Die Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER - 12 Tote in Seniorenheim in Leverkusen - auch britische Mutation gefunden

27. Januar 2021 - 20:25 Uhr

Awo-Seniorenheim in Rheindorf betroffen

In einem Seniorenheim in Leverkusen sind seit Mitte Januar inzwischen zwölf Menschen gestorben. Insgesamt sind 39 Bewohner infiziert, bei vier Bewohnern wurde die neue britische Mutation nachgewiesen. Das Heim hatte laut "Rheinische Post" zum Zeitpunkt des Ausbruchs die erste der beiden notwendigen Impfrunden hinter sich. Das AWO-Haus ist für Besucher geschlossen. Die Stadt hatte Mitte Januar eine Quarantäne ausgesprochen.

Im Video: Bundeskanzlerin Angela Merkel diskutiert mögliche Lockerungen im ganz kleinen Kreis – damit nichts durchsickert.

Aktuelle Entwicklungen rund um Corona im Ticker

  • 1/27/21 11:01 PM
    Dreyer fordert einheitliche Regeln für Lockerung des LockdownsDie rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat einheitliche Regeln für eine Lockerung des Corona-Lockdowns gefordert: "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns in Deutschland auf die gleichen 'Wenn-dann-Regeln' einigen", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Wir brauchen ein Einvernehmen darüber, in welchen Inzidenz-Korridoren bestimmte Bereiche gelockert werden können oder wieder verschärft werden müssen." Ein Zukunftsplan, der den Familien, der Wirtschaft und der Kultur Perspektiven vermittelt, sei "absolut notwendig".

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich zurückhaltender. Er forderte, sich bei den Szenarien für Lockerungen nicht allein an der Zahl der Neuinfektionen zu orientieren. "Der Inzidenzwert ist eine wichtige Maßzahl - aber nicht der einzige. Wir müssen auch andere Aspekte, wie die Ausbreitung der Mutationen und die Auslastung in den Intensivstationen, im Blick haben", sagte der SPD-Politiker. Schule und Kitas müssten bei der Lockerung ganz vorn stehen. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.
  • 1/27/21 10:31 PM
    Fast drei Millionen Menschen bei slowakischen Corona-Massentests
    Die Slowakei hat erneut einen großen Teil der über zehn Jahre alten Bevölkerung einem Corona-Massentest unterzogen. Wie der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic am Mittwoch bilanzierte, nahmen 2,95 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner an den Antigen-Schnelltests teil. Von den Testergebnissen seien 1,24 Prozent positiv gewesen.

    Die innerhalb von neun Tagen vom 18. bis 26. Januar im ganzen Land durchgeführten Testungen waren zwar formell freiwillig. Wer aber kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf bis 7. Februar nicht einmal mehr zur Arbeit gehen. Sogar für Spaziergänge in der Natur ist ein negativer Test nachzuweisen. Die Polizei hatte schon im Voraus strenge Kontrollen ab Mittwoch angekündigt.

    Matovic rechtfertigte die Massentests vor Journalisten als einzige objektive Möglichkeit, die reale Verbreitung der Pandemie festzustellen. Der Städte- und Gemeindeverband kritisierte hingegen, den Kommunen sei ohne angemessene Entschädigung die Hauptlast der Organisation aufgebürdet worden. Vor weiteren Massentests sollten erst Experten befragt werden, ob der enorme Aufwand an personellen und materiellen Ressourcen nicht zu groß sei im Vergleich zum tatsächlichen Nutzen.
  • 1/27/21 10:06 PM
    EU-Kommissarin: Kein Durchbruch im Impfstoff-Streit mit AstraZeneca
    Die Europäischen Union und der Pharmakonzern AstraZeneca haben bei Gesprächen den Streit wegen verzögerter Impfstoff-Lieferungen nicht beilegen können. Man habe keinen Durchbruch erzielt, teilte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch mit. "Wir bedauern die immer noch mangelnde Klarheit über den Fahrplan der Auslieferungen", twitterte sie. Sie forderte erneut einen Plan für die rasche Auslieferung der Impfstoff-Dosen, die die EU für das erste Jahresviertel reserviert habe.

  • 1/27/21 9:34 PM
    Wochenlange Verzögerung bei Lieferung von russischem Impfstoff
    Russland kündigt die Verzögerung von Lieferungen des Sputnik-V-Impfstoffes nach Lateinamerika um bis zu drei Wochen an. Grund seien die hohe Nachfrage und Produktionsengpässe. Die staatliche Private Equity-Gesellschaft RDIF und das Gamaleya-Institut erklärten, die Produktionskapazitäten auszuweiten. Sputnik-V haben unter anderem Argentinien, Bolivien und Mexiko geordert.
  • 1/27/21 9:29 PM
    Iranischer Nationalspieler stirbt an Corona
    Der ehemalige iranische Fußball-Nationalspieler Mehrdad Minawand ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna starb der 45-Jährige am Mittwochabend im Laleh Krankenhaus in der Hauptstadt Teheran. Minawand, der zwischen 1998 und 2001 auch für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz spielte, galt als einer der besten Linksverteidiger der iranischen Fußballgeschichte. Auch Sturm Graz teilte am Abend den Tod seines früheren Profis mit.

