Die Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER - Experten-Vorschlag: Merkel soll sich live im TV impfen lassen

Kanzlerin Angela Merkel nach Videokonferenz
© dpa, Markus Schreiber, ms

28. Februar 2021 - 13:35 Uhr

Aktuelle Entwicklungen rund um Corona:

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    Experte: Merkel live im TV impfen!

    Um der Skepsis gegen den Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland zu begegnen, hat sich ein führender Immunologe dafür ausgesprochen, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) live im Fernsehen mit dem Präparat impfen lässt. Das sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, dem britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender BBC in einem Radiointerview.

    Es sei bereits abzusehen, dass die Ständige Impfkommission das Vakzin auch für die über 65-Jährigen empfehlen werde, so Watzl. „Wenn Angela Merkel zu diesem Zeitpunkt ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig“, so der Immunologe.

    Der Astrazeneca-Impfstoff habe ein reines PR-Problem, so Watzl in dem Interview. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie werde in den kommenden Tagen eine Stellungnahme veröffentlichen, «in der wir klar die Fakten darlegen, dass dies ein sicherer und effektiver Impfstoff auch für Ältere ist», sagte der Wissenschaftler. Er forderte aber auch von der Politik die Botschaft, dass die Menschen sich impfen lassen sollten.
    • Carsten Watzl Carsten Watzl
  • 2/28/21 10:38 AM
    Länderchefs fordern Änderungen bei Impfreihenfolge
  • 2/28/21 7:43 AM
    Ärztekammer: RKI soll Schnelltest-Ergebnisse zentral erfassen

    Die Ergebnisse von Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht der Bundesärztekammer zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst werden. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen.

    Bislang werden in Deutschland nur die Ergebnisse der laborgebundenen PCR-Tests an das RKI gemeldet. Wegen der geringeren Empfindlichkeit müssen positive Schnelltest-Ergebnisse im Labor bestätigt werden, was Experten zufolge aber vermutlich nicht immer geschieht.
  • 2/28/21 7:37 AM
    Infizierte Artzhelferin hatte mindestens 450 Kontakte
  • 2/28/21 6:59 AM
    7.890 Corona-Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle in Deutschland

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7.676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 63,8 - und damit so hoch wie am Vortag (63,8).
  • 2/27/21 8:01 PM
    Abigail Breslin trauert um ihren Vater
    Die US-Schauspielerin Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine") trauert um ihren an Covid-19 gestorbenen Vater. Michael Breslin sei am Freitag gestorben, teilte die 24-Jährige auf Instagram mit. Sie stehe unter Schock und sei am Boden zerstört. Am 10. Februar hatte die Schauspielerin in ihren sozialen Medien geschrieben, dass ihr Vater nach einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus liege und an ein Beatmungsgerät angeschlossen sei.

    Breslin rief damals ihre Follower dazu auf, Schutzmasken zu tragen und Corona-Auflagen zu befolgen. Das Virus sei unberechenbar und unerbittlich, schrieb sie auf Twitter. Ihr Vater sei vorsichtig gewesen und habe das Haus nur für Arztbesuche verlassen. Breslin hat noch zwei ältere Brüder.

  • 2/27/21 7:53 PM
    Ehemalige Wimbledon-Siegerin Conchita Martinez hat Corona
    Die ehemalige Wimbledon-Siegerin Conchita Martinez aus Spanien hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die 48-Jährige bei Twitter mitteilte, ist sie bei der Einreise zum Tennis-Turnier in Katar positiv auf das Virus getestet worden. Nach ihren Angaben war sie mit einem negativen PCR-Test am Mittwoch aus Spanien abgereist. Sie sei in Quarantäne, fühle sich gut, habe aber leichte Symptome, teilte sie mit. Ihre Aufgaben als Trainerin der ehemaligen Weltranglistenersten Garbiñe Muguruza nimmt sie nun per Videokonferenz war.

    "Ich bin guter Dinge, dass ich bald in der Lage sein werde, die Tour im Mittleren Osten fortzusetzen", schrieb Martinez. In einigen Tagen soll sie eigenen Angaben zufolge erneut einen Coronatest haben.

  • 2/27/21 6:38 PM
    Kommunen wünschen sich Corona-Notbremse
    Die Kommunen in Deutschland sind skeptisch, ob weitere Öffnungsschritte sinnvoll sind. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, schlug nun eine "Corona-Notbremse" vor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • 2/27/21 6:12 PM
    Dubliner gehen gegen Lockdown auf die Straße
    Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin teils gewaltsam gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Angaben der irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen.

