Die Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER: Ende der Verdienstausfall-Entschädigung ab 11. Oktober im Gespräch

Immer mehr Bundesländer setzen die Maskenpflicht im Unterricht aus.
Immer mehr Bundesländer setzen die Maskenpflicht im Unterricht aus.
© dpa, Matthias Balk, bsc

21. September 2021 - 18:01 Uhr

Aktuelle Informationen zum Coronavirus im Live-Ticker

  • 9/21/20213:57:19 PM
    Ende der Verdienstausfall-Entschädigung ab 11. Oktober im Gespräch
    In der Corona-Krise ist ein Ende der Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen angeordneter Quarantäne für Ungeimpfte spätestens ab 11. Oktober im Gespräch. Das geht aus einem Entwurf für Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern an diesem Mittwoch hervor, über den zuerst das "Handelsblatt" berichtete. Auch "Business Insider" berichtete über diesen Termin. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war er zunächst noch nicht final zwischen Bund und Ländern abgestimmt.

    Die Fachminister wollen am Mittwoch über eine bundesweit einheitliche Linie beraten. In ersten Ländern sollen Nicht-Geimpfte bald schon keinen Anspruch auf Entschädigung für Verdienstausfälle mehr haben. Das Bundesinfektionsschutzgesetz sieht dies bereits vor, wenn eine Absonderung hätte vermieden werden können, indem man eine empfohlene Schutzimpfung in Anspruch nimmt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte grundsätzlich Sympathie für eine solche Linie erkennen lassen und erläutert, die Handhabung liege aber bei den Ländern.

    Konkret geht es um Ausgleich für Verdienstausfälle durch den Staat bei Quarantäne, etwa wenn man Kontaktperson von Infizierten war. Unabhängig davon haben Beschäftigte Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber im Krankheitsfall, also wenn man sich mit Corona infiziert hat. 
  • 9/21/20213:02:41 PM
    Corona-Lage in hessischen Krankenhäusern leicht verbessert
    82 Prozent der auf hessischen Intensivstationen behandelten Patienten mit einer Covid-19-Infektion sind nicht vollständig geimpft. Das geht aus dem Dienstag veröffentlichten Corona-Bulletin des hessischen Sozialministeriums hervor. Bei drei Prozent der Patienten auf den Intensivstationen sei der Impfstatus unbekannt. 15 Prozent der Betroffenen verfügten über eine vollständige Corona-Impfung.

    Die Corona-Lage in den hessischen Krankenhäusern hat sich demnach weiter leicht verbessert. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz im Land habe bei 1,99 nach 2,1 am Vortag gelegen. Der Wert beschreibt, wie viele Personen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus landesweit neu aufgenommen wurden.

  • 9/21/20212:21:17 PM
    Rheinland-Pfalz lockert Corona-Regeln für Kinder und Jugendliche
    Die rheinland-pfälzische Landesregierung lockert die Corona-Regeln für Kinder und Jugendliche im Sport- und Kulturbereich. Die aktuell geltende Höchstgrenze von maximal 25 Personen in Warnstufe 1, die nicht geimpft oder genesen sind, wird im Bereich des Amateur- und Freizeitsports für Kinder und Jugendliche übergangsweise auch in den Warnstufen 2 und 3 nicht weiter eingeschränkt. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

    Konkret bedeute dies, das unabhängig von der Warnstufe stets bis zu 25 "nicht-immunisierte" und darüber hinaus eine unbegrenzte Anzahl an genesenen, geimpften oder "diesen gleichgestellten" Kinder und Jugendliche teilnehmen können. Voraussetzung ist, die Gruppe besteht aus Mädchen und Jungen bis einschließlich 17 Jahren.
  • 9/21/20212:19:00 PM
    Stadt Wien führt 2G-Regel für Veranstaltungen ein
    Österreichs Hauptstadt erhöht mit neuen Corona-Regeln den Druck auf Ungeimpfte. Zu Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen und in der Nachtgastronomie sind in Wien ab 1. Oktober nur mehr Geimpfte und von Covid-19 Genesene zugelassen, wie Bürgermeister Michael Ludwig am Dienstag bekanntgab. 

    Laut dieser 2G-Regel reicht dann ein negatives Testergebnis nicht mehr für den Besuch aus. Die Regel diene dazu, Menschen zur Impfung zu bewegen und Engpässe in den Krankenhäusern zu verhindern, sagte Ludwig bei einer Pressekonferenz. "Wir sind jetzt schon in der Situation, dass wir Operationen verschieben müssen", sagte er.
  • 9/21/20212:18:58 PM
    Keine Verdienst-Entschädigung für Ungeimpfte bei Quarantäne
    Ungeimpfte Beschäftige in Quarantäne müssen laut "Handelsblatt" damit rechnen, auf einen Teil ihres Lohnes verzichten zu müssen. Arbeitgeber sollen für diesen Fall spätestens ab dem 11. Oktober keine staatliche Entschädigung mehr für den Verdienstausfall erhalten. Das gehe aus einem Beschlussentwurf zu dem Treffen der Gesundheitsminister am Mittwoch hervor, wie die Zeitung berichtet. 