    Minawand bestritt 67 Länderspiele und nahm mit dem Iran auch an der WM 1998 in Frankreich - und am Gruppenspiel gegen Deutschland (0:2) - teil. Zuletzt war er in der 2. iranischen Liga als Co-Trainer tätig.

  • 1/27/21 9:23 PM
    New Yorker Verkehrsbetriebe gedenken toter Kollegen
    Mit einem Video auf Bildschirmen in zahlreichen U-Bahn-Stationen gedenken die Öffentlichen Verkehrsbetriebe (MTA) der Millionenmetropole New York ihrer mindestens 136 Mitarbeiter, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie nach einer Infektion starben. In dem Video, das noch bis zum 7. Februar in den Stationen zu sehen sein soll, sind Fotos der Toten zu sehen, dazu ein Gedicht und Musik, wie MTA mitteilte. New York war im Frühjahr 2020 ein Epizentrum der Pandemie. Mehr als 20 000 Menschen sind in der Stadt nach einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Inzwischen hat sich die Situation etwas abgemildert.
  • 1/27/21 9:22 PM
    Bundeswehr schickt Erkundungsteam nach Portugal
    Die Bundeswehr hat ein Erkundungsteam nach Portugal geschickt, um Hilfsmöglichkeiten im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu auszuloten. Die Experten sollten klären, welche Unterstützung vor Ort benötigt werde und machbar sei, bestätigt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin einen "Spiegel"-Bericht.
  • 1/27/21 9:13 PM
    Kanada: EU will Impfstoff-Lieferungen nicht kürzen
    Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau erklärt, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe ihm versichert, dass die Kontrollen der Impfstoff-Exporte durch die EU die Kanada zugesagten Chargen nicht beeinflussen werden. Das betreffe die Bestellungen bei Pfizer und Moderna. Nach Liefer-Engpässen hat die EU Pharmakonzerne aufgefordert, ihre Exporte registrieren zu lassen.
  • 1/27/21 8:57 PM
    Sind Madeleine und ihre Familie schon gegen das Coronavirus geimpft?
  • 1/27/21 8:24 PM
    Wo und wie kriegt mein Kind sein Schulzeugnis?
  • 1/27/21 8:20 PM
    Mitten im Lockdown - und die Frisur sitzt
  • 1/27/21 8:17 PM
    Maas: Pandemie muss überall besiegt sein - Deutschland alleine reicht nicht
    Aussenminister Heiko Maas hat vor einem zu nationalen Blick in der Corona-Impf-Debatte gewarnt. "Die Pandemie wird nur dann besiegt sein, wenn sie überall besiegt ist", sagte Maas am Mittwochabend im Interview mit Reuters-TV. "Es nutzt nicht, früher zu sein als andere." Die Pandemie würde sich dann nur in Nachbarstaaten ausbreiten und über die Grenzen doch wieder ins eigene Land getragen, warnte er. Maas verteidigte das gemeinsame europäische Vorgehen bei der Impfstoffbeschaffung. Das sei sicher bei 27 Mitgliedstaaten etwas schwieriger als wenn ein Land alleine für sich entscheide. Aber es sei der richtige solidarische Weg.
  • 1/27/21 8:16 PM
    Was genau ist ein "Mutationsgebiet"?
  • 1/27/21 8:14 PM
    Tod per Muskelblocker-Injektion?
  • 1/27/21 7:46 PM
    Brasilianische Stadt richtet Buslinie für Corona-Impfkandidaten ein
    Die brasilianische Vorzeigestadt Curitiba hat für Menschen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen und dabei auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, eine eigene Buslinie eingerichtet. Das berichteten brasilianische Medien am Mittwoch. Demnach wurde ein Veranstaltungszentrum in das Impfzentrum der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná umgewandelt. Das städtische Gesundheitssekretariat hob dem lokalen Nachrichtenportals «Banda B» zufolge hervor, dass kein Bürger wegen des Impfstoffs ein Krankenhaus oder einen Arzt aufsuchen müsse.

