,6

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 190,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 178,3 gelegen (Vorwoche: 183,2; Vormonat: 436,4). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.
  • 11/29/20223:20:00 AM

    Massive Polizeipräsenz verhindert neue Corona-Proteste in China

    Massive Polizeipräsenz hat in mehreren chinesischen Städten ein mögliches Wiederaufflammen der Proteste gegen die harte Null-Covid-Politik der Regierung verhindert. In der Hauptstadt Peking und in Metropolen wie Shanghai, Guangzhou oder Hangzhou waren seit Montag verstärkt Sicherheitskräfte auf den Straßen zu sehen. Vielfach wurden Passanten angehalten und mussten ihre Handys zeigen, die auf verdächtige Inhalte oder Programme wie Tunneldienste (VPN) zur Umgehung der chinesischen Zensur untersucht wurden.

    In Peking war besonders die Uferpromenade des Liangma-Flusses in der Nähe des Diplomatenviertels gesichert, wo am Sonntagabend Hunderte demonstriert hatten. In Shanghai waren Sperren an der Wulumuqi-Straße errichtet worden, um größere Menschenansammlungen wie am Wochenende zu verhindern. Nach Aufrufen zu neuen Protesten in sozialen Medien war auch am Volksplatz der ostchinesischen Hafenmetropole ein massives Polizeiaufgebot zu sehen, wie Augenzeugen schilderten.
  • 11/28/20229:51:15 PM

    Virologe Stöhr: Pandemie-Ende ist "politische Entscheidung"

    Wann ist die Corona-Pandemie endlich endgültig vorbei? Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr glaubt: Das Ende liegt in der Hand der Politik. "Das europäische Umfeld hat ähnliche Bedingungen und das gleiche Virus, aber die politischen Entscheidungen, wie man dort mit der Pandemie umgeht oder nicht mehr umgeht, laufen diametral entgegen dem, was man in Deutschland sieht", so der Experte im Interview mit ntv. Unterschiede zeigten sich etwa in der Bewertung des Risikos durch das Virus.Die Pandemie werde zur Endemie, "wenn die Krankheitslast und die Immunitätslage von Corona der anderer Atemwegserkrankungen gleicht, und wenn das Veränderungspotenzial des Virus nicht sehr hoch ist", so Stöhr weiter. Da es aber noch einige ältere Ungeimpfte gebe sowie Menschen, die sich noch nicht infiziert haben, "wird es in diesem Winter nochmal ein bisschen heftiger werden".
  • 11/28/20228:35:13 PM

    UN: Menschen in China haben das Recht, friedlich zu demonstrieren

    Angesichts der Proteste gegen die harte Null-Covid-Strategie in China haben die Vereinten Nationen das Recht der Menschen dort und überall auf freie Versammlung und Meinungsäußerung betont. "Wir glauben an die Bedeutung des Rechts der Menschen, sich friedlich zu versammeln und zusammenzuschließen - des Rechts, friedlich zu demonstrieren", sagte ein UN-Sprecher am Montag in New York. Man rufe die zuständigen Behörden auf, dieses Recht zu garantieren.

    Es sind die größten Demonstrationen seit der Demokratiebewegung 1989 in China, die das Militär damals blutig niedergeschlagen hatte. Sie richteten sich gegen die strikten Maßnahmen der chinesischen Null-Covid-Politik wie wiederholte Lockdowns, Corona-Massentests und Zwangsquarantäne. Die chinesische Regierung will nichts von Unzufriedenheit im Volk über ihre Null-Covid-Maßnahmen wissen und hat die Polizeipräsenz im Land verstärkt.
  • 11/28/20224:27:13 PM

    Hohe Impfquote bei Kindern und Jugendlichen im Saarland

    Im Saarland lassen sich einer Auswertung der Krankenkasse DAK zufolge mehr Kinder und Jugendliche gegen Krankheiten impfen als im Bundesdurchschnitt. Mit einem Anteil von rund 38 Prozent liegt das Saarland auf Platz vier im Bundesvergleich, wie sich aus dem saarländischen Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit ergibt. Nur in Bayern, Baden-Württemberg und in Sachsen werden mehr Kinder und Jugendliche geimpft.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Impfungen bei Kindern und Jugendlichen bundesweit um elf Prozent gesunken. Im Saarland gab es 2021 im Vergleich zum Jahr 2019 eine Abnahme der Impfungen um drei Prozent - Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sind also auch in diesem Bundesland rückläufig. Einen besonders starken Einbruch gab es im Saarland bei HPV-Impfungen zur Krebsvorsorge mit einem Minus von 22 Prozent. Für die repräsentative Analyse wurden Behandlungsdaten von Jungen und Mädchen im Alter bis 17 Jahren wissenschaftlich untersucht und mit der Situation vor der Pandemie verglichen.
  • 11/28/20224:19:55 PM