    In einem Video, das im Internet kursierte, war zu sehen, wie ein Mann Polizisten mit einer Art Feuerwerksraketen beschießt. Daraufhin scheint die Lage zu eskalieren. Irlands Vizepremier Leo Varadkar zeigte sich bestürzt. "Gewalt gegen Polizisten oder sonst jemanden ist unentschuldbar", schrieb er auf Twitter. Die irische Regierung hatte kürzlich angekündigt, die höchste Lockdown-Stufe in dem Land bis mindestens zum 5. April beizubehalten. Die Schulen sollen allerdings schrittweise bereits vom kommenden Monat an wieder geöffnet werden.
  • 2/27/21 4:36 PM
    Rostock hofft noch im März wieder auf Zuschauer im Stadion
    Fußball-Drittligist Hansa Rostock hofft schon im März auf die Rückkehr von Zuschauern ins Ostseestadion. Der Einlass von Fans soll nur ein Aspekt eines Lockerungskonzepts in der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns sein, berichtete die «Ostsee-Zeitung» (Samstag). Darauf sollen sich Vertreter der Schweriner Landesregierung und Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen verständigt haben.

    Voraussetzung für Öffnungen in Handel, Kultur und Sport soll die Nutzung der Corona-App "Luca" sein, heißt es. Diese ermögliche eine schnelle Nachverfolgung von Infektionsketten. "Wir alle werden so zum Teil des Gesundheitsamtes, machen die Nachverfolgung leichter", wird Madsen zitiert. Rostock hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 27. Im Umland der Hansestadt ist sie etwa dreimal so hoch.
  • 2/27/21 3:04 PM
    Brasilien verschärft Maßnahmen

    In Brasilien wollen zwölf Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília ihre Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verschärfen. Das reicht von Einschränkungen bei nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen über die Schließung von Schulen bis hin zu einer nächtlichen Ausgangssperre, berichtete das brasilianische Nachrichtenportal „G1“.

    So trat etwa im Bundesstaat Ceará am Samstag eine verlängerte Ausgangssperre von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr an Wochenenden in Kraft. An den anderen Wochentagen beginnt sie bereits 19.00 Uhr. Mit den Restriktionen sollen auch die an ihre Grenzen geratenen Krankenhäuser entlastet werden. Zuletzt hatten verschiedene Bundesstaaten vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt.

    Brasilien ist mit mehr als 250.000 Toten eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Anti-Corona-Impfungen begannen erst im Januar. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas fast 10,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.
    • Impfstofftransport zu Wasser in der Gemeinde Santa Rosa im brasilianischen Bundesstaat Amazonas Impfstofftransport zu Wasser in der Gemeinde Santa Rosa im brasilianischen Bundesstaat Amazonas
  • 2/27/21 2:38 PM
    Ein einziger Fall: Corona-Lockdown in Auckland

    Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion in der neuseeländischen Stadt Auckland ist ein Lockdown von mindestens einer Woche verhängt worden. Das gab Premierministerin Jacinda Ardern bekannt. Sie wisse wie frustrierend das sei, so Ardern. Zurzeit sei unklar wie es zu der Ansteckung gekommen sei.

    Die Gesundheitsbehörden seien dabei, eine Gen-Sequenzierung des nachgewiesenen Corona-Virus durchzuführen und Kontakte nachzuverfolgen. In Auckland gab es bereits am 14. Februar einen dreitägigen Lockdown, nachdem drei Corona-Neuinfektionen in einer Familie aufgetreten waren.

    Ab Sonntagfrüh (Ortszeit) sind in der größten Stadt Neuseelands unter anderem Schwimmbäder, Museen, Kinos und Spielplätze geschlossen. Schulen bleiben weiterhin geöffnet, bieten jedoch nur Notbetreuung an. Zahlungen müssen ohne Bargeld erfolgen. Im Rest des Landes sind Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten.

    Neuseeland gilt als Musterland in der Corona-Pandemie. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bisher 2016 Infektionsfälle nachgewiesen, 26 Menschen sind nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben.
    • Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern
  • 2/27/21 12:46 PM
    2.000 Tote und 73.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA sind 2.151 Todesfälle binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert worden. Diese Zahl für Freitag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 73.006.

    In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang fast 28,5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 510 000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.
  • 2/27/21 11:55 AM
    Bundesregierung verlängert Corona-Beförderungsverbot

    Die Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis 17. März verlängern. Das berichtet die „Funke Mediengruppe“unter Berufung auf einen Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. „Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden“, heißt es demnach in dem Papier.

    Aktuell gilt das Beförderungsverbot, das derzeit auch Einreisen aus Tschechien und weite Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol umfasst, bis 3. März. Im Prinzip dürfen von dort nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Unter anderem für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten, gibt es Ausnahmen.

    Menschen, die nach Deutschland einreisen, sollen ab Montag zudem eine Corona-SMS der Bundesregierung erhalten, wenn sich ihr Handy in das deutsche Mobilfunknetz einbucht. „Damit werden sie über die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen informiert sowie auf geltende Infektionsschutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hingewiesen“, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.
  • 2/27/21 11:15 AM
  • 2/27/21 11:08 AM
  • 2/27/21 8:28 AM
    Mehr als 20.000 Corona-Tote in Tschechien

    In Tschechien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 20.000 überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben 20.194 Menschen, die zuvor positiv getestet worden waren. Das teilte das Gesundheitsministerium in Prag mit.

    Innerhalb von 24 Stunden wurden 14.676 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten lag bei mehr als 1,2 Millionen. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner und derzeit die höchste Neuinfektionsrate unter allen EU-Staaten.

    Um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, greift die Regierung nun zu drastischen Maßnahmen. Die Bürger dürfen ihren jeweiligen Bezirk von Montag an nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Die Bezirke entsprechen in ihrer Größe etwa den Landkreisen in Deutschland.
  • 2/27/21 7:48 AM
    9.762 Neuinfektionen und 369 neue Todesfälle in Deutschland

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.762 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 369 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor.

    Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9164 Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.14 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 63,8 - und damit etwas höher als am Vortag (62,6).
  • 2/27/21 7:29 AM
    Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Impfpass wie Israel

    Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Corona-Impfpass, der den Besuch von Theatern, Fitnessstudios, Sportereignissen oder auch Reiseerleichterungen ermöglicht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sind 16 Prozent dafür, einen solchen «Grünen Pass» nach dem Vorbild Israels sofort einzuführen.

    Weitere 44 Prozent meinen, man sollte damit warten, bis alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Nach derzeitiger Planung soll das bis zum 21. September der Fall sein. Nur 35 Prozent lehnen die Einführung eines Passes, der Geimpften Vorteile gegenüber nicht Geimpften ermöglicht, grundsätzlich ab.
  • 2/26/21 11:56 PM
    Berater von US-Behörde für Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff
    Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson ausgesprochen. Bei der live übertragenen Video-Schalte des Treffens am Freitag stimmten die Fachleute des Gremiums einstimmig für die Zulassung. Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt nun der FDA, die aber meistens den Empfehlungen der Experten folgt.
    Es wäre - nach den Impfstoffen vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer und vom US-Pharma-Unternehmen Moderna - der dritte in den USA bedingt zugelassene Corona-Impfstoff - und der erste, der nur einmal gespritzt werden muss. Bereits Mitte der Woche hatte die FDA dem Impfstoff von Johnson & Johnson ein erstes gutes Zeugnis ausgestellt. Mitte Februar hatte Johnson & Johnson auch einen Antrag auf Notfallzulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA gestellt. Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

  • 2/26/21 9:30 PM
    Impfkommission plant aktualisierte Empfehlung zu Astrazeneca-Vakzin
    Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca überdenken. Es werde "sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen", sagte der Chef der Kommission, Thomas Mertens, am Freitagabend im ZDF-"heute journal".

    Die Stiko hatte - anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA - den Impfstoff vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen. Das Vakzin trifft bei vielen Menschen auf Vorbehalte. "Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen", räumte Mertens ein. Er rechtfertigte aber die Stiko-Entscheidung mit einer dünnen Datenlage. "Wir hatten die Daten, die wir hatten und haben auf der Basis dieser Daten die Empfehlung gegeben. Aber wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war." Ansonsten sei der Impfstoff "sehr gut" und er werde "jetzt durch hinzukommende neue Daten noch besser in der Einschätzung", betonte Mertens.

  • 2/26/21 8:58 PM
    UN-Sicherheitsrat: Waffen sollen für Impfungen ruhen
    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fordert eine "dauerhafte, umfassende und anhaltende humanitäre Pause" aller bewaffneter Konflikte, um Impfungen gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Das heißt es in einer Resolution, die die 15 Mitgliedstaaten des Gremiums einstimmig verabschieden.
  • 2/26/21 8:24 PM
    Braun: Corona-Tests können Öffnungsperspektiven ermöglichen
    Corona-Schnelltests und Selbsttests spielen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zufolge bei der Bekämpfung der Pandemie und dem weiteren Vorgehen eine wichtige Rolle. Der Aufbau von Kapazitäten und die Durchführung von Tests sei in der nächsten Zeit das "zentrale Instrument", sagte er am Freitagabend beim digitalen Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Wiesbaden. "Wir werden in Zukunft alle wesentlich häufiger getestet werden." Wenn man auf diese Weise schaffe, die Infektionszahlen gut zu stabilisieren, "dann haben wir eine Menge Öffnungsperspektiven".

    Angesichts der als ansteckender geltenden Virusmutationen müsse man auf dem Weg aus dem Lockdown sehr vorsichtig vorgehen, damit die Zahlen nicht wieder nach oben schnellen, betonte Braun. Es gehe darum, in "kleinen, vorsichtigen Schritten» etwas zu ermöglichen. Das Schlimmste wäre: «Wir machen auf, stellen fest, es klappt nicht und dann sind die Zahlen wieder hoch und machen wieder relativ streng zu."