    Die südbrasilianische Stadt gilt sowohl bei Stadtplanung als auch Nachhaltigkeit als Vorzeigemodell. Bereits in den 1970er-Jahren, als der Architekt Jaime Lerner Bürgermeister wurde, machte sich Curitiba als innovative und nachhaltige Stadt weltweit einen Namen. 1996 wurde sie auf dem Kongress der Stadtplaner in Istanbul zur innovativsten Stadt der Welt gekürt, 2010 bekam sie in Schweden den "Globe Sustainable City Award". Die wohl grünste Metropole Brasiliens setzt statt U-Bahnen auf Metrobusse. Sie bringen die Einwohner auf sternförmig angeordneten Straßen fast überall hin. Auch heute dient Curitiba noch als Paradebeispiel für klimafreundliche Mobilität.
  • 1/27/21 7:26 PM
    Hamburger Bürgermeister rechnet mit Verlängerung von Lockdown
    Der Hamburger Erste Bürgermeister Peter Tschentscher wendet sich gegen rasche Lockerungen. "Ich gehe davon aus, dass der Lockdown über den 14. Februar hinaus fortgeführt werden muss." Die Infektionszahlen seien nicht ausreichend zurückgegangen. "Zunächst müssen wir einen Überblick über das Auftreten neuer Virusmutationen und eine fundierte Einschätzung zu ihren Auswirkungen auf die Infektionsdynamik haben", erklärt der SPD-Politiker. Erst auf dieser Grundlage könne ein Öffnungskonzept beschlossen werden.
  • 1/27/21 6:46 PM
    Norwegen schließt seine Grenzen
    Der Norden macht dicht: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten verschärft nach Dänemark und Finnland auch Norwegen seine Einreisebeschränkungen. Ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag werden die norwegischen Grenzen für praktisch alle Menschen geschlossen, die nicht im Land wohnen, wie Regierungschefin Erna Solberg am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Es gebe jedoch Ausnahmen, etwa für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarländern Schweden und Finnland.

    Seit Mittwoch gelten auch in Finnland verschärfte Einreiseregeln. Dänemark lässt seit dem 9. Januar bis auf wenige Ausnahmen nur noch Menschen ins Land, die einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen und maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Schweden hat zudem seine Grenzen nach Norwegen geschlossen.
  • 1/27/21 6:32 PM
    Studie: Leicht veränderte Symptome bei britischer Virus-Variante
    Einer Studie der britischen Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sind die Symptome bei der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante leicht anders als bei der bislang vorherrschenden. Husten, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Halsschmerzen treten demnach etwas häufiger auf. Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns hingegen etwas seltener. Keinen Unterschied gibt es demnach bei der Häufigkeit von Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Durchfall oder Erbrechen. Befragt wurden 6000 zufällig ermittelte Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

    Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Die in Großbritannien aufgetretene Variante B.1.1.7 ist nach Ansicht britischer Experten 30 bis 70 Prozent leichter übertragbar als die bislang vorherrschende. Hinweise, dass sie auch häufiger zu tödlichen Verläufen von Covid-19 führen könnte, beruhen bislang nur auf einer sehr unsicheren Datenlage, wie Experten betonen.
  • 1/27/21 6:24 PM
    EU weitet Corona-Einreisestopp auf Japan aus
    Die Liste jener Staaten, aus denen Menschen problemlos in die EU einreisen können, wird immer kürzer. Wegen deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen soll auch für Japan keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr gelten. Darauf einigten sich die EU-Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten am Mittwoch in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr. Die Entscheidung muss bis zum Donnerstag noch offiziell von den Hauptstädten im schriftlichen Verfahren bestätigt werden.

    Somit bleiben nur sechs Länder weltweit, aus denen Bürger normal in die EU einreisen dürfen: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen.

    Darauf hatten sich alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im März verständigt. Demnach sind alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst verboten. Rechtlich bindend ist der Einreisestopp allerdings nicht. Zudem gelten Ausnahmen etwa für EU-Bürger und ihre Familien. Anfang Juli wurde der Einreisestopp erstmals für einige Staaten gelockert.
  • 1/27/21 6:11 PM
    US-Behörde: Britische Virus-Mutation in 26 Bundesstaaten nachgewiesen
    Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist in den USA inzwischen in mehr als der Hälfte der Bundesstaaten nachgewiesen worden. Die Direktorin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Mittwoch beim ersten Coronavirus-Briefing der Experten der neuen US-Regierung, die Variante des Virus sei bis zum Vortag in 26 der 50 US-Bundesstaaten festgestellt worden. In dieser Woche sei im Bundesstaat Minnesota außerdem erstmals die Variante aus Brasilien entdeckt worden. Die Mutation aus Südafrika sei dagegen bislang noch nicht in den USA gefunden worden.

    Experten gehen davon aus, dass die britische Variante bereits deutlich weiter in den USA verbreitet ist. Positive Tests werden in den USA noch verhältnismäßig selten einer Genom-Sequenzierung unterzogen, mit der neue Varianten festgestellt werden können. Die Gesundheitsbehörde hatte Mitte Januar gewarnt, die britische Mutation verbreite sich schnell und könne bis März in den USA "zur vorherrschenden Variante" des Coronavirus werden.
  • 1/27/21 5:52 PM
    Bremen testet alle positiven Corona-Proben auch auf Mutation
    Bremen testet von jetzt an alle positiven Coronavirus-Proben auch auf die britische Variante B.1.1.7. Ziel sei es, eine weitere Verbreitung der Mutation zu verhindern, sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) am Mittwoch. Am Montag waren zwei Fälle der britischen Mutation in Bremen bekanntgeworden, am Mittwoch wurde bei einer Kontaktperson in Bremerhaven B.1.1.7 ebenfalls nachgewiesen. Es bestehe die begründete Sorge, dass sich die Mutation leichter und schneller und mit einer höheren Viruslast überträgt, hieß es.

    Bremen setzt sich darüber hinaus für eine Anpassung der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) an das aktuelle Infektionsgeschehen ein. Beschäftigte in Kitas und gegebenenfalls auch in Schulen sollten einer vorrangigeren Prioritätsstufe zugeordnet werden, forderte das kleinste Bundesland. In Kitas seien die Schutzmöglichkeiten geringer, sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD).
  • 1/27/21 5:42 PM
    Weitere 1725 Todesfälle in Großbritannien
    Großbritannien meldet weitere 1725 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, auf 101.887, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Am Dienstag hatte das Land die traurige Marke von 100.000 Todesfällen überschritten. An Neuinfektionen wurden weitere 25.308 Fälle gemeldet. Bislang haben über sieben Millionen Menschen die erste Impfung erhalten. Angesichts der Lage geht Premierminister Boris Johnson davon aus, dass der Lockdown in England noch bis mindestens März aufrecht erhalten wird.
  • 1/27/21 5:20 PM
    Britische Corona-Variante war schon Anfang Dezember in Tschechien
    Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist schon früher in Tschechien angekommen als bisher angenommen. Die Virusvariante sei mindestens seit Anfang Dezember im Umlauf, teilte das nationale Referenzlabor in Prag am Mittwoch mit. Das hätten nachträgliche Analysen älterer Proben ergeben.

    Insgesamt sei die britische Mutante inzwischen in mehr als 200 Fällen im Labor nachgewiesen worden. Die Betroffenen stammen unter anderem aus Prag, Brünn (Brno), Jihlava (Iglau) und Pardubice (Pardubitz). Die Gesundheitsämter wurden angewiesen, Mutationsfällen bei der Kontaktnachverfolgung Priorität einzuräumen.
  • 1/27/21 5:09 PM
    Azubis sollen beim Impfen helfen
    Wegen der angespannten Corona-Lage in Pflegeheimen appelliert die Bundesregierung an die Betreiber von Pflegeeinrichtungen, verstärkt auch Azubis als Helfer einzusetzen. "Bereits im ersten Ausbildungsjahr können sie in der derzeitigen Situation zur Entlastung des Pflegepersonals, etwa nach entsprechender Einweisung bei der Durchführung von Testungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörigen oder bei den Vorkehrungen der Hygiene- und Schutzmaßnahmen, beitragen", heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) an Verbände und Akteure im Pflegebereich, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
  • 1/27/21 5:07 PM
    Portugal bittet die Bundeswehr um Hilfe
    Die Bundeswehr hat nach einem Hilferuf Portugals an die EU ein medizinisches Erkundungsteam in das südliche Partnerland geschickt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, die Militärexperten sondierten dort mögliche Unterstützung für das Land. Zu Berichten portugiesischer Medien, wonach zunächst nur Deutschland reagiert habe, konnte der Sprecher keine Angaben machen.

    Der "Spiegel" berichtete, es gehe um die Errichtung eines Feldlazaretts zur Behandlung von Corona-Patienten, die Lieferung von Sanitätsmaterial und die Aufnahme von portugiesischen Covid-Intensivpatienten in Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das Erkundungsteam am Freitag in Deutschland zurückerwartet. Dann sollte über weitere Schritte beraten werden.
  • 1/27/21 4:22 PM
    Verbraucherschützer warnt vor Einschränkung des Flugverkehrs
    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnt vor weiteren Einschränkungen des Flugverkehrs. Dies dürfe nicht zur Folge haben, dass Verbraucher im Ausland strandeten, sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) dem "Handelsblatt". "Für alle Verbraucher muss die Rückkehr gesichert sein." Müller fordert die Airlines auf, bezahlte Flüge im Falle von Stornierungen "zügig" zu erstatten. Die "unsägliche Hinhaltetaktik" wie in der Vergangenheit dürfe sich nicht wiederholen.
  • 1/27/21 4:11 PM
    Gesundheitsministerium lehnt Impfstoff-Zwangslizenzen ab
    Das Bundesgesundheitsministerium lehnt die vom Grünen-Chef Robert Habeck geforderten Zwangslizenzen zur Produktion von Corona-Impfstoff ab. "Wer Zwangslizenzen als einfache Lösung fordert, verkennt die Komplexität von Impfstoffproduktion", sagt ein Sprecher des Ministeriums zu Reuters. "Im Übrigen stellt sich die Frage, welches Unternehmen denn mit einer solchen Zwangslizenz schneller zusätzliche Produktion schafft als es die Kooperationen der Pharmafirmen tun, die aktuell überall entstehen und die wir fördern", fügt er hinzu.
  • 1/27/21 4:02 PM
    Schweden untersagt wegen Corona-Bedenken Nerzzüchtung 2021
    In Schweden dürfen in diesem Jahr keine neuen Nerze herangezüchtet werden. Im Frühjahr dürfen diesmal keine Jungtiere geboren werden, wie die schwedische Ministerin für den ländlichen Raum, Jennie Nilsson, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Das bedeutet, dass die Nerzzüchter zwar ihre derzeit rund 90 000 Zuchttiere behalten, jedoch in der bevorstehenden Paarungszeit keine neuen heranzüchten dürfen. Grund dafür sind die Sorgen darüber, dass Nerze besonders anfällig für Coronaviren sein sollen und sie verbreiten können.

    Den ersten Fall bei einem Pelztier entdeckten die Schweden laut Nilsson im Oktober. Die Paarungszeit der Nerze findet normalerweise im Februar und März statt. Die Jungtiere kommen im April und Mai zur Welt, im November werden sie dann für ihren Pelz gekeult.

    Damit gehen die Schweden deutlich weniger radikal gegen die Nerze im Land vor als ihre Nachbarn im Süden: Dänemark als führender Nerzfellproduzent hatte im November aus Corona-Sorgen die massenhafte Keulung von mehreren Millionen Pelztieren veranlasst. Die dänische Nerzzucht wurde bis Ende 2021 verboten, die Züchter werden mit einem Milliardenbetrag entschädigt. Wissenschaftler in Finnland und Russland sitzen
  • 1/27/21 3:53 PM
    Altmaier warnt vor öffentlicher Debatte über Corona-Lockerungen
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor einer öffentlichen Debatte über Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt. Es wäre das «falsche Signal», nun öffentlich über Lockerungen zu spekulieren und Erwartungen zu setzen, die die Bekämpfung der Pandemie eher erschwerten, sagte Altmaier am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts. Es gebe im wöchentlichen Schnitt pro Tag immer noch an die 15 000 Neuinfektionen. Man brauche Geduld.

    Hintergrund ist, dass etwa Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erste Lockerungen der aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen unter Bedingungen in Aussicht gestellt hat. Bei dauerhaft weniger als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche sollten zunächst Schulen und Kitas wieder stärker öffnen. Dann könne auch über die Öffnung von Dienstleistern wie etwa Friseurbetrieben nachgedacht werden, hatte Schwesig am Mittwoch im Landtag in Schwerin gesagt.
  • 1/27/21 3:42 PM
    Habeck fordert notfalls Zwangslizenzvergabe bei Impfstoffen
    Grünen-Parteichef Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, die Produktion von Impfstoffen notfalls durch eine Zwangslizenzvergabe deutlich zu erhöhen. Die Produktion müsse steigen, und die Bundesregierung sei gefordert, alles zu tun, was irgend gehe, sagt Habeck der "Rheinischen Post". Für die Pharmakonzerne solle sich die historisch schnelle Impfstoffentwicklung auszahlen. "In letzter Konsequenz jedoch hätte die Bundesregierung über verpflichtende Lizenzvergabe die Möglichkeit, die Beteiligten zu Kooperation zu zwingen", sagt Habeck. "Wenn Bayer vor Wochen angekündigt hat, dass sie Impfstoffe produzieren können, bis heute aber nicht richtig eingebunden sind, dann ist das auch ein politisches Versäumnis."
  • 1/27/21 3:31 PM
    Wirtschaftsverbände fordern Öffnungsperspektive
    Wirtschaftsverbände fordern konkrete Öffnungskonzepte und Perspektiven für einen Wirtschaftsaufschwung nach der Corona-Krise. "Was wir jetzt brauchen, ist eine Debatte über eine Post-Corona-Strategie – dazu zählt vor allem ein Fahrplan, mit dem wir den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder fitmachen", sagt der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Eine Begrenzung von Steuer- und Sozialabgaben sei unverzichtbar. Der Einzelhandelsverband HDE verlangt konkrete Rahmenbedingungen für eine Wiedereröffnung. "Es muss klar sein, bei welchen Pandemie-Zahlen welche Maßnahmen wieder gelockert werden können", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Man muss sicherlich auch überlegen, ob die Konzentration auf den Inzidenz-Zielwert von 50 der alleinige Maßstab für Lockerungen sein kann. Zumindest sollte es abgestufte Öffnungsmaßnahmen für den Handel geben."
  • 1/27/21 3:22 PM
    Auch Intensivmediziner für Reisebeschränkungen
    Auch der führende Intensivmediziner Uwe Janssens fordert zum Schutz vor Corona-Mutanten eine Beschränkung von Reisen. "Die Überlegung, was man mit solchen Flügen macht, ist im Augenblick unheimlich wichtig", sagt das Vorstandsmitglied der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) der Sendergruppe RTL/ntv. Auch bei den aktuell sinkenden Infektionszahlen sei das wichtig: "Je niedriger wir kommen, je mehr spielt es eine Rolle, dass wir nicht von außen zusätzliche Problem-Viren importiert bekommen."
  • 1/27/21 3:01 PM
    Israel schließt nach internationalem Flughafen auch Landgrenzen
    Nach dem internationalen Flughafen Ben Gurion schließt Israel im Kampf gegen das Coronavirus vorübergehend auch seine Landgrenzen. Dies kündigte das Innenministerium am Mittwoch an. Die Maßnahme soll von Donnerstagmorgen bis Ende Januar gelten. Davon betroffen sind insgesamt drei Grenzübergänge nach Ägypten und Jordanien. Der Übergang Allenby-Brücke nach Jordanien bleibt für Bewohner des Westjordanlands geöffnet.

    Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen Israels, das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen zu verhindern. In der Nacht auf Dienstag war bereits der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv - das mit Abstand wichtigste Luftverkehrsdrehkreuz des Landes - bis Monatsende nahezu komplett geschlossen worden.
  • 1/27/21 2:51 PM
    Johnson: Plan zu Exit aus Lockdown in Woche ab 22. Februar
    Die britische Regierung will ihren Plan für einen Ausstieg aus dem Lockdown in der Woche ab 22. Februar vorlegen. Dann kämen die Abgeordneten aus ihrer Sitzungspause zurück, kündigt Premierminister Boris Johnson vor dem Unterhaus an. Mitte Februar werde das Bild der Lage vermutlich klarer sein. Im Moment sei es zu früh, zu sagen, wann die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden könnten. Man habe noch nicht genügend Daten. "Wir sind weiterhin in einer gefährlichen Situation."
  • 1/27/21 2:42 PM
    Ifo-Chef Fuest für Reisebeschränkungen
    Ifo-Chef Clemens Fuest hat sich dafür ausgesprochen, Reisen aufgrund der Corona-Lage zu beschränken. "Wir müssen den Reiseverkehr auf das Notwendige reduzieren", sagt Fuest im SWR-Hörfunk. Es gehe weniger darum, Flüge generell zu untersagen. "Aber Urlaubsreisen brauchen wir derzeit nicht." Bei Geschäftsreisen sei das etwas anderes. Man müsse das deshalb differenziert betrachten.
  • 1/27/21 2:36 PM
    Großbritannien führt Quarantäne in Hotels für einige Einreisende ein
    Zum Schutz vor der Einschleppung weiteren Corona-Mutationen wird Großbritannien für Einreisen aus Gebieten mit besonders hohem Risiko eine verpflichtende Quarantäne in Hotels einführen. Auch Briten und in Großbritannien ansässige Menschen, die aus Gebieten auf einer sogenannten "Roten Liste" einreisten, müssten sich für 10 Tage in eine von der Regierung bereitgestellte Unterkunft wie etwa ein Hotel begeben, kündigte der Premierminister Boris Johnson am Mittwoch in London an. Innenministerin Priti Patel sollte am Nachmittag über weitere Details informieren - etwa, welche für welche Länder die Regelung gelten wird. Im Fokus stehen Berichten zufolge unter anderem Südafrika und Brasilien.
  • 1/27/21 2:31 PM
    Frankreich erwägt erneuten strengen Corona-Lockdown
    Frankreich schließt einen erneuten "sehr strengen"Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus nicht aus. "Wir erwägen mehrere Szenarien", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch in Paris. Die aktuelle abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr bremse die Ausbreitung des Virus nicht ausreichend aus. Aktuell gebe es ein hohes Plateau - der Druck auf die Krankenhäuser wachse.

    Daher sei die Beibehaltung der aktuellen Regelung "unwahrscheinlich", sagte Gabriel. Präsident Macron habe zusätzliche Untersuchungen in Auftrag gegeben. Am Donnerstagabend sollte es wieder eine Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Olivier Véran geben. Gabriel zufolge sind aktuell mehr als 1,2 Millionen Menschen im Land mit einer ersten Dosis des Impfstoffs geimpft worden.
  • 1/27/21 1:51 PM
    Corona-Mutation in Kita: Baden-Württemberg vertagt Entscheidung über Kita- und Grundschulöffnungen
    Die baden-württembergische Landesregierung hat die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen erneut vertagt. Es seien acht neue Fälle von Virusmutationen im Südwesten bekannt geworden, davon zwei bei zwei Kindern in einem Kindergarten in Freiburg, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet in Stuttgart.

    21 Menschen in dem Kindergarten seien ebenfalls infiziert, nun müsse noch geklärt werden, ob es sich ebenfalls um die neuen Virusvarianten handele

  • 1/27/21 1:33 PM
    Opposition fordert Bundestagsdebatte zu nächster Bund-Länder-Runde
    FDP, Linke und Grüne fordern, die vorgezogene Sitzungswoche Anfang Februar für eine Bundestagsdebatte vor oder direkt nach der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zu nutzen. Die drei Oppositionsfraktionen sprachen sich exklusiv bei RTL und ntv dafür aus, dass Kanzlerin Merkel und die Bundesregierung dabei die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern erklären und zur Debatte stellen.

    „Es ist gut, dass der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz nun eine Sitzungswoche vorausgeht“, so der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann zu RTL und ntv. Die Kanzlerin solle diese Gelegenheit nutzen, um dem Parlament ihren weiteren Kurs in der Pandemiebekämpfung vorzustellen. „Das ist eine Frage des Respekts vor dem Parlament und zugleich der Qualitätssicherung für die Regierung.“

    Buschmanns Amtskollegin von den Grünen, Britta Haßelmann, erklärte, Debatte, Beratung und Entscheidung im Bundestag seien nun „zeitnah“ zum Bund-Länder-Treffen möglich. „Die Bundesregierung muss Maßnahmen in der Corona-Pandemie öffentlich erklären, Rede und Antwort stehen - und das nicht nur in der Bundespressekonferenz, sondern vor allem auch im Parlament", sagte Haßelmann.
  • 1/27/21 1:28 PM
    Verdächtiges Paket: Astrazeneca-Zulieferer muss Produktionsstätte teilweise räumen
    Bei einem Zulieferer des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca ist ein verdächtiges Paket entdeckt worden. Das teilte das Unternehmen Wockhardt im walisischen Wrexham am Mittwoch mit. Alle zuständigen Behörden seien benachrichtigt worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Produktionsstätte, an der wichtige Schritte zur Herstellung des Coronavirus-Impfstoffs von Astrazeneca stattfinden, sei auf Rat von Experten teilweise geräumt worden.
  • 1/27/21 1:18 PM
    Bremen will Hausbesuche von Friseurinnen und Friseuren jetzt doch unterbinden
    Im Bundesland Bremen sind Friseursalons wie überall wegen Corona geschlossen - Friseurinnen und Friseure durften ihre Kunden aber durchaus zu Hause besuchen und bedienen. Das Ordnungsamt habe diese Lesart der Corona-Verordnung bestätigt, teilte die örtliche Handwerkskammer mit. Sie nannte diese Information überraschend. Man sei seit Erlass der Verordnung am 16. Dezember "davon ausgegangen, dass sämtliche Dienstleistungen im Bereich der nichtmedizinischen Körperpflege untersagt sind". Die Kammer warnte die Friseure aber, jetzt eilig Aufträge für Hausbesuche anzunehmen. "Bedenken Sie das gesundheitliche Risiko, wenn Sie sich in das private Umfeld des Kunden begeben!", mahnte die Kammer. Ein Sprecher des Gesundheitsressorts teilte allerdings bereits mit, dass man die Verordnungslücke schnell schließen wolle.
  • 1/27/21 12:47 PM
    Gefährliche Corona-Mutation B .1.1.7 jetzt auch in Hamburg
    Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist erstmals in Hamburg nachgewiesen worden. Durch eine Genomsequenzierungsanalyse sei in sieben Fällen die Variante B 1.1.7 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Fünf der Fälle gingen auf eine Reiserückkehr aus Großbritannien zurück und stammten aus zwei familiär verbundenen Haushalten.

    Die beiden übrigen Fälle beziehen sich den Angaben zufolge auf den jüngsten Corona-Ausbruch beim Flugzeughersteller Airbus, wobei das Infektionsumfeld noch nicht eindeutig geklärt sei. Einer dieser beiden Fälle betreffe Hamburg, der andere das Hamburger Umland.

  • 1/27/21 12:03 PM
    Schwesig stellt für MeckPomm frühere Lockerungen in Aussicht
    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat erste Lockerungen für die aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen in Aussicht gestellt, aber an Bedingungen geknüpft. Bei Inzidenzwerten zwischen 50 und 100 könne auch über die Öffnung von Dienstleistern wie etwa Friseurbetrieben nachgedacht werden.

    Bei dauerhaft weniger als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche sollten zunächst Schulen und Kitas wieder stärker öffnen. "Ich sage aber ganz klar, das wird alles nur funktionieren, wenn wir es schaffen, uns vor der Mutation zu schützen", sagte Schwesig im Landtag in Schwerin. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fährt hingegen eine deutlich striktere Linie, wie er im RTL/ntv-Frühstart erklärte:
  • 1/27/21 11:39 AM
    Mehr Nutzung digitaler Daten in Deutschland beschlossen
    Die Bundesregierung will die Nutzung digitaler Daten in Verwaltung, Wirtschaft und Alltag massiv vorantreiben. 90 Prozent der anfallenden digitalen Daten würden in Deutschland anders als etwa in den USA überhaupt nicht ausgewertet, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) bei der Vorstellung der ersten Digitalstrategie der Regierung. Diese wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet.

    Der CDU-Politiker sagte auch mit Blick auf die Corona-Pandemie, dass der Datenaustausch eine Gesellschaft widerstandsfähiger mache. Zudem liege in der Nutzung von Big Data ein riesiges Wertschöpfungspotenzial. In Deutschland und Europa werde dieses anders als in den USA und China bisher nicht ausreichend genutzt. Deshalb solle in der Bundesregierung geprüft werden, "ob auf besonders datengetriebenen Märkten eine Verpflichtung zum Teilen von bestimmten Daten erforderlich ist", heißt es in dem Papier. Der Staat solle bei den bei ihm anfallenden Daten eine Vorreiterrolle einnehmen.
  • 1/27/21 11:18 AM
    Impfstoff-Zoff: EU-Krisensitzung mit Astrazeneca soll doch stattfinden
    UPDATE um 13:15 Uhr: Der Impfstoffhersteller Astrazeneca hat nach EU-Angaben die Absage eines Krisentreffens zurückgezogen und will nun doch an dem für Mittwochabend geplanten Gespräch teilnehmen. Dies habe die Presseabteilung des Konzerns der EU-Kommission bestätigt, hieß es am Mittwochmittag in Brüssel. Zuvor habe das Management des Unternehmens per Mail abgesagt und erklärt, ein Treffen habe derzeit wegen der vielen offenen Fragen keinen Sinn.

    Im Streit über knappen Corona-Impfstoff ist ein Krisentreffen der Europäischen Union mit dem Hersteller Astrazeneca am Mittwoch geplatzt. Astrazeneca habe abgesagt, hieß es aus EU-Kreisen in Brüssel. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten hätten den Konzern gebeten, sich das gut zu überlegen.

    Die Kommission und die 27 Staaten hatten das Treffen mit Astrazeneca auf Expertenebene für den Abend einberufen. Hintergrund ist der Streit mit dem britisch-schwedischen Hersteller über Lieferkürzungen. Statt erwarteter 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal sollen nach EU-Angaben nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen.

  • 1/27/21 10:49 AM
    Arzt in Italien soll Covid-Patienten getötet haben - um Betten freizubekommen
    In Norditalien ist ein Mediziner festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden, weil er zwei Corona-Patienten getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, den Kranken im März, während der ersten Corona-Welle in Italien, vorsätzlich einen Muskelblocker verabreicht zu haben, der zum Tod der beiden geführt habe, teilte die Polizei mit. Der Arzt arbeitete in einem Krankenhaus in der Nähe der Stadt Brescia. Die Ortschaft liegt in der damals hart von Corona getroffenen Region Lombardei.

    Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wollte der Arzt damit Betten und Kapazitäten beim Krankenhauspersonal frei bekommen. Bei einer Exhumierung der Leichen der Verstorbenen wiesen Experten das Anästhetikum nach. In der Regel wird es demnach verwendet, um Menschen zu intubieren oder zu sedieren - und kann bei falscher Dosierung zum Tod führen.

  • 1/27/21 10:43 AM
    Studie: AfD-Anhänger sind besonders offen für Corona-VerschwörungstheorienAnhänger der AfD sind laut einer Studie der Universität Leipzig stärker für Verschwörungserzählungen empfänglich als Wähler anderer Parteien. Das gilt den Wissenschaftlern zufolge auch in Bezug auf Covid-19. "Dennoch bleibt festzuhalten, dass Verschwörungserzählungen auch darüber hinaus Verbreitung finden und sich nicht alleine auf Menschen im rechten Spektrum beschränken", so die Wissenschaftler.

    Um die Zustimmung zu Corona-bezogenen Verschwörungserzählungen zu messen, sollten sich die Befragten zu zwei Aussagen positionieren: "Die tatsächlichen Hintergründe der Corona-Erkrankung werden nie ans Licht der Öffentlichkeit kommen" und "Die Corona-Krise wurde so groß geredet, damit einige wenige von ihr profitieren können". Bei der Auswertung der Ergebnisse stellten die Forscher des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts fest: Rund 68 Prozent der Menschen, die bei der nächsten Wahl ihr Kreuz bei der AfD machen wollten, stimmen diesen Aussagen eher zu. Das Gleiche gilt demnach auch für rund 65 Prozent der Nichtwähler sowie für knapp 47 Prozent der Wähler der FDP und rund 37 Prozent der SPD-Anhänger.

  • 1/27/21 8:05 AM
    Bevölkerung kauft während Corona deutlich mehr Fertiggerichte
    Verbraucher haben in der Corona-Krise vermehrt zu Fertiggerichten gegriffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis September 2020 in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Fertiggerichte hergestellt, knapp 50.300 Tonnen oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Jahr zuvor hatte die Herstellung noch nahezu stagniert (plus 0,1 Prozent). Homeoffice, Homeschooling sowie zeitweise geschlossene Restaurants und Kantinen trieben die Produktion in den ersten neun Monaten 2020 an.

    Den größten Zuwachs gab es in dem Zeitraum bei Gemüse-Fertiggerichten, etwa Gemüseeintöpfen. Mit knapp 150.000 Tonnen wurden davon 7,4 Prozent mehr hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Gefragt waren auch Produkte wie Tiefkühl-Pizzen oder -Baguettes (plus 5,4 Prozent auf rund 480.000 Tonnen). Die Produktion von Fertiggerichten aus Teigwaren stieg um 4,6 Prozent auf 263.000 Tonnen. Bei Fleisch-Fertiggerichten wie Gulasch, Hamburgern oder Geflügelgerichten wurde ein Plus von 2,4 Prozent auf rund 171.000 Tonnen verzeichnet. Die Menge der produzierten Fisch-Fertiggerichte, zu denen beispielsweise Fisch-Nuggets oder Sushi zählen, sank hingegen um 1,2 Prozent.
  • 1/27/21 7:27 AM
    Virologe Drosten warnt vor schnellen Lockerungen
    In dem Streit um die Eindämmung des touristischen Reiseverkehrs im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Virologe Christian Drosten Einschränkungen als "aus wissenschaftlicher Sicht" sinnvoll bezeichnet. Angesichts sinkender täