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Corona-Boom zu Ende: Europas größte Laborkette erwartet Gewinneinbruch

Maskenpflicht fällt in Bus und Bahn Nach fast drei Jahren
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Nach fast drei Jahren
Maskenpflicht fällt in Bus und Bahn

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  • 2/7/20235:19:22 AM

    Corona-Boom zu Ende: Europas größte Laborkette erwartet Gewinneinbruch 

    Bei Europas größter Laborkette Synlab geht der Boom mit Corona-Tests schnell zu Ende. Für das laufende Jahr rechnet das Münchner Unternehmen nur noch mit einem Umsatz von 50 Millionen Euro mit den medizinischen PCR-Tests auf das Covid-19-Virus, das sind 200 Millionen weniger als gedacht, wie Synlab am Montagabend mitteilte. Schon im abgelaufenen Jahr hatte sich der Umsatz mit Corona-Tests auf 800 Millionen Euro halbiert, weil die Nachfrage zurückging, aber auch wegen des Preisverfalls bei den Tests. Allein im vierten Quartal lag der durchschnittliche Preis mit 36 Euro um sechs Euro unter dem Niveau vom Sommer.

    Für das neue Jahr geht Synlab nun von einem Umsatzrückgang auf 2,7 Milliarden Euro aus, das sind 300 Millionen weniger als bisher in Aussicht gestellt. Bei Corona-Tests zeichne sich ein weiterer Preisverfall ab. Die Testumsätze herausgerechnet, wäre das noch ein Umsatzzuwachs von vier Prozent. Die operative Marge dürfte ebenfalls stärker einbrechen als gedacht: auf 16 bis 18 (bisher: 18 bis 20) Prozent. Daraus ergäbe sich ein Ebitda, das mit 432 bis 486 Millionen Euro um mehr als ein Drittel unter dem Vorjahresniveau liegt. Vorstandschef Mathieu Floreani sprach von einem "herausfordernden Umfeld". Synlab konzentriere sich jetzt darauf, "zu unserer Produktivität vor der Pandemie zurückzukehren".

    Synlab hat bereits ein Sparprogramm aufgelegt, mit dem 2022 rund 25 Millionen Euro eingespart wurden. Die Laborkette will auch bei Übernahmen weiterer Standorte das Geld zusammenhalten. Dafür sollen in diesem Jahr nur 100 Millionen statt 200 Millionen Euro ausgegeben werden.
  • 2/6/20233:22:05 PM

    Flugverkehr erholt sich weltweit von Corona-Krise

    Die Luftfahrt hat sich nach Branchenangaben im vergangenen Jahr weiter vom Einbruch während der Corona-Pandemie erholt. Weltweit stieg der Flugverkehr 2022 um knapp zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr und erreichte damit 68,5 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019, wie der Weltairlineverband IATA am Montag mitteilte. Der internationale Luftverkehr legte dank Lockerungen der Corona-Reiserestriktionen um rund 150 Prozent zu, im Jahresverlauf mit steigender Tendenz. Bei Langstreckenflügen erreichten die Airlines weltweit 62 Prozent des Vorkrisenniveaus, während Inlandsflüge schon auf knapp 80 Prozent lagen. Die Branche habe das vergangenen Jahr in besserer Verfassung beendet als begonnen, erklärte IATA-Chef Willie Walsh. "Es wird erwartet, dass dieses Momentum im neuen Jahr anhält trotz Überreaktionen einiger Regierungen auf die Öffnung Chinas."

    Etliche Länder, darunter auch Deutschland, schreiben Reisenden aus China einen negativen Corona-Test vor, da die Corona-Zahlen dort nach dem Ende von Lockdowns stark gestiegen waren. 
  • 2/6/20235:45:40 AM

    NRW muss zig Millionen Masken und van Laack-Kittel verbrennen

    Das Land NRW lagert laut Gesundheitsministerium zurzeit rund 10 Millionen Schutzmasken, die verbrannt werden müssen. Außerdem erreichen dieses Jahr mehr als 7,2 Millionen Schutzkittel das Verfallsdatum, die dann ebenfalls entsorgt werden müssen. Die Kittel stammen laut Ministerium größtenteils vom Hersteller van Laack.