  • 2/26/21 7:50 PM
    USA impfen in rasantem Tempo
    Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 70,5 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 94,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden.
  • 2/26/21 7:30 PM
    Tschechien weiter im Ausnahmezustand - Schulen sollen schließen
    Die tschechische Regierung hat für weitere 30 Tage einen Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser soll ab Sonntag gelten und den aktuellen Ausnahmezustand ablösen. Durch die Regelung erhält die Regierung Sonderbefugnisse, mit denen sie Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie durchsetzen kann. Sie plant eine Schließung aller Schulen sowie weiterer Geschäfte und will nur noch unbedingt notwendige Reisen im Land erlauben. Tschechien hat auf die Bevölkerungszahl bezogen eine der höchsten Infektionsraten weltweit.
  • 2/26/21 6:55 PM
    Corona-Ausbruch bei Miele behindert Produktion in mehreren Werken
    Wegen eines Corona-Ausbruchs im Euskirchener Werk des Hausgeräteherstellers Miele muss in der kommenden Woche in fünf weiteren Werken die Produktion heruntergefahren werden. In Euskirchen, wo Miele Motoren fertigt, waren zuvor 18 Mitarbeiter positiv getestet worden. Bei zehn von ihnen war die britische Mutante festgestellt worden. Wie Miele am Freitag mitteilte, mussten sich daraufhin 206 Mitarbeiter bis einschließlich 9. März in Quarantäne begeben. In dem Werk sind den Angaben zufolge insgesamt 500 Menschen beschäftigt.

    Weil das Werk Euskirchen nicht lieferfähig sei, müsse die Produktion im Verlauf der kommenden Woche vorübergehend auch im Gütersloher Gerätewerk GTG, in Bielefeld, in Unicov (Tschechien) sowie in Ksawerów (Polen) heruntergefahren werden. Da dort dann auch keine Kunststoffkomponenten mehr abgenommen werden könnten, müsse das Werk in Warendorf ebenfalls unabwendbar heruntergefahren werden.

    Die ersten Infektionen sind dem Unternehmen zufolge bereits am Dienstag nachgewiesen worden. Daraufhin sei bei allen 500 Beschäftigten des Euskirchener Werkes eine Reihentestung durchgeführt worden. Laut Miele ist unklar, wie das Virus in den Betrieb gelangte und sich dort ausbreitete. Es gebe keine Hinweise darauf, dass dies auf unzureichende Schutzmaßnahmen zurückzuführen sei, betonte das Unternehmen.

  • 2/26/21 6:40 PM
    WHO vermisst Kooperation für eine Ausweitung der Impfstoff-Produktion
    Um die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus deutlich anzukurbeln, müssen aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endlich bestimmte Hürden fallen. Es gehe um Technologie-Transfer, freiwillige Lizenzen oder den befristeten Verzicht auf geistiges Eigentum, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. In einer Jahrhundertkrise wie dieser, sei der Moment für solche Schritte gekommen. "Wir stellen mangelnde Zusammenarbeit und sogar erheblichen Widerstand fest." Eine Ausweitung der Produktionskapazitäten wäre ein wichtiger Schritt, um Impfstoffe auch in den ärmeren Ländern schnell verteilen zu können. Davon würden alle Staaten profitieren, so Tedros.

    Jüngst hatten sich Indien und Südafrika bei der Welthandelsorganisation (WTO) dafür eingesetzt, die Patente von Pharmafirmen auf Corona-Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Die Gespräche bei der WTO verliefen ergebnislos. Die reichen Länder argumentierten, dass es nicht genügend Produktionsfirmen gebe. Die Pharmaindustrie will verhindern, dass der Patentschutz angetastet wird. Investitionen in Medikamentenforschung lohnten sich nur, wenn die Firmen bei Erfolg damit auch Geld verdienen können, heißt es.

  • 2/26/21 5:18 PM
    Lockdown in weiten Teilen Griechenlands um eine Woche verlängert
    Rund vier Millionen Menschen im Großraum Athen werden mindestens eine weitere Woche mit einem Lockdown leben müssen. Ursprünglich hätte dieser nach zwei Wochen an diesem Sonntag enden sollen. Allerdings ist die Zahl der Neuinfektionen seither nicht so stark gesunken wie erhofft. Deshalb entschied der griechische Corona-Stab sich am Freitagnachmittag für eine Verlängerung. Außerdem gehen mehrere andere Gegenden in Griechenland wegen steigender Zahlen ebenfalls in den Lockdown.

    Die griechische Gesundheitsbehörde hatte am Freitag 1790 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden registriert, fast die Hälfte davon im Großraum Athen, wo die Intensivbetten zu 88 Prozent belegt sein sollen. Landesweit soll es rund 12 000 aktive Fälle geben, mit einem steigenden Anteil von Infektionen mit mutierten Viren.

    Zu den Gegenden, die neu in den Lockdown gehen, gehören die kretische Hafenstadt Heraklion, Teile der Halbinsel Peloponnes sowie die Inseln Samos uns Syros. Zu den Maßnahmen gehören geschlossene Schulen, Geschäfte und Gastronomie sowie eine tägliche Ausgangssperre von 21.00 bis 5.00 Uhr. Das Haus darf nur verlassen, wer einkaufen, zum Arzt, arbeiten oder sich sportlich betätigen will. Dazu müssen die Bürger jeweils eine entsprechende SMS an den Zivilschutz senden.

  • 2/26/21 5:15 PM
    Biontech-Chef: Deutliche Veränderung der Infektionsrate erst Ende Mai
    Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass die Menschen in einiger Zeit eine dritte Dosis einer Corona-Schutzimpfung brauchen könnten. Dem "Spiegel" sagte Sahin zudem, dass die Infektionsrate in Deutschland seiner Ansicht nach erst "ab Ende Mai oder Anfang Juni einen deutlichen impfstoffbedingten Rückgang verzeichnen" könnte. "Wir haben das Problem, dass B.1.1.7 nun auch hier anfängt zu grassieren. Ab Mitte März sollte sich bei der zuerst geimpften älteren Bevölkerung die Mortalität reduzieren, wenn die Impfungen weiter vorangehen", erklärte Sahin.

    "Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen", sagte der 55-Jährige. Das bedeute nicht, dass es keine neuen Ansteckungen mehr gebe. "Aber, dass wir ein normales Leben haben können."

    Auf die Frage, ob spätestens nächstes Jahr eine dritte Impfdosis für die Menschen nötig sei, sagte Sahin: "Ich glaube, ja. Allein schon, um den breiten Impfschutz in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten." Es könnte auch alle zwei Jahre eine Auffrischungsimpfung geben, die an die dann grassierenden Varianten angepasst sei. "Ähnlich wie bei der Grippe. Das könnte für uns dann die neue Normalität sein."

  • 2/26/21 4:30 PM
    RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten
    Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

    Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

  • 2/26/21 4:00 PM
    Modellrechnung: Millionen Bürger könnten schneller geimpft werden
    Millionen Bürger könnten deutlich schneller gegen Corona geimpft werden, wenn die zulässigen Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung voll ausgeschöpft und keine Impfdosen mehr für Zweitimpfungen zurückgelegt werden. Dies zeigen Modellrechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, die am Freitag veröffentlicht wurden. Würde so verfahren, könnten bis Ostern mehr als zwei Millionen zusätzliche Erstimpfungen gespritzt werden.

    Und bis zum Beginn der Sommerferien in den ersten Ländern am 21. Juni könnten sogar mehr als 7,5 Millionen zusätzliche Erstimpfungen stattfinden. Laut dem Modell könnten dann 58 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten. Im Unterschied dazu würden beim aktuellen Impfregime nur etwa 47 Prozent diesen Schutz bis zum Sommer bekommen, hieß es.

    In beiden Szenarien wurden nur die derzeit zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna sowie Astrazeneca berücksichtigt - und zwar nach den bislang avisierten Liefermengen. Dringend nötig sei zudem eine weitere Aufstockung der Impfkapazitäten, etwa durch Einbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sagte der Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried. Dies werde noch dringender, wenn weitere Impfstoffe zugelassen werden - insbesondere der Hersteller Johnson & Johnson sowie Curevac.

    Am Mittwoch hatte das Zentralinstitut vorgerechnet, dass 50 000 der bundesweit rund 75 000 Arztpraxen täglich jeweils 20 Impfstoffdosen verabreichen könnten - und dadurch mit bis zu fünf Millionen Impfungen in der Woche zügig zur Immunisierung der Bevölkerung beitragen.

  • 2/26/21 3:56 PM
    Norderneyer schenken 100 Corona-Pflegekräften Urlaub auf ihrer Insel
    Urlaub von der Pandemie: Norderneyer Hoteliers, Vermieter und Gastronomen spendieren 100 Corona-Pflegekräften aus Niedersachsen und NRW eine Woche Erholung auf ihrer Insel. Mehr als 125 Norderneyer mit eigenen Hotels, Gaststätten und Herbergen folgten einem Aufruf des Norderneyer Rotary Clubs und stellen nun Pflegekräften und ihren Partnern kostenlos Unterkünfte für eine Urlaubswoche zur Verfügung. "Was die Pflegekräfte in der Pandemie leisten ist der Wahnsinn. Das möchten wir gern honorieren", erklärt Jörg Saathoff, Präsident des Clubs, den Anlass der Aktion. Zuvor hatte die "Norderneyer Zeitung" berichtet.

    Mit dem Urlaub wollen die Insulaner den Corona-Pflegekräften eine Auszeit von ihrem stressigen Klinikalltag verschaffen. Neben der Gratis-Unterkunft soll ihnen die Fährüberfahrt und die Kurtaxe erstattet werden. Zudem gibt es Gutscheine für Leihräder, Restaurants und Museen. Über das Rotarier-Netzwerk wurden Kontakte zu Kliniken gesucht und dann Pflegekräfte ausgelost. Nun kommen etwa Beschäftigte aus Kliniken in Detmold, Lemgo, Dortmund, Essen, Hannover, Köln, Münster und Nordhorn in den Genuss der Insel-Urlaube. Wann sie nach Norderney reisen können, steht aber noch nicht fest - touristische Übernachtungen sind in Niedersachsen derzeit nicht zugelassen.

  • 2/26/21 3:31 PM
    Nagelstudio illegal betrieben - Kundin barfuß im Hof
    Der Ordnungsdienst der Stadt Krefeld hat ein trotz Coronaschutz-Verordnung geöffnetes Nagelstudio entdeckt. Obwohl die Rollläden größtenteils heruntergelassen waren, hätten die Kontrolleure im Innenraum Bewegungen wahrgenommen, teilte die Stadt am Freitag mit. Auf dem Hinterhof sei dann eine 54-jährige Frau barfuß entdeckt worden. Sie habe zugegeben, die Nagelpflege in Anspruch genommen zu haben. Die Betreiberin müsse nun 1000 Euro zahlen, die Kundin 250 Euro.
  • 2/26/21 3:28 PM
    Hamburgs Bürgermeister: Noch zwei, drei Monate durchhalten
    Vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage in der kommenden Woche hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erneut zur Vorsicht in Sachen Lockerungen gemahnt. Dass die Infektionszahlen bundesweit und auch in Hamburg wieder stiegen, sei "ein besorgniserregender Vorgang", sagte er am Freitag. Das bedeute, "dass wir in einer solchen Situation sehr vorsichtig bleiben müssen, obwohl ich weiß, wie groß die Erwartung und der Drang ist, wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren". Wieder "eskalierende" Infektionszahlen müssten unbedingt vermieden werden, um das bereits Erreichte nicht "auf den letzten Metern» zu verspielen. Auf die Frage, wie lang die letzten Meter sind, sagte er: "Nach meinem Gefühl sind es jetzt noch zwei, drei Monate."
  • 2/26/21 3:13 PM
    Studie: Biontech-Impfung reduziert asymptomatische Corona-Infektionen
    Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Impfung nicht nur symptomatische Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch dabei helfen kann, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

    Bei der noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlichten Untersuchung, an der unter anderem Wissenschaftler der Universität Cambridge beteiligt waren, wurden mehrere Tausend symptomfreie Mitarbeiter im britischen Gesundheitssystem zwischen dem 18. und 31. Januar auf das Virus getestet. Bei der Untersuchung ging es speziell um die Schutzwirkung bei nur einer Dosis. Eigentlich sind bei dem Biontech/Pfizer-Impfstoff zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen vorgesehen.

    Im Untersuchungszeitraum erhielten 0,80 Prozent der nicht-geimpften Personen ein positives Testergebnis (26 von 3252). Unter Geimpften, deren erste Dosis mindestens 12 Tage zurücklag, waren es 0,20 Prozent (4 von 1989).

    "Das sind großartige Neuigkeiten, der Pfizer-Impfstoff gewährt nicht nur Schutz gegen eine Erkrankung von Sars-CoV-2, sondern hilft auch dabei, Infektionen zu verhindern und reduziert das Potenzial, dass das Virus an andere weitergegeben werden kann", sagte Mike Weekes, Spezialist vom Cambridge University Hospitals NHS Foundation Trust (CUH), einer Mitteilung zufolge.

  • 2/26/21 3:11 PM
    Altmaier kündigt Nachbesserung bei Coronahilfen an
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat eine Nachbesserung bei den in der Kritik stehenden Coronahilfen angekündigt. Bei der Überbrückungshilfe III gebe es nun die Möglichkeit, dass Firmen Abschlagszahlungen von insgesamt 800 000 Euro für vier Monate ausgezahlt bekommen, wie Altmaier am Freitag in Berlin nach digitalen Beratungen mit seinen Amtskollegen der Länder sagte. Dies sei ab Freitag möglich. "Das wird vielen helfen, die dringend auf dieses Geld angewiesen sind", sagte Altmaier.

    Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten wie Mieten und Strom bezuschusst. Der maximale Förderbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat. Wirtschaftsverbände hatten die Politik wegen einer schleppenden Umsetzung der Hilfen wiederholt kritisiert.

  • 2/26/21 3:05 PM
    Bundesregierung erklärt Malta zum Corona-Hochrisikogebiet
    Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass dann schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

    Das Robert Koch-Institut gab diese und einige weitere Änderungen der Corona-Risikoliste am Freitag im Internet bekannt. Als "Hochinzidenzgebiete" gelten die Länder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) über 200 lag. Malta wird am Sonntag als 29. Land in diese Kategorie aufgenommen.

    Die Inselgruppe im Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika hat rund 500 000 Einwohner. In dem kleinen EU-Land gab es in den vergangenen Tagen jeweils um die 200 neue Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden, am Freitag waren es 258. Gesundheitsminister Chris Fearne warnt, dass die Ausbreitung neuer Virus-Varianten, besonders der britischen, Malta vor große Probleme stelle. Ärzte klagen, dass die Situation in den Intensivstationen kritisch sei: Die Krankenhäuser könnten die Patientenzahl bald nicht mehr bewältigen. Und das, obwohl die Impfkampagne in Malta gut vorankommt: Rund 10 Prozent der Menschen haben bisher nach offiziellen Angaben die erste Impfstoffdosis erhalten, mehr als 4 Prozent sind vollständig geimpft.

  • 2/26/21 2:38 PM
    Gastgewerbe pocht auf Lockerungen
    Das Gastgewerbe bekräftigt vor dem Bund-Länder-Treffen am 3. März seine Forderung nach konkreten Öffnungsperspektiven. "Wir erwarten einen klaren Fahrplan mit verbindlichen und nachvollziehbaren Kriterien, wann, was und wie unter welchen Voraussetzungen wieder möglich ist", sagt der Präsident des Lobbyverbands Dehoga, Guido Zöllick. "Eine Fortsetzung der Politik nach dem Motto 'Ihr bleibt zu, um die übrige Wirtschaft geöffnet zu halten' und damit einen Lockdown des Gastgewerbes als Dauerzustand, akzeptieren wir nicht." Die Voraussetzungen für die Öffnungsschritte sollten bundesweit einheitlich definiert werden. Der Dehoga fordert zudem "deutlich mehr Tempo und Professionalität bei den Impfungen" und eine effektive Schnellteststrategie.
  • 2/26/21 2:35 PM
    Nächste Corona-Lockerungen für Schleswig-Holstein beschlossen
    Die Landesregierung hat weitere vorsichtige Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein beschlossen. Wie bereits angekündigt, dürfen ab Montag Blumenläden, Gärtnereien, Gartenbaucenter und abgetrennte Gartenabteilungen von Baumärkten wieder öffnen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bezeichnete die am Freitag mit der neuen Corona-Verordnung auf den Weg gebrachten Änderungen als verantwortbar.

    Mit entsprechenden Hygienekonzepten dürfen ab Montag Friseure und Anbieter anderer körpernaher Dienstleistungen wie Bart- und Nagelpflege ihre Läden wieder öffnen. Gleiches gilt für Individualsport auf Sportanlagen. Sport ist gemeinsam mit dem eigenen Hausstand oder einer weiteren Person möglich. Darunter fallen auch Fitnessstudios. In geschlossenen Räumen gilt eine wichtige Beschränkung: Dort dürfen pro Raum nur Personen eines Hausstandes oder zwei Personen aus verschiedenen Haushalten Sport machen. Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern bleibt untersagt.

    Außerdem sollen die Tierparks, Wildparks, Aquarien und Zoos ihre Außenbereiche wieder öffnen können. Die Besucherzahl wird auf eine Person je 20 Quadratmeter der zugänglichen Wege- und Verkehrsfläche begrenzt. Außerdem müssen die Betreiber die Kontaktdaten der Besucher erfassen.

    Die neue Corona-Verordnung gilt bis einschließlich 7. März 2021.

  • 2/26/21 2:21 PM
    Altmaier: Außengastronomie ab Ostern wieder möglich
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält Außengastronomie bald wieder für möglich. Das sei gegen Ostern vermutlich drin, sagt der CDU-Politiker.
    Was genau geplant ist haben wir hier zusammengefasst:

  • 2/26/21 2:16 PM
    Gruppen treffen sich trotz Corona in Wuppertal - 70 Anzeigen
    Wegen verbotener Treffen größerer Gruppen mit bis zu 200 Personen und oft ohne Maske und Abstand haben Polizei und Ordnungsamt in Wuppertal am Donnerstag mehrfach eingreifen müssen. Es seien mehr als 70 Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet und etwa doppelt so viele Platzverweise ausgesprochen worden - teils per Lautsprecher, teilten die Behörden mit. Die Treffen der Menschen in Parkanlagen der Stadt und auf Plätzen hätten "einen Party- und Eventcharakter" gehabt. "Eine Gruppe kam Platzverweisen nicht nach und provozierte die Einsatzkräfte mit lauten Rufen und Gesten", hieß es in dem Bericht. Bei allem Verständnis für den Wunsch nach frischer Luft bei schönem Wetter - die Vorgaben der Coronaschutzverordnung würden durchgesetzt, betonten Stadt und Polizei.
  • 2/26/21 1:19 PM
    Impfungen in Hamburger Pflegeeinrichtungen abgeschlossen
    Die Corona-Schutzimpfungen in den Hamburger Pflegeeinrichtungen sind am Freitag abgeschlossen worden. Das sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Alle Impfwilligen hätten eine zweite Dosis erhalten. "Mit dem heutigen Tage sind dann die Impfangebote flächendeckend abgeschlossen." Es werde jedoch auch in den kommenden Wochen noch Besuche der mobilen Impfteams geben - etwa für Senioren, die neu eingezogen seien.
  • 2/26/21 12:38 PM
    Großes Verdienstkreuz für Biontech-Gründer
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will den Gründern des Biotech-Unternehmens und Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin das Bundesverdienstkreuz verleihen. Am 19. März bekommt das Ehepaar im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Türeci und Sahin "verbinden medizinische Grundlagenforschung mit deren Übersetzung in eine praktische Nutzung", erklärte das Präsidialamt. "Dank ihrer weltweit anerkannten Kompetenz im Bereich der mRNA-Technologien und ihres unermüdlichen Einsatzes gelang ihnen innerhalb kürzester Zeit die Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19. Sie haben damit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet."
  • 2/26/21 12:02 PM
    Epidemiologe: Müssen uns von Inzidenz 35 verabschieden
    "Die Zahl 35 liegt in weiter Ferne" sagt Prof. Timo Ulrichs. Allerdings handele es sich nicht um einen steilen Wiederanstieg. Welche Konsequenz der Epidemiologe daraus zieht, lesen Sie im Artikel.
  • 2/26/21 11:53 AM
    Nach Impf-Ärger: FDP-Abgeordneter in NRW tritt von Ämtern zurück
    Nach Ärger um umstrittene Corona-Impfungen tritt der nordrhein-westfälische FDP-Landtagsagabgeordnete Ralph Bombis von seinen politischen Ämtern zurück. Das hat er dem Vorstand des FDP-Kreisverbands Rhein-Erft nach dpa-Informationen am Donnerstagabend mitgeteilt. Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass der 49-jährige Bombis und seine Frau bereits gegen das Coronavirus geimpft worden waren. Bombis leitet drei Senioren- und Pflegeheime. Am Donnerstag habe er nun erfahren, dass Impfreste aus seinen Einrichtungen auch an Personen aus seinem engen persönlichen Umfeld verimpft worden seien, schrieb Bombis an den Vorstand. "Dieser neue Sachverhalt ist - unabhängig von einer rechtlichen Bewertung, die von anderen vorzunehmen ist - politisch von mir zu verantworten", hieß es in der Erklärung des Abgeordneten aus Erftstadt, aus der am Freitag mehrere Medien zitierten. "Ich bitte noch einmal bei allen, die ich durch mein Verhalten verletzt habe, um Entschuldigung. Es tut mir aufrichtig leid", schrieb Bombis.
  • 2/26/21 10:47 AM
    Schnellere Corona-Impfungen in Härtefällen möglich
    Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohem Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden. Das sei aber nur aufgrund von Einzelfallentscheidungen möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mit. Voraussetzungen sind ein aktuelles Attest vom Arzt und ein Antrag. "Es gibt Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in der Liste der Coronaimpfverordnung nicht wiederfinden", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Jetzt sei "ein im Grundsatz pragmatisches Verfahren" geschaffen worden, das den Betroffenen "bestmöglich weiterhelfen" solle. In Frage kämen zum Beispiel Personen, denen eine Chemotherapie bevorstehe. Zuerst hatte der WDR berichtet.
  • 2/26/21 10:08 AM
    Studie: Schützt eine dritte Impfung besser?
    In einer neuen Studie werden das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Partner Pfizer die Wirkung einer möglichen dritten Auffrischung mit ihrem Corona-Impfstoff testen. Mehr Details lesen Sie im Artikel.
  • 2/26/21 9:49 AM
    RKI-Chef: Ohne Maßnahmen "steuern wir in die dritte Welle"
    Neben positiven Entwicklungen seit Jahresbeginn erkennt der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, auch erste deutliche Signale einer Trendumkehr, berichtet ntv.de. Die Fallzahlen stagnierten zuletzt. Die Sieben-Tage-Inzidenz habe sich um die 60 eingependelt. Zwar sei die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten bundesweit betrachtet seit Wochen rückläufig - mancherorts würde sie aber wieder steigen. Die Inzidenz bei jüngeren Bevölkerungsgruppen wachse, was auch durch Virus-Varianten wie B.1.1.7 zu erklären sei. Die Mutante breite sich rasch aus, sei deutlich ansteckender und noch gefährlicher, und zwar für alle Altersgruppen, sagt Wieler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Jeder Bürger, jede Bürgerin sollte die Maßnahmen daher weiterhin anwenden, "ansonsten steuern wir in die dritte Welle".
  • 2/26/21 9:45 AM
    Impfstoff bald auch in Arztpraxen
    Mehr Kapazitäten für Impfungen: Bald soll es den Impfstoff nicht mehr nur in Impfzentren, sondern auch in Arztpraxen geben. Wie genau das funktionieren soll, erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hier.
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  • 2/26/21 9:35 AM
    RKI-Präsident Wieler sieht "deutliche Signale einer Trendumkehr"
    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagt in Berlin, die Virusmutation B117 breite sich rasch aus. Sie sei "deutlich gefährlicher, und zwar in allen Altersgruppen". Nach der positiven Entwicklung zu Jahresbeginn stelle er nun "deutliche Signale einer Trendumkehr" fest. Wichtig sei, dass die Regeln weiter eingehalten würden. "Ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle", warnt Wieler.
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