    Chinas Staats-TV zeigt keine Nahaufnahmen von WM-Fans ohne Maske

    Der staatliche chinesische TV-Sender CCTV schneidet bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar offenbar Nahaufnahmen von WM-Fans ohne Maske aus den Übertragungen der Spiele heraus. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wurden während der Vorrundenbegegnung zwischen Japan und Costa Rica (0:1) stattdessen Bilder von Spielern oder Offiziellen eingespielt.
    Diese Zensur könnte eine Reaktion auf die aktuellen Proteste von Teilen der chinesischen Bevölkerung gegen die sehr strenge Null-Covid-Strategie der Kommunistischen Partei sein. Das Reich der Mitte ist die letzte große Volkswirtschaft, die selbst bei kleineren Corona-Ausbrüchen ganze Städte abriegelt und Betriebe komplett schließt.
    Dagegen wurde am Sonntag in Peking und Shanghai opponiert. Einige Demonstranten forderten sogar den Rücktritt von Staatspräsident Xi Jinping.
  • 11/28/20222:38:08 PM

    Lehrerverband kritisiert Ende der Isolationspflicht

    Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat den Wegfall der Isolationspflicht für Menschen mit Corona-Infektionen kritisiert und vor negativen Folgen für den Schulbetrieb in Rheinland-Pfalz gewarnt. "Zwar gibt es inzwischen eine gewisse Basisimmunität in der Bevölkerung durch die Impfungen, doch gerade unter den jüngeren Schülerinnen und Schüler ist die Impfquote nicht besonders hoch", sagte der Landesvorsitzende des VBE Rheinland-Pfalz, Lars Lamowski laut dpa, am Montag.

    Die Schulen seien nicht darauf vorbereitet, die Schulgemeinschaft während einer weiteren Corona-Welle zu schützen. Es gebe keine Möglichkeit mehr, in den Schulen zu testen, auch fehle es weiterhin an einer flächendeckenden Ausstattung mit Raumluftfilteranlagen, erklärte er. Zudem könnte die neue Regelung zu Spannungen führen.
  • 11/28/202211:30:22 AM

    Protestwelle in China: Berlin weist auf Corona-Impfungen als Kriseninstrument hin

    Die Bundesregierung hat angesichts der Protestwelle gegen den strikten Corona-Eindämmungskurs in China auf Impfungen als Kriseninstrument hingewiesen. Nach drei Jahren mit der Pandemie müsse man sagen, dass Europa und Deutschland "sehr gute Erfahrungen" damit gemacht hätten, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag in Berlin auch mit Blick auf mRNA-Impfstoffe wie den des Herstellers Biontech. Dies habe auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei seinem jüngsten China-Besuch deutlich gemacht. Zudem gebe es Pläne zu einem Gemeinschaftsunternehmen von Biontech mit einem chinesischen Partner.

    Berichte über Proteste in mehreren chinesischen Städten und ein teilweise gewaltsames Vorgehen von Sicherheitskräften gegen Demonstranten würden zur Kenntnis genommen, sagte Hebestreit. "Wir beobachten die Entwicklung natürlich weiter sehr eng."

    Die Proteste in China richten sich gegen äußerst rigide Maßnahmen der staatlichen "Null-Covid-Politik" wie Lockdowns, Massentests und Zwangsquarantäne. Eine unbekannte Zahl von Demonstranten wurde festgenommen. Bei Impfkampagnen wurden ältere oder chronisch kranke Menschen oft aus Angst vor Nebenwirkungen ausgenommen, so dass diese besonders gefährdet sind. Auch hat China keine fortschrittlichen ausländischen Impfstoffe wie mRNA-Vakzine zugelassen, sondern nur seine eigenen herkömmlichen Produkte zum Einsatz gebracht.
  • 11/28/202211:28:30 AM

    VW von Corona-Einschränkungen in China betroffen

    Volkswagen hat wegen der Corona-bedingten Einschränkungen in China die Bänder in einem Werk angehalten und produziert andernorts weniger. "Die Produktion im Werk Chengdu wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Welle vorübergehend gestoppt", teilte ein Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Später konkretisierte er, die Bänder in der gemeinsam mit FAW geführten Fabrik im Südwesten Chinas seien schon vor einer Woche angehalten worden.

    In Changchun im Nordosten sei die Produktion von zwei von insgesamt fünf Produktionslinien durch Teilemangel beeinträchtigt. Die weiteren Linien würden derzeit ausreichend versorgt. In den übrigen Werken laufe die Fertigung weitestgehend stabil. "Aufgrund der Volatilität der Situation sind allerdings kurzfristige Änderungen in der Fahrweise einzelner Produktionsstätten nicht ausgeschlossen", fügte der Sprecher hinzu.
  • 11/28/202211:08:11 AM

    Corona-Experte: China braucht Impfkampagne mit wirksameren Vakzinen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollte China einem deutschen Experten zufolge so schnell wie möglich die Strategie ändern. "Zunächst müsste die Führung unabhängig von Ideologie die Bevölkerung mit den besten derzeit verfügbaren Impfstoffen versorgen", sagte Timo Ulrichs, Experte für Globale Gesundheit an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Das seien aber offensichtlich nicht chinesische Vakzine, sondern angepasste mRNA-Impfstoffe aus westlichen Ländern. "China müsste da über seinen Schatten springen."

    Nach einer breiten Impfkampagne, die zunächst vor allem Risikogruppen adressieren müsste, könnten dann die strengen Corona-Maßnahmen vorsichtig nach und nach gelockert werden. Das Gesundheitssystem dürfe dabei nicht überlastet werden, so Ulrichs. Diese Strategie brauche aber viele Monate Zeit, ähnlich wie zu Beginn der Impfkampagnen in Europa.
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