    Demnach sollen die Länder spätestens ab dem 11. Oktober "denjenigen Personen keine Entschädigung mehr gewähren, die als Kontaktpersonen oder Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet" bei einer Quarantäne keinen vollständigen Impfschutz vorweisen können, obwohl für sie eine öffentliche Empfehlung vorliegt. Ausnahmen gelten dem Bericht zufolge für die Personen, für die bis zu acht Wochen vor der Quarantäne-Anordnung keine Impfempfehlung vorlag. "Gleiches gilt, sofern eine medizinische Kontraindikation hinsichtlich der Covid-19-Schutzimpfung durch ärztliches Attest bestätigt wird", wird aus dem Papier zitiert.
  • 9/21/20211:46:35 PM
    UN-Chef mahnt zu stärkerem Kampf gegen Corona und Klimawandel 
    Mit drastischen Worten hat UN-Generalsekretär António Guterres zum Auftakt der UN-Vollversammlung die internationale Gemeinschaft zu mehr gemeinsamem Engagement beim Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Klimawandel aufgefordert. "Ich bin hier, um Alarm zu schlagen: Die Welt muss aufwachen", sagte Guterres am Dienstag zum Beginn der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. "Wir stehen am Rande des Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung. Unsere Welt war noch nie in größerer Gefahr und noch nie gespaltener. Wir stehen vor der größten Kaskade von Krise unserer Lebenszeit."

    Die ungleiche Verteilung von Impfstoff gegen das Coronavirus beispielsweise bezeichnete Guterres als "Obszönität". "Eine Mehrheit der reicheren Welt ist geimpft. Aber mehr als 90 Prozent der Afrikaner warten immer noch auf ihre erste Dosis. Das ist eine moralische Anklage des Zustands unserer Welt", sagte Guterres. "Wir haben den Wissenschaftstest bestanden. Aber in Ethik sind wir durchgefallen."
  • 9/21/20211:20:00 PM
    Niedersachsen weitet Freiheiten für Geimpfte und Genesene aus
    Die sogenannte 2G-Regel in der Corona-Pandemie wird in Niedersachsen künftig in vielen Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, bei Kultur- oder Sportveranstaltungen. Betreiber und Veranstalter, die sich dazu entscheiden, nur noch Geimpften und Genesenen (2G) Zutritt zu gewähren, sind in ihren Betrieben und Einrichtungen von der Durchsetzung der Maskenpflicht und Abstandsregeln befreit. Eine entsprechende Änderungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. November, wie die Landesregierung am Dienstag ankündigte. 

    Die Freiheiten für Geimpfte und Genesene werden damit ausgeweitet. Für Ungeimpfte wird das Leben hingegen aufwendiger, ein negativer Corona-Test reicht für den Zutritt zu bestimmten Bereichen dann nicht mehr aus.

  • 9/21/20211:03:08 PM
    Hospitalisierung wird neuer Leitindikator in Niedersachsen
    Für die Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen wird künftig die Hospitalisierung als neuer Leitindikator herangezogen. Sie bestimmt sich nach der landesweiten Zahl der Einweisungen von Covid-19 Erkrankten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen, wie Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung bei der Vorstellung der neuen Corona-Verordnung erläuterte.

    Eine Warnstufe wird künftig erreicht, wenn der neue Leitindikator und mindestens einer der beiden anderen bereits bekannten Indikatoren (Neuinfizierte und Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Der Indikator Neuinfizierte richtet sich für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt nach der Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Der Indikator Intensivbetten meint den landesweiten prozentualen Anteil der von Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten an der gesamten Intensivbettenkapazität.

    Ausgerufen werden die Warnstufen künftig vom Land, wenn die Indikatoren Hospitalisierung und Intensivbetten die kritischen Werte an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschreiten. Die Änderungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. November.
  • 9/21/202112:48:11 PM
    Maskenpflicht im Unterricht entfällt für einige Schulklassen
    Immer mehr Bundesländer setzen die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler einiger Klassen im Unterricht aus. In Niedersachsen müssen Schüler der ersten und zweiten Klassen künftig keine Schutzmaske mehr im Unterricht tragen. Das gilt bereits von Mittwoch an, wie die Landesregierung in Hannover mitteilte. Im Saarland wird ebenfalls ab Mittwoch die Maskenpflicht generell im Unterricht ausgesetzt. Hier müssen Masken dann nur noch auf den Fluren in den Schulgebäuden getragen werden. 
  • 9/21/202112:22:11 PM
    Saarland: Maskenpflicht im Unterricht entfällt ab Mittwoch
    Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, die Maskenpflicht im Schulunterricht auszusetzen. Wie es in einer Mitteilung heißt, müssen Masken von Mittwoch, 22. September, an nur noch auf den Fluren in den Schulgebäuden getragen werden. Als Begründung nennt die Landesregierung eine mittlerweile stabilisierte Corona-Lage und die "voranschreitenden Normalisierung in verschiedenen Lebensbereichen".
    "Ich habe in den vergangenen Wochen in der Landesregierung immer wieder deutlich gemacht, dass eine Normalisierung des Lebens für Erwachsene auch mit Erleichterungen für Kinder und Jugendliche einhergehen muss", wird Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) in der Mitteilung zitiert. Das zuständige Sozialministerium sowie das Bildungsministerium sollen den Angaben zufolge nun so schnell wie möglich eine verbindliche Lösung mit Blick auf die Quarantäneanordnungen erarbeiten. Als Vorbild nennt die Landesregierung die Praxis im Nachbarland Rheinland-Pfalz.

  • 9/21/202112:09:07 PM
    Corona-Auffrischimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson soll Wirkung deutlich verstärken
    Eine Corona-Auffrischimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson verstärkt nach Angaben des US-Pharmakonzerns die Wirkung deutlich. Eine Booster-Impfung etwa zwei Wochen nach der ersten Impfung erhöhe den Schutz vor einem moderaten bis schweren Verlauf einer Infektion auf 94 Prozent, teilt das Unternehmen unter Verweis auf Untersuchungsergebnisse mit. Im Vergleich dazu bietet eine Einzeldosis den Angaben zufolge einen Schutz von 70 Prozent. Die Antikörperbildung werde um das Vier- bis Sechsfache erhöht, bei einer Verabreichung sechs Monate nach der ersten Dosis stiegen die Antikörperspiegel sogar um das Zwölffache, heißt es weiter. Die Nebenwirkungen von zwei Dosen seien mit denen vergleichbar, die in Studien bei einer Einzelimpfung beobachtet worden seien. Der Konzern betont zugleich, dass bei seinem Vakzin weiterhin eine Einzeldosis grundsätzlich ausreichend sei.
  • 9/21/202111:27:22 AM
    Hamburg lockert 2G-Modell - Maskenpflicht entfällt
    In Hamburg können Fußballstadien ab dem kommenden Wochenende unter 2G-Bedingungen wieder bis zum letzten Platz besetzt werden. Auch in den Hamburger Clubs dürfen Geimpfte und Genesene ab Samstag wieder ohne Maske und abstandslos tanzen, wie die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag sagte.
  • 9/21/202110:54:11 AM
    Söder hofft auf Impfschub nach Aus für kostenlose Tests
    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hofft auf einen neuen Impfschub, wenn ab 11. Oktober die Corona-Tests nicht mehr kostenlos sind. Das sagt der CSU-Politiker nach der Sitzung des Landeskabinetts. Die jüngste "Impfwoche" habe nur einen marginalen Erfolg gebracht, räumt er ein. "Jetzt muss jede Woche eine Impfwoche sein." Die hohen Inzidenzen im Süden Bayerns korrelierten mit den verhältnismäßig niedrigen Impfquoten in der Region.
  • 9/21/20219:40:18 AM
    Baerbock und Ziemiak beklagen Radikalisierung von Maskengegnern
    Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat erschüttert auf den tödlichen Angriff reagiert, der durch einen Streit um die Maskenpflicht ausgelöst wurde. "Die Radikalisierung des Querdenkermilieus bereitet mir große Sorgen", schrieb Baerbock am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. "Wir sind alle gefordert, uns gegen den zunehmenden Hass zu stellen."
    Im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein war am Wochenende ein Tankstellen-Kassierer nach einem Streit mit einem Kunden um die Maskenpflicht erschossen worden. Ähnlich wie Baerbock reagierte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. "Ein junger Mensch wird nahezu hingerichtet, weil er auf die Maskenpflicht hinweist", schrieb Ziemiak auf Twitter und sprach von einem "unfassbaren Maß an Radikalisierung".

  • 9/21/20219:21:36 AM
    Studie: Corona-Pandemie hat Selbstständige hart getroffen
    Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben einer neuen Studie zufolge Selbstständige besonders hart getroffen. Mehr als ein Drittel von ihnen habe im Verlauf der Krise Einkommen eingebüßt, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag. Insbesondere Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter, die ohnehin oft unter prekären Bedingungen arbeiteten, habe die Krise schwer belastet.
    Während sich an der Einkommensverteilung bei den Arbeitnehmern wenig verändert habe, sei bei den Selbstständigen eine klare Verschiebung nach unten festzustellen, heißt es in der Studie. Der Anteil derjenigen mit weniger als 1500 Euro netto im Monat habe sich verdoppelt. Am stärksten betroffen seien solo-selbstständige Frauen, von denen aktuell 33 Prozent weniger als 1500 Euro verdienten. Von den solo-selbstständigen Männern fielen 18 Prozent in diese Kategorie.
    "Die Erfahrung mit der Pandemie verdeutlicht, dass der Mangel an sozialer Absicherung für Selbstständige eine schwerwiegende und folgenreiche Lücke in den Sozialversicherungssystemen darstellt", heißt es in der Studie. Um diese Lücke zu schließen, sollten Selbstständige möglichst umfassend in die obligatorischen staatlichen Versicherungssysteme einbezogen werden, fordern die WSI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Forscher hatten Daten der Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet, für die zuletzt im Juli 2021 gut 5000 Erwerbstätige und Arbeitssuchende interviewt worden waren.

  • 9/21/20218:41:28 AM
    USA: So viele Tote durch Corona wie durch die Spanische Grippe
    Die Coronavirus-Pandemie hat in den USA in etwa so viele Menschen das Leben gekostet wie die Spanische Grippe 1918 bis 1919. Die Johns-Hopkins-Universität meldete gut 674.000 Todesfälle in Verbindung mit Corona. Das entspricht etwa der Zahl der Grippetoten bei der Pandemie vor gut 100 Jahren, die auf 675.000 geschätzt wird. Täglich kommen derzeit im Durchschnitt 1900 Todesfälle hinzu und im Herbst könnte es nach Berechnungen der Universität Washington noch einen Anstieg geben.
    Obwohl sich die Todeszahlen derzeit gleichen, war die Wirkung der Spanische Grippe nach Einschätzung von Experten ungleich schwerer, weil die USA damals nur ein Drittel ihrer heutigen Einwohnerzahl von rund 330 Millionen hatten. Global gesehen war die Spanische Grippe noch verheerender. Sie tötete etwa 50 Millionen Menschen weltweit, im Zusammenhang mit Corona sind es bislang 4,6 Millionen.