    Die Textilfirma aus Mönchengladbach hatte zu Beginn der Pandemie über den Sohn des damaligen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) Kontakt zur Landesregierung bekommen. Das Gesundheitsministerium bestellte im Frühjahr 2020 nach Prüfung des Angebots 10 Millionen Kittel für rund 45 Millionen Euro. Über die Auftragsvergabe gab es monatelange Diskussionen. Die Opposition beauftragte sogar ein eigenes Gutachten zur Qualität der Kittel - weil belieferte Kliniken einige Chargen aussortiert hatten. Die Landesregierung hatte stets betont, dass man im umkämpften Markt zu Beginn der Pandemie froh war, ordentliche Schutzmaterialien zu bekommen. Zunächst waren sie in einem zentralen Lager an der Düsseldorfer Messe gesammelt und von dort verteilt worden. +

    Inzwischen werden die Schutzmaterialien vom Land dezentral gelagert. Auch die 7,2 Millionen Schutzkittel gehören zu dieser sogenannten "Landesreserve Gesundheitsschutz", die für einen neuen Pandemie-Ausbruch angelegt wurde. Zu der Notreserve gehören laut Ministerium auch 4,3 Millionen medizinische Masken, rund 800.000 FFP2-Masken, 4-000 KN95-Masken und 38.000 Schutzvisiere. Handschuhe und Desinfektionsmittel sind nicht mehr vorrätig.

    Sowohl für einen Großteil der Schutzvisiere, als auch für sämtliche KN95-Masken und nahezu alle Schutzkittel im Bestand läuft in diesem Jahr die Haltbarkeit ab. "Sofern kein Abruf aufgrund des Pandemiegeschehens erfolgt und das Verfallsdatum überschritten wird, erfolgt die thermische Verwertung (Entsorgung)", hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

    Im sogenannten "Sperrlager" sind unterdessen bereits Sachen, die abgelaufen sind - oder wegen Qualitätsmängeln aussortiert wurden. Sie werden nach Angaben des Ministeriums sukzessive verbrannt. Darunter befinden sich:

    - 9,4 Millionen medizinische Masken
    - 1,2 Millionen KN95-Masken
    - 1,4 Millionen Schutzkittel
    - 1 Million Schutzbrillen
    - 728.000 Handschuhe
    - 90.000 Teststäbchen
    - 30.000 Schutzvisiere

    Vergleichsweise niedrig: Der Bestand an Coronatests. 194.400 hat das Land laut Ministerium auf Lager: "Diese wurden und werden Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung gestellt." An den Schulen des Landes werden laut Schulministerium noch mehr als 6,4 Millionen Tests gebunkert (Stand Ende Dezember). Laut Hersteller halten die Test-Kits 24 Monate.
  • 2/3/20235:28:47 AM

    RKI: Mehr psychische Belastungen bei Kindern in der Pandemie

    Bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland haben psychische Belastungen und Symptome in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. "Der überwiegende Teil der bis zur zweiten Pandemiewelle durchgeführten Studien zeigte eine relevante Verschlechterung des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen", hält ein Autorenteam des Robert Koch-Instituts (RKI) in einem kürzlich veröffentlichten Rapid Review fest. Dafür wurden 39 Studien zum Thema ausgewertet. Im Vergleich zu Erkenntnissen über die psychischen Belastungen bei Erwachsenen hätten sich Kinder und Jugendliche in der Pandemie als vulnerabler erwiesen.

    Die Belastung variierte laut der Auswertung im "Journal of Health Monitoring" mit den Pandemiewellen und den jeweiligen Corona-Maßnahmen. Dies zeige, dass Kinder sensibel "auf die zum Teil drastischen Veränderungen in ihrer Lebenswelt" reagierten. Aus repräsentativen Studien sei überwiegend ein hohes Ausmaß an pandemiebezogenen Belastungen, Zunahmen psychischer Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen der Lebensqualität berichtet worden.

    Allerdings bezog sich laut RKI die große Mehrzahl der Studien auf den Pandemiebeginn bis zum Sommerplateau 2020. Insgesamt sehen die Autoren einen Mangel an Studien zur psychischen Kindergesundheit während der Pandemie. Viele Untersuchungen wiesen in irgendeiner Form bedeutende Einschränkungen auf. Als Manko wird etwa genannt, dass Risikogruppen sich bislang nur eingeschränkt identifizieren ließen.

    Wünschenswert wären aus RKI-Sicht weitere, regelmäßig durchgeführte Trend- und Kohortenstudien, wie es hieß. Mit einer solchen Art Überwachung ließe sich die psychische Gesundheit von Kindern auch im weiteren Verlauf der Pandemie und darüber hinaus beobachten. Denn Folgen psychischer Belastungen zeigten sich oft erst später. In den Jahren vor der Pandemie ging die Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen laut der Studie eher zurück. 
  • 2/3/20235:06:31 AM

    Nur noch "moderat": RKI stuft Corona-Risiko herab

    Weniger Ansteckungen, mildere Verläufe und breite Bevölkerungsimmunität: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat das Corona-Risiko von hoch auf moderat herabgestuft. "Die derzeitige Gefährdung durch Covid-19 für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird insgesamt als moderat eingeschätzt", heißt es im Corona-Wochenbericht des RKI vom Donnerstagabend. Zuvor hatte es längere Zeit von hohem Risiko gesprochen. Eine Wiederhochstufung bei Verschlechterung der Lage sei aber nicht ausgeschlossen, schreibt das RKI auf seiner Webseite zur Risikobewertung.

    Das RKI rät auch weiterhin zum Einhalten von Empfehlungen zum Schutz vor Ansteckungen: Man solle zum Beispiel zu Hause bleiben, wenn man krank ist, in Innenräumen Maske tragen und häufig lüften. Hintergrund sind auch andere Atemwegserreger, bei denen in den kommenden Wochen mit stärkerer Verbreitung gerechnet wird. Ältere Menschen mit Vorerkrankungen oder mangelndem Immunschutz haben laut RKI das größte Risiko für schwere Verläufe. Jüngere Menschen könnten weiterhin Langzeitfolgen entwickeln. Damit sei das Vermeiden einer Corona-Infektion "grundsätzlich sinnvoll", hieß es.

    Zur Entwicklung der im Labor bestätigten und ans RKI gemeldeten Corona-Fälle berichtet das RKI für die vergangene Woche von einem leichten Anstieg auf niedrigem Niveau. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sei im Vergleich zur Woche zuvor um 16 Prozent gestiegen, heißt es im Wochenbericht. Bei der Zahl der Menschen, die mit schwerer akuter Atemwegsinfektion und Covid-19-Diagnose im Krankenhaus behandelt wurden, habe sich der länger anhaltende Rückgang etwas abgeschwächt. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sank laut Bericht weiter deutlich.

    Mehrere Virusvarianten weisen in stichprobenartigen Untersuchungen steigende Anteile auf, berichtet das RKI weiter. Die in den USA dominierende Mischvariante XBB.1.5 zum Beispiel kommt nach aktuellsten Daten von vorvergangener Woche hierzulande auf sechs Prozent. Auch für bestimmte Sublinien von BA.2.75 geht das RKI von einer weiteren Zunahme aus.

    Eine Mischform aus Omikron- und Delta-Variante mit der Bezeichnung XAY ist laut Bericht kürzlich von der Europäischen Seuchenschutzbehörde ECDC unter Beobachtung gestellt worden. Sie sei bisher selten in Deutschland nachgewiesen worden und verbreite sich nur langsam, hieß es. Insgesamt habe es seit der zweiten Novemberwoche 36 XAY-Nachweise gegeben. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Mischvariante aus Omikron und Delta entdeckt wird.
  • 2/2/20235:38:03 AM

    Lauterbach bemängelt Fehler bei Bekämpfung von Corona

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat Fehler bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie bemängelt. Es habe etwa bei der Reduzierung von Kontakten einen falschen Schwerpunkt gegeben, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend im ZDF-"heute journal". Andere Länder hätten die Kontakte in Unternehmen stark heruntergefahren. "Wir haben stark die Kontakte reduziert bei den Kindern, insbesondere bei den Kita-Kindern und bei den Schulkindern."

    Das solle man so nicht wiederholen, damals sei aufgrund der Studienlage aber nicht so klar gewesen, wie ansteckend Kinder seien. "Wir haben nachher dann die Dinge besser gemacht", sagte Lauterbach, der seit Dezember 2021 Gesundheitsminister ist. Kinder seien regelmäßig getestet worden und Schulen offen geblieben.

    Auch andere Regeln seien übertrieben gewesen. "Diese drakonischen Maßnahmen - Ausgehverbote, Maskentragen an der freien Luft, Kinderspielplätze draußen absperren - das sind Dinge gewesen, die würde man heute nicht mehr machen." Sie seien auch damals nicht gut durch Studien gedeckt gewesen. Im Vergleich zu anderen Ländern mit einer ähnlich alten Bevölkerung sei Deutschland aber gut durch die Pandemie gekommen, sagte Lauterbach.
  • 2/2/20235:32:04 AM

    Maskenpflicht in Bus und Bahn fällt bundesweit

    In ganz Deutschland können Busse und Bahnen wieder ohne Maske genutzt werden. Nach fast drei Jahren Corona entfällt die Tragepflicht ab diesem Donnerstag im Fernverkehr. Parallel dazu wird die Vorschrift in den übrigen neun Bundesländern aufgehoben, in denen sie im Regionalverkehr bisher noch galt. Zuletzt hatten sich auch die Verkehrsunternehmen dafür ausgesprochen, die Pflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu beenden.

    "Eine Pflicht war aus Branchensicht angesichts der pandemischen Lage schon lange nicht mehr nötig", teilte ein Sprecher des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Und es fiel auch immer schwerer, diese bei den Fahrgästen durchzusetzen und ihnen zu erklären, warum man im vollbesetzen Flieger oder in der ausverkauften Konzerthalle keine Maske tragen musste, aber auf dem Weg zum Flughafen oder zum Konzert in den Bussen und Bahnen schon."

    Selbst die Deutsche Bahn, sonst eher zurückhaltend mit öffentlichen Forderungen an die Bundesregierung, hatte sich bereits vor einigen Wochen für ein baldiges Maskenende in Fernzügen ausgesprochen. "So vermeiden wir einen Flickenteppich mit unterschiedlichen Regeln innerhalb Deutschlands und zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern", schrieb Fernverkehrsvorstand Michael Peterson Mitte Januar auf der Berufsplattform LinkedIn.
  • 2/1/20233:13:24 PM

    Ende der ÖPNV-Maskenpflicht: Viele gehen weiter auf Nummer sicher 

    Unmittelbar nach dem Wegfall der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr von Nordrhein-Westfalen sind immer noch viele Fahrgäste mit einem Mund- und Nasenschutz unterwegs. Das berichteten einige große Verkehrsbetriebe am Mittwoch.

    Auch in Köln zeigte sich am frühen Morgen dieses Bild. Gabriele Schwieters, die mit Maske in der Bahn unterwegs war, sagte: "Ich finde es gut, dass man es freiwillig macht, dass mittlerweile jeder entscheiden darf, ob er die Maske tragen möchte oder nicht. Ich persönlich trage die Maske gerade in den Bahnen weiter, weil ich finde es für mich wichtig und ich finde es eigentlich auch für die anderen wichtig. Aber jeder muss es für sich selber entscheiden." Ina Soboll, die ohne Maske in eine Kölner U-Bahn einstieg, sagte einem dpa-Reporter: "Ich finde halt Eigenverantwortung wichtig, dass die Menschen das selber entscheiden."

    Matthias, ein junger Mann mit Maske, begründet das freiwillige Maskentragen so: "Einfach aus Gewohnheit und weil ich mich damit ein bisschen wohler fühle. Ich trage sie wahrscheinlich bis zum Frühjahr, aber jetzt ist ja auch die Luft ein bisschen stickig hier drin, dann finde ich es einfach noch besser." Die Kölner Verkehrs-Betriebe können laut einem Sprecher keine verlässliche Aussage machen, wie viele Fahrgäste weiter eine Maske tragen. Das Entfernen der Aufkleber zur bisherigen Maskenpflicht von den Fahrzeugen habe begonnen und werde etwa zwei Wochen dauern.

    Ähnlich war das Bild in Dortmund. "In den Bussen und Stadtbahnen von DSW21 sind heute durchaus noch viele Fahrgäste mit Mundschutz unterwegs. Ob das auf die Trage-Routine zurückzuführen ist und in den nächsten Tagen weniger wird oder ob es bewusste Entscheidungen sind, lässt sich aber nicht sagen", erklärte ein Sprecher des Dortmunder Verkehrsbetriebes. Der Aufwand, Durchsagen und Infomaterialien auszutauschen, sei auch wegen des zeitlichen Vorlaufs überschaubar. "Da sind wir aus den Coronajahren, als häufig donnerstags Maßnahmen beschlossen und freitags verkündet wurden, die dann schon am Wochenende oder spätestens montags in Kraft traten, ganz anderes gewohnt", sagte er.

    Auch in Münster trugen am Mittwochmorgen noch viele Fahrgäste freiwillig eine Maske in Bussen und Bahnen, wie ein Sprecher der Stadtwerke berichtete. "Dank vieler Maßnahmen ist der Nahverkehr zu jeder Zeit sicher gewesen. Die Maske war eine davon, weswegen wir davon ausgehen, dass einige Fahrgäste sie auch noch einige Zeit lang weiterhin tragen werden", sagte er. Alle Aufkleber und Hinweisschilder in einer Nacht zu entfernen, sei kaum möglich, sicherlich würden einige Hinweise noch einige Tage zu sehen sein.

    Im öffentlichen Nahverkehr von Nordrhein-Westfalen gibt es seit Mittwoch keine Maskenpflicht mehr. Außerdem ist die fünftägige Isolationspflicht für Corona-Infizierte zum 1. Februar weggefallen. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte vor einigen Tagen bei der Bekanntgabe der Entscheidung auf eine entspannte Infektionslage sowie einen hohen Immunisierungsgrad verwiesen. Wer sich besonders schützen wolle, könne freiwillig eine Maske in Bussen und Bahnen tragen. Die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr war in NRW Ende April 2020 eingeführt worden. Im öffentlichen Fernverkehr fällt die Maskenpflicht erst einen Tag später Donnerstag (2. Februar) weg.
  • 2/1/20232:50:00 PM

    Gericht verhängt Haftstrafen für Betrug mit Coronatests

    Im Prozess um tausendfachen Abrechnungsbetrug in einem Corona-Testzentrum hat das Amtsgericht München die beiden Angeklagten wegen Betrugs und versuchten Betrugs zu Haftstrafen verurteilt. Gegen einen 31 Jahre alten Mann wurden zwei Jahre und zehn Monate Freiheitsstrafe verhängt, gegen seine 34 Jahre alte Verlobte und Komplizin eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten. Die Richterin sprach von einem "sozialschädlichen Verhalten" und von hoher krimineller Energie. Die Angeklagten hätten die Pandemielage ausgenutzt. 

    Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre beziehungsweise zwei Jahre und neun Monate Haft beantragt, die Verteidiger Bewährungsstrafen. Beide Angeklagte kündigten an, in Berufung zu gehen.

    Das Duo hatte zuvor tausendfachen Abrechnungsbetrug im Corona-Testzentrum im oberbayerischen Geretsried zugegeben. Mehr als 13.000 Tests rechneten die Angeklagten laut Anklage in ihrem zum Testzentrum umfunktionierten Handyladen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) ab - rund 12.000 Tests mehr, als sie tatsächlich durchführten. Dafür wurden ihnen gut 171.000 Euro überwiesen; das waren gut 150.000 Euro mehr, als ihnen zustand.
  • 2/1/20232:36:51 PM

    Kaum noch Corona-Maßnahmen: Welche Regeln in Europa gelten

    Die Corona-Lage in Deutschland ist entspannt. Eine bedrohliche Winterwelle ist ausgeblieben, Experten sehen vorerst auch keine am Horizont. Vielerorts gibt es keine Isolationspflicht mehr, die bundesweite Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen endet nach fast drei Jahren. In einigen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus - trotzdem gibt es noch ein paar Regeln zu beachten.

    Die EU hat ihren Mitgliedsländern Kontrollmaßnahmen für Reisende aus China empfohlen. Weil dort die Corona-Zahlen in die Höhe schießen, verlangen einige Länder bei der Einreise einen negativen Corona-Test.

    In BELGIEN gilt in medizinischen Einrichtungen, also in Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken, weiterhin die Maskenpflicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln muss seit Mai vergangenen Jahres keine Maske mehr getragen werden.

    BULGARIEN hat die niedrigste Impfquote in der EU, trotzdem gibt es seit November 2022 keine verpflichtenden Corona-Maßnahmen mehr.

    DÄNEMARK hat die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus bereits vor einem Jahr aufgehoben.

    FINNLAND ist dem dänischen Beispiel kurz darauf gefolgt, so auch ISLAND, NORWEGEN und SCHWEDEN.

    In FRANKREICH gibt es keine Maskenpflicht mehr. Einrichtungen im Gesundheitsbereich können diese aber selbst auferlegen. Auch die Isolierung von Menschen mit positivem Corona-Test ist nun weggefallen.

    In GRIECHENLAND muss in öffentlichen Verkehrsmitteln und medizinischen Einrichtungen weiterhin eine Maske getragen werden. Wie die Gewerkschaft der Bahn- und Busfahrer mitteilte, hält sich jedoch jeder dritte Fahrgast nicht daran. Wer keine Maske trägt, muss eigentlich eine Strafe in Höhe von 300 Euro zahlen. Kontrolliert werde das aber schon lange nicht mehr.

    In GROßBRITANNIEN und IRLAND gibt es keine Corona-Regeln mehr.

    ITALIEN hat im öffentlichen Raum nahezu alle Maßnahmen aufgehoben. Im Nah- und Fernverkehr sowie in der Gastronomie gilt die Maskenpflicht schon länger nicht mehr. Lediglich das Personal im Gesundheitsbereich muss noch bis Ende April dieses Jahres Masken tragen. Seit Juni 2022 brauchen Reisende aus dem Ausland keinen Impfnachweis oder negativen Test mehr.

    In den NIEDERLANDEN gibt es keine Corona-Regeln mehr.

    ÖSTERREICH will bis zum 30. Juni dieses Jahres alle Corona-Maßnahmen beenden. Es gelte, zum Normalzustand überzugehen, hieß es vonseiten der Regierung. Die jetzt noch herrschende Maskenpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen soll bis Ende April auslaufen. In Wien muss in öffentlichen Verkehrsmitteln noch eine Maske getragen werden.

    In POLEN gilt die Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen. Die Regelung soll zunächst bis Ende März dieses Jahres gelten. Eine Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen ist schon seit langer Zeit keine Pflicht mehr.

    PORTUGAL hat die Maskenpflicht im Spätsommer vergangenen Jahres in fast allen Bereichen aufgehoben. Vorgeschrieben ist das Tragen einer Maske nur noch in medizinischen Einrichtungen und Seniorenheimen.

    In der SCHWEIZ gibt es keine Corona-Vorschriften mehr. Im öffentlichen Verkehr endete die Maskenpflicht im April 2022. Einzelne Kantone können aber weiterhin für Veranstaltungen Maßnahmen auferlegen, wenn sie es für notwendig halten.

    SPANIEN schafft die Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr in der nächsten Woche ab. Die Zahl der Neuinfektionen ist schon seit Monaten stabil auf niedrigem Niveau. Das Land war Anfang 2020 besonders schwer von der Pandemie getroffen worden. Deshalb war die Regierung bei der Lockerung der Regeln besonders vorsichtig. Erst vor einem Jahr war die Maskenpflicht im Freien abgeschafft worden. In medizinischen Einrichtungen muss weiterhin eine Maske getragen werden.

    In TSCHECHIEN gelten keine Corona-Vorschriften mehr. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr fiel im April 2022. Covid-19 bleibt aber eine meldepflichtige Erkrankung. Bei einer nachweislichen Infektion ordnen die Behörden eine siebentägige häusliche Isolierung an.

    In der TÜRKEI gibt es keine Maßnahmen mehr.
  • 2/1/202312:33:14 PM

    Niedersachsens Gesundheitsminister setzt bei Corona-Lockerungen auf Vernunft

    Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi setzt angesichts der weitreichenden Corona-Lockerungen auch auf die Vernunft und Eigenverantwortung der Menschen. "Auch wenn wir optimistisch auf das Frühjahr zugehen, bitte ich alle Menschen in Niedersachsen darum, Krankheitssymptome ernst zu nehmen und sich weiterhin verantwortungsbewusst zu verhalten. Wer sich krank fühlt, dem rate ich zu einem Selbsttest und einem Gespräch mit der Hausarztpraxis", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. In vollen Bussen und Bahnen könne man sich und andere freiwillig auch weiterhin mit einer Maske schützen. "Das Ende der Maskenpflicht ändert nichts am positiven Nutzen der Mund-Nasen-Bedeckung", sagte Philippi.

    Die Isolationspflicht für Corona-Infizierte ist in Niedersachsen zum 1. Februar entfallen. Die Maskenpflicht im Nahverkehr wird analog zu den Vorgaben für den Fernverkehr am Donnerstag aufgehoben.

    Philippi, der das Amt des Gesundheitsministers erst vergangene Woche übernommen hatte, riet zudem dazu, den Impfstatus ab und zu vom Hausarzt oder der Hausärztin überprüfen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen. Damit sorge man für eine "gute Immunität".
  • 2/1/202311:48:48 AM

    Schüler können auch mit Corona-Infektion zur Schule gehen

    Mit dem Wegfall der Isolationspflicht können Niedersachsens Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte ab sofort auch dann in den Unterricht kommen, wenn sie symptomfrei mit Corona infiziert sind. Darüber hat das Kultusministerium die Schulen informiert. Die Schulleitungen müssen auch keine Corona-Infektionen mehr melden. Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) betonte am Mittwoch jedoch: "Wer krank ist und Symptome hat, bleibt zu Hause, bis Symptomfreiheit gegeben ist – ganz gleich welche Infektion. Zum Schutz anderer."

    Kostenlose Corona-Tests zum freiwilligen Gebrauch stellt das Land den Schulen nur noch bis zur Woche nach den Osterferien zur Verfügung. Die Schulen sind aufgefordert, den Bedarf für diese Zeit zu ermitteln und die Tests bis spätestens 6. Februar zu bestellen. Restbestände dürfen darüber hinaus noch bis zum Verfallsdatum ausgegeben werden.

    Ministerin Hamburg sagte, man könne mit Blick auf die weitere Corona-Entwicklung "nicht automatisch von einem Schlussstrich ausgehen". Allerdings machten die hohe Impfquote und mittlerweile wenige schwere Covid-Verläufe es möglich, die Schutzmaßnahmen zurückzufahren. Zwar könne es jederzeit eine Verschlechterung der Situation geben, das gelte aber auch für mögliche andere Viren. "Das sind die Unwägbarkeiten, die man einfach auch in einer Gesellschaft hat und die wir miteinander aushalten müssen", sagte Hamburg.
  • 2/1/202311:45:19 AM

    Ab Donnerstag: Deutschlandweites Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

    In Bussen und Bahnen fällt nach fast drei Jahren Corona nun in ganz Deutschland die Maskenpflicht. Nachdem etwa die Hälfte der Bundesländer in ihrem Regionalverkehr die Regel bereits aufgehoben hat, gilt ab diesem Donnerstag auch in den restlichen Ländern und im Fernverkehr keine Tragepflicht mehr - das betrifft ICEs, ICs, ECs und auch Fernbusse wie Flixbus. Ursprünglich sollte es im Fernverkehr erst im April soweit sein. Das Bundeskabinett hatte die im Infektionsschutzgesetz festgelegte Regel aber wegen der Entspannung der Lage vor kurzem vorzeitig aufgehoben.

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach riet dazu, freiwillig Masken zu tragen. "Ich tue es auch. Um kein Long Covid zu riskieren und andere zu schützen", schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch auf Twitter. Lauterbach bezeichnete zugleich die bisherigen Maßnahmen zur Vermeidung großer Corona-Winterwellen als erfolgreich. Deshalb könne die Maskenpflicht im Fernverkehr entfallen.
  • 2/1/20239:05:58 AM

    Österreich beendet alle Corona-Maßnahmen zum 30. Juni

    In Österreich werden alle Corona-Maßnahmen stufenweise beendet. Das hat die Regierung am Mittwoch beschlossen. Ab 30. April soll die jetzt noch herrschende Maskenpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen auslaufen. Ab 30. Juni sollen alle Sonderbestimmungen enden, hieß es am Mittwoch. SARS-CoV-2 sei dann keine meldepflichtige Krankheit mehr. Auch die Restriktionen für positiv getestete Menschen gebe es dann nicht mehr. 

    Aktuell müssen Infizierte zwar nicht in Quarantäne, sind aber zum Tragen einer FFP2-Maske in Innenräumen und auch im Freien bei engem Kontakt zu anderen Menschen verpflichtet. Sämtliche Corona-Krisenstäbe und Gremien würden aufgelöst, hieß es.
  • 2/1/20238:47:34 AM

    Ab Mitte Februar: Keine Isolationspflicht mehr in Berlin und Brandenburg

    Ab 13. Februar müssen sich Corona-Infizierte nicht mehr häuslich absondern. Darauf haben sich beide Länder verständigt. Damit fällt nach dem Ende der Maskenpflicht in Berlin und Brandenburg nun auch die nächste Corona-Schutzmaßnahme. 
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