  • 9/21/20218:40:32 AM
    Paul Ehrlich-Preis für Gründer und Mitarbeiter von BioNTech
    Die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech werden mit dem den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 geehrt. Die drei Preisträger erhalten die Auszeichnung "für ihre Erforschung und Entwicklung von messenger-RNA zu präventiven und therapeutischen Zwecken", wie der Stiftungsrat am Dienstag in Frankfurt am Main bekanntgab. Das Preisgeld in Höhe von 120 000 Euro teilen sich die Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci (54) und Ugur Sahin (56), und die Biochemikerin Katalin Karikó (66), die sich 2013 dem Unternehmen anschloss.
    Die Auszeichnung gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der medizinischen Grundlagenforschung. Viele Preisträger der vergangenen Jahrzehnte bekamen später den Medizin-Nobelpreis. Die Ehrung wird seit 1952 verliehen. Überreicht wird der Preis traditionell am Geburtstag des Nobelpreisträgers Paul Ehrlich, dem 14. März.
    Die Ehrung würdigt mehr als die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Die Preisträger hätten eine Technologie etabliert, «die in Teilbereichen der Medizin einen Paradigmenwechsel einleiten dürfte», begründete der Stiftungsrat seine Wahl. Die Möglichkeiten reichten von der Gabe von Impfantigenen oder therapeutisch wirksamen Proteinen hin zur internen Produktion in den Körperzellen der Patienten. Die "spektakulär schnelle" Entwicklung eines hochwirksamen Impfstoffes gegen Covid-19 würdigte die Jury als "herausragenden Erfolg".

  • 9/21/20218:01:58 AM
    Karnevalsauftakt am 11.11.: Stadt Köln plant 3G-Regeln
    Zum traditionellen Karnevalsauftakt am 11.11. will die Stadt Köln Teile der Altstadt und rund um die bei Jecken beliebte Zülpicher Straße zu einer 3G-Zone machen: Zutritt hätte damit nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist, wie nach einem Runden Tisch mit den Karnevalsverantwortlichen mitgeteilt wurde. Per Allgemeinverfügung solle es eine "Zutrittsregelung" geben, die unter anderem rund um den Heumarkt gilt. Auf dem Platz selbst - wo es wie gewohnt eine Bühne geben soll - setzt der Veranstalter sogar auf die 2G-Regel: Dort darf nur rein, wer geimpft oder genesen ist. Auch das sogenannte Kwartier Latäng rund um die Zülpicher Straße soll laut Mitteilung vom Montagabend mit einer 3G-Zutrittsregel belegt werden. Die Straße mit vielen Kneipen war vor Corona zum Karnevalsauftakt und an Karneval selbst stets dicht gefüllt.

  • 9/21/20218:00:20 AM
    Fast ein Fünftel weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen wegen Corona
    Die Corona-Pandemie sorgt weiter für ein Minus bei den Fahrgastzahlen von Bussen und Bahnen. Im ersten Halbjahr 2021 wurden fast 3,5 Milliarden Fahrten registriert und damit 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Eisenbahn-Fernverkehr lag das Minus bei 34 Prozent, im Fernbusverkehr sogar bei 92 Prozent. Der öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen, der 99 Prozent des Linienverkehrs ausmacht, lag 17 Prozent unter dem Vorjahreswert, es handele sich hier aber um vorläufige Ergebnisse. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019, dem Jahr vor Ausbruch des Coronavirus, beträgt der Rückgang insgesamt 42 Prozent.
  • 9/21/20216:02:47 AM
    Gesundheitsausschuss rechnet mit Corona-Maßnahmen bis März 2022
    Der Vorschlag eines "Freedom Days" am 30. Oktober, bei dem alle Corona-Beschränkungen fallen sollen, stößt weiter auf Kritik. "Ich finde es nicht kollegial, solche zusätzlichen Belastungen einfach zu ignorieren, weil man das Maskentragen leid ist", sagte die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Impfquote ist viel zu niedrig, um beispielsweise Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen aufzuheben." Der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel ergänzte gegenüber dem RND: "Ich halte den Vorschlag für nicht hilfreich in der aktuellen Situation, kurz vor einer möglichen vierten Welle." Er rechne allerdings mit vollständiger Normalität ab März 2022. Kassenärztechef Andreas Gassen hatte den Vorschlag kürzlich gemacht - und war dafür bereits deutlich kritisiert worden.
  • 9/21/20215:23:10 AM
    Verdienstausfall bei Quarantäne wird auch Ungeimpften weiterhin gezahlt
    Der Sozialverband VdK lehnt die Pläne mehrerer Bundesländer ab, Ungeimpften in Corona-Quarantäne keinen Lohnersatz mehr zu zahlen. "Der Verdienstausfall muss bei einer Quarantäne unabhängig vom Impfstatus gezahlt werden", sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie appelliere an die Gesundheitsminister der Länder, bei ihren Beratungen am Mittwoch eine einheitliche Regelung zu finden. Es gebe zurecht keine allgemeine Impfpflicht. Dann dürfe es aber auch keine existenzgefährdenden Folgen haben, wenn sich ein Mensch mit angeschlagener Gesundheit aufgrund einer chronischen Erkrankung gegen eine Impfung entscheide. "Wenn wegen einer Quarantäne ein halber Monatsverdienst wegfällt, werden gerade ärmere Menschen unverhältnismäßig stark darunter leiden", sagt Bentele.
  • 9/21/20214:42:28 AM
    Versicherungsvorsitzender schlägt unterschiedliche Versicherungstarife für Geimpfte und Ungeimpfte vor
    Der Vorstandsvorsitzende der genossenschaftlichen R+V-Versicherung, Norbert Rollinger, schlägt vor, unterschiedliche Versicherungstarife für Geimpfte und Ungeimpfte einzuführen. "Das sind schließlich Kosten der Gemeinschaft: Wenn jemand wegen Corona auf der Intensivstation landet, ist das deutlich teurer als eine Impfung", sagt Rollinger in einem Interview mit t-online laut Vorabbericht. Schon jetzt dürften Krankenkassen beim Tarif zwischen Rauchern und Nicht-Rauchern unterscheiden. Dies könne man auch bei der Corona-Impfung machen.
  • 9/21/20214:40:04 AM
    RKI meldet 4.664 Neuinfektionen - Inzidenz bei 68,5
    Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht rückläufig. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 68,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 71,0 gelegen, vor einer Woche bei 81,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4664 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6325 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 81 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.150.516 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

  • 9/20/20217:40:40 PM
    FDP und Freie Wähler für Diskussion über Ende der Corona-Regeln
    Der Chef der rheinland-pfälzischen FDP-Landtagsfraktion, Philipp Fernis, hat die Definition eines Kriteriums für ein Ende der Corona-Maßnahmen gefordert. "Damit die Menschen ein Ziel haben", sagte Fernis heute in Mainz. Ein solches Kriterium könne die Impfquote sein, festgelegt werden müsse es aber von medizinischen Experten. Auf Initiative der neuen Fraktion der Freien Wähler wird der Landtag in Mainz am Donnerstag über das Thema debattieren.

  • 9/20/20215:02:24 PM
    Corona-Spürhunde: Hochschule zieht positives Zwischenfazit
    Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

    Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

  • 9/20/20214:25:03 PM
    Mit Impfung schon ab November wieder in die USA
    Das kündigte der Coronavirus-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, am Montag an. Die Lockerungen kommen nach gut eineinhalb Jahren eines weitgehenden Einreisestopps für Menschen aus zahlreichen Ländern, darunter für Einwohner der EU und Briten. Die Reisebranche und die Wirtschaft dürften damit aufatmen, aber auch viele Privatleute, die über Monate von Familienmitgliedern und Freunden getrennt waren und auf US-Urlaube verzichten mussten.
  • 9/20/20212:18:47 PM
    USA heben Einreisestopp für Geimpfte aus EU bald auf
    Die USA werden die Einreisebeschränkungen für Menschen aufheben, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Das gab die US-Regierung am Montag bekannt. Der weitgehende Einreisestopp war Anfang 2020 zu Beginn der Pandemie vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt worden.
  • 9/20/202111:15:00 AM
    Lehrermangel macht Nach-Corona-Zeit noch schwieriger
    Die Personal-Knappheit an niedersächsischen Schulen erschwert aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW für die Schülerinnen und Schüler den Neustart nach monatelangem Homeschooling. Dabei gehe es vielerorts gar nicht um das Nachholen von Stoff, sondern um das Aufarbeiten des Erlebten, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Montag der dpa. Problematisch sei, dass die meisten Personalmaßnahmen in Zusammenhang mit Corona zeitlich befristet seien: "So ist es schwierig, die Stellen zu besetzen und später ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis zu den Schülerinnen und Schülern auszubauen." Niedersachsen habe seit Jahren verschlafen, genügend Ausbildungsplätze für Lehrkräfte zu schaffen.

    Zum Schuljahresbeginn vor knapp drei Wochen waren nach Angaben von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) 1600 der knapp 2000 ausgeschriebenen Lehrerstellen in Niedersachsen besetzt worden. Damals betonte der Minister, dass das Einstellungsverfahren aber noch laufe. GEW-Chefin Pooth sagte: «Besonders dramatisch stellt sich der Personalmangel an Real-, Haupt- und Oberschu
  • 9/20/202110:56:50 AM
    Pfizer/Biontech-Impfstoff: Studie zur Wirksamkeit bei Kindern ab fünf Jahren

  • 9/20/202110:50:00 AM
    Österreich: 3G-Regel für Skipisten
    In Österreich gilt in der kommenden Wintersportsaison auf den Skipisten die sogenannte 3G-Regel. Seilbahnbetreiber dürfen nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern, wie die Regierung am Montag in Wien bekanntgab. Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen wird es für die Skilifte nicht geben, eine FFP2-Maskenpflicht jedoch schon. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft. "Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird", sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz in Wien.

    Derzeit sind rund 200 Intensivbetten in Österreich mit Covid-19-Patienten belegt. Wenn die Zahl auf 300 steigt, dürfen Ungeimpfte keine Après-Ski-Lokale mehr besuchen - auch nicht mit negativem Testergebnis, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Ab dieser Stufe dürfen Seilbahnen, Gastronomie und Hotels außerdem keine Selbsttests mehr akzeptieren. Ab einer Intensivauslastung von 400 Betten müssen Ungeimpfte negative PCR-Tests vorweisen. Die weniger genauen Antigentests sind dann nicht mehr ausreichend.

  • 9/20/202110:40:00 AM
    Vollständig geimpft: Deutsche Quote steigt auf 63,1 Prozent
    Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.
    Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind - voll geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. "Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter", schrieb Spahn auf Twitter.
  • 9/20/202110:14:50 AM
    USA: Todesfälle in Folge von Corona steigen dramatisch
    Diese Entwicklung in den USA bereitet Sorge: Zwar entspannt sich die Lage bei den Neuinfektionen mit Covid, dafür steigt die Zahl der Todesfälle in Folge einer Ansteckung mit dem Virus aber weiter dramatisch an. Wie die "New York Times" meldet, wurden zuletzt innerhalb von 24 Stunden durchschnittlich 2.011 weitere Todesfälle registriert. Im Vergleich zu den Zahlen von vor zwei Wochen bedeutet dies einen Einstieg von 29 Prozent. Für die USA ein Rückschritt, denn: Damit stehen die Zahlen wieder auf einem Niveau wie aus der Winterzeit. Insgesamt sind in den Vereinigten Staaten seit Beginn der Pandemie rund 674.000 Menschen durch Covid-19 ums Leben gekommen.
  • 9/20/20218:13:10 AM
    Ferienmonat Juli bringt deutschem Gastgewerbe deutlichen Umsatzsprung
    Corona-Lockerungen und ein anziehendes Tourismus-Geschäft haben dem deutschen Gastgewerbe im Ferienmonat Juli einen Umsatzsprung beschert. Gaststätten, Restaurants, Caterer sowie Hotels und andere Beherbergungsbetriebe nahmen preisbereinigt 20,8 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Dennoch lagen die Einnahmen noch um 23,5 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.
    Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen zählten 36,1 Prozent mehr in ihren Kassen als im Vormonat, nachdem sich der Umsatz bereits im Juni mit der schrittweisen Aufhebung des coronabedingten Beherbergungsverbots für privatreisende Gäste mehr als verdoppelt hatte. In der Gastronomie stieg der reale Umsatz um 13,7 Prozent zum Vormonat, nachdem es im Juni sogar um 52,7 Prozent nach oben gegangen war.
  • 9/20/20217:25:00 AM
    Niedersachsen: Mindestens 38.000 Verstöße gegen Corona-Auflagen registriert
    Ob Missachten der Maskenpflicht oder das Ignorieren von Abstandsregeln: Seit Beginn der Pandemie wurden mindestens 38 000 Ordnungswidrigkeiten gegen Corona-Maßnahmen in Niedersachsen gezählt. Die Zahl bezieht sich auf den Zeitraum von Anfang April 2020 bis Mitte September dieses Jahres, wie das Innenministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mitteilte. Zudem seien rund 400 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit Corona festgestellt worden.
    Um was für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten es sich dabei handelt, konnte das Ministerium zunächst nicht sagen. Verstöße gegen die Corona-Verordnung, wie etwa das Missachten der Maskenpflicht, sind in der Regel Ordnungswidrigkeiten. Diese würden mit bis zu 25 000 Euro geahndet.
  • 9/20/20216:55:00 AM
    Sinkende Delta-Zahlen: Neuseeland lockert Lockdown
    Nach einem Monat wird der strenge Lockdown in der neuseeländischen Millionenmetropole Auckland gelockert. Grund seien die sinkenden Corona-Zahlen in der größten Stadt des Landes, die als Epizentrum des jüngsten Ausbruchs der Delta-Variante in dem Pazifikstaat galt, teilte die Regierung am Montag mit. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch leicht gelockert, kündigte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an.

    Geschäfte und Schulen dürfen dann zumindest teilweise wieder öffnen. Ältere Menschen forderte Ardern aber auf, weitgehend zu Hause zu bleiben, wenn sie noch nicht geimpft sind. Im Rest des Landes wurde der am 18. August nach nur einem einzigen Corona-Fall verhängte Lockdown bereits vor zwei Wochen weitgehend wieder aufgehoben, in Auckland durften die Menschen aber weiter nur in Ausnahmen ihre Häuser verlassen.
  • 9/20/20216:37:08 AM
    Positive Corona-Folge: Weniger Kinder in Verkehrsunfälle verwickelt
    Das coronabedingt geringe Verkehrsaufkommen im Jahr 2020 hat sich besonders stark auf die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern ausgewirkt: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen rund 22 500 Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden; im Schnitt wurde damit alle 23 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet. Die Zahl der verunglückten Kinder lag fast 20 % niedriger als im Jahr 2019 und war so gering wie noch nie seit der Deutschen Vereinigung. Damit sank die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren stärker als die der Unfallopfer insgesamt (-15 %). Auch die Zahl der getöteten Kinder ging zurück: von 55 im Jahr 2019 auf 48 im vergangenen Jahr.

    Ein Grund für den Tiefststand dürfte die zeitweilige Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen sein. So verunglückten während des ersten Lockdowns ab Mitte März 2020 weniger Kinder als in den Vorjahresmonaten auf den Straßen. Von Mai bis Juli stieg die Zahl zwar wieder, sie lag aber noch deutlich unter dem Niveau der Vorjahresmonate. 
  • 9/20/20214:14:41 AM
    Abwärtstrend gestoppt: Inzidenz minimal gestiegen
    Nachdem die 7-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 71,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9. 

    Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3736 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5511 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 12 Todesfälle gewesen. 
  • 9/19/20216:11:00 PM
    Berlins Regierender Bürgermeister erwartet Durchsetzung der 2G-Regel Ende Oktober
    Der scheidende Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet für den Herbst Verschärfungen in der Corona-Politik. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" sagte Müller, er glaube, dass Getestete dann immer seltener mit Geimpften und Genesenen gleichgestellt würden. "Ich glaube, das wird Ende Oktober eine Rolle spielen, schon durch viel privates Engagement, dass es immer mehr in die Richtung geht", erklärte Müller, der als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz die Corona-Politik an vorderster Stelle mit aushandelt. Er begründete dies mit dem ausreichenden Impfangebot für alle in Frage kommende Bevölkerungsgruppen. "Jeder konnte es in Anspruch nehmen. Auch die Jüngeren konnten es in Anspruch nehmen. Und tatsächlich wird dann 2G immer mehr umgesetzt."
  • 9/19/20211:25:03 PM
    Italien: Nach neuem Corona-Dekret schießen Impf-Anmeldungen in die Höhe

    Nach der Ankündigung eines neuen Corona-Dekrets wollen sich in Italien mehr Menschen als davor impfen lassen. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Anmeldungen für eine Erstimpfung landesweit zwischen 20 und 40 Prozent. Das teilte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Wochenende mit. Allein am Samstag hätten sich 35 Prozent mehr Menschen gemeldet als am Samstag davor, um sich impfen zu lassen. In Italien sind rund 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.

    Diese Entwicklung bei den Impf-Anmeldungen war von der Regierung um Ministerpräsident Mario Draghi erhofft worden. Das Kabinett hatte in der vorigen Woche beschlossen, dass vom 15. Oktober an alle Beschäftigten im privatwirtschaftlichen wie öffentlichen Sektor einen "Grünen Pass" haben, also geimpft oder getestet sein müssen. Weil Tests nicht mehr kostenlos sind, hofft die Regierung, dass sich noch mehr Leute impfen lassen, um weiter zur Arbeit gehen zu können.

  • 9/19/202111:35:00 AM
    Studie: Deshalb erkranken Raucher seltener an Corona
    Bereits im Herbst 2020 machten Wissenschaftler die Entdeckung, dass Raucher vermeintlich seltener an Corona erkranken als Nichtraucher. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse, woran das liegen kann.
  • 9/19/202111:21:18 AM
    Dreyer für 3G-Regel - gegen Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht sich ist für die 3G-Regel aus. "Wir haben keine Impfpflicht, daher muss vom Grundsatz her Teilhabe für Nicht-Geimpfte denkbar sein", sagt sie dem Sender Phoenix. Lohnfortzahlungen für Nicht-Geimpfte lehnt die Ministerpräsidentin jedoch ab: "Wir werden Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne beenden, sobald im Oktober klar ist, dass jeder die Chance gehabt hat, sich impfen zu lassen."
  • 9/19/20219:37:34 AM
    Ende aller Corona-Auflagen im Herbst? Kanzleramtschef lehnt "Freedom Day" ab

    Kanzleramtschef Helge Braun lehnt die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geforderten Aufhebung aller Corona-Auflagen Ende Oktober ab. "Von einem 'Freedom Day' im Herbst (...) halte ich derzeit nicht viel", sagt der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. "Denn es kann gut sein, dass es noch eine weitere Welle geben wird." 

    Gut vier Millionen Menschen hätten sich bis heute infiziert, aber 20 Millionen noch keinen Impfschutz. "Das zeigt, wie groß eine neue Welle im schlechtesten Fall werden kann. Wir sollten erst eine Aufhebung der Beschränkungen versprechen, wenn der Prozentsatz der Durchgeimpften insbesondere in den höheren Altersgruppen deutlich gestiegen ist - wir also eine Gemeinschaftsimmunität erreichen", fügt Braun hinzu. 

    Der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen, hatte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gefordert, alle Corona-Maßnahmen in sechs Wochen aufzuheben und den 30. Oktober zum "Freedom Day" auszurufen.
  • 9/19/20219:35:17 AM
    Kanzleramtschef: Flächendeckende 2G-Regeln nur bei Bedarf

    Kanzleramtschef Helge Braun hat sich gegen eine bundesweite Ausdehnung der sogenannten 2G-Regeln ohne Not ausgesprochen. "Die von einigen Bundesländern nun in manchen Bereichen ermöglichte 2G-Regelung finde ich richtig, wenn dort 3G nicht ausreicht, um Infektionen zu vermeiden", sagt der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. "Aber ich bin nicht für eine flächendeckende Einführung von 2G, wenn dies nicht aufgrund einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens erforderlich ist." Bei der 2G-Regel haben nur Geimpfte und Genese, nicht aber Getestete Zugang etwa zu Veranstaltungen.
  • 9/19/20217:15:00 AM
    Impf-Status im internationalen Vergleich
    Weltweit wird gegen das Coronavirus geimpft. Und in vielen Ländern gibt es schon jetzt deutlich weniger Maßnahmen im Alltag als bei uns. Das hängt auch mit der höheren Impfquote in den entsprechenden Ländern zusammen. Wie hoch die in den einzelnen Ländern im Vergleich zu Deutschland ist, sehen Sie im Artikel.
  • 9/19/20217:01:44 AM
    Infizierte Kleinkinder in China werden alleine isoliert
    Als Teil der No-Covid-Strategie müssen in China auch kleine Kinder alleine auf eine Isolationsstation. Das Video einer Krankenschwester sorgt aktuell weltweit für Aufregung und Mitgefühl. Darauf zu sehen ist ein kleiner Junge (4) in einem Schutzanzug, der alleine auf eine Quarantäne-Station zugeht.
  • 9/19/20216:15:01 AM
    2G-Regelungen für Gastronomie und Veranstaltungen: 57 Prozent sind dafür
    Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent der Menschen in Deutschland findet die 2G-Regeln für die Gastronomie und Veranstaltungen richtig. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für "Bild am Sonntag" hervor. 33 Prozent halten es hingegen für falsch, wenn - wie etwa in Hamburg - Restaurants und Veranstaltern Erleichterungen gewährt werden, wenn sie nur noch für Geimpfte und Genesene öffnen (weiß nicht, keine Angabe: zehn Prozent). 
    Von den Befürwortern wünschen sich 66 Prozent, dass die 2G-Regeln verpflichtend eingeführt werden. 31 Prozent waren der Meinung, dass es den Gastronomen und Veranstaltern selbst überlassen sein sollte, freiwillig auf 2G zu setzen. 
  • 9/19/20215:51:33 AM
    Zypern und ganz Portugal keine Hochrisikogebiete mehr
    Zypern und die Algarve sind von diesem Sonntag an keine Corona-Hochrisikogebiete mehr. Die Bundesregierung hat das Land und die portugiesische Region von der Liste gestrichen. Damit ist das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie verschwunden.
    Gestrichen von der Liste der Hochrisikogebiete wurden außerdem: die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch sowie einige afrikanische Länder. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden: Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.
    Die Tourismusbranche der Algarve hat erleichtert auf die Streichung von der Liste der Hochrisikogebiete reagiert. "Wir sind sehr erfreut, dass die letzten Reisebeschränkungen für Gäste aus Deutschland nun gefallen sind. Die Algarve sieht nun einer starken Herbst- und Wintersaison entgegen, die vor allem bei Deutschen immer beliebter wird", sagte der Präsident der Tourismusverbandes der Algarve, João Fernandes.
  • 9/19/20215:47:38 AM
    Piks gegen Corona und Grippe: Hausärzte für zwei Impfungen an einem Termin
    Der Deutsche Hausärzteverband steht einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin offen gegenüber. "Aus hausärztlicher Sicht sprechen zwei klare Vorteile dafür, die Corona- wie die Influenzaimpfung möglichst zeitgleich zu verabreichen", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt. "Zum einen bestünde andernfalls die Gefahr, dass manche Patientinnen und Patienten nur eine der beiden Impfungen wahrnehmen." Denn sie wollten eher nicht zu mehreren Impfterminen hintereinander erscheinen. 
    "Außerdem wäre es aus organisatorischer Sicht einfacher und würde gleichzeitig das mögliche Ansteckungsrisiko durch die Vermeidung eines zusätzlichen Impftermins reduzieren", ergänzte Weigeldt. Eine Doppel-Impfung hatte jüngst auch Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), in einem MDR-Interview für unbedenklich gehalten. Sein Verband begrüße diese Einschätzung zur parallelen Impfung auf Grundlage der aktuellen Daten, ergänzte Weigeldt.
  • 9/19/20215:43:03 AM
    Mehrheit der Deutschen lebt anders als vor der Pandemie
    Die Corona-Pandemie hat bei knapp einem Drittel der erwachsenen Deutschen bewirkt, dass sie entweder seltener oder sogar gar nicht mehr mit Bus und Bahn fahren. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Danach nutzen elf Prozent seit dem Frühjahr 2020 überhaupt keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. 19 Prozent gaben an, sie seien seither seltener mit Bus und Bahn unterwegs.
    Für 28 Prozent der Deutschen hat sich in Sachen Mobilität durch Corona nichts geändert. Sie nutzen den öffentliche Verkehrsmittel genauso häufig wie vor der Pandemie. Lediglich zwei Prozent der Befragten sagten, sie seien seit Beginn der Corona-Krise noch häufiger mit Bus und Bahn unterwegs als zuvor. 36 Prozent gaben an, sie nutzten - unabhängig von Corona - grundsätzlich keine öffentlichen Verkehrsmittel. Drei Prozent der Befragten konnten zu ihrem Mobilitätsverhalten keine konkreten Aussagen treffen.
    Knapp ein Drittel (31 Prozent) der Befragten gab dagegen an, er oder sie verhalte sich, soweit dies angesichts staatlicher Beschränkungen möglich ist, wieder ganz oder zumindest fast so wie vor der Corona-Pandemie. Sechs Prozent der Teilnehmer der Umfrage fanden sich in keiner der drei Antwort-Optionen wieder. Vier Prozent der Befragten antworteten mit "weiß nicht".
  • 9/19/20215:23:53 AM
    Spahn: 500.000 Erstimpfungen in Impfwoche - Sorge um große Ü60-Gruppe Ungeimpfter
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zieht eine positive Bilanz der bundesweiten Impfwoche, die an diesem Wochenende zu Ende geht. "Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500.000 der wichtigen Erstimpfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. 
    Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und viele Freiwillige hätten die Impfwoche mit mehr als 1.500 Impfaktionen zu einem Erfolg gemacht. Besorgt zeigt sich Spahn über die nach wie vor große Gruppe Ungeimpfter im Alter von über 60 Jahren. Würden sie sich bei einem Ausbruch der Delta-Variante infizieren, würde dies zu einer starken Belastung der Intensivstationen führen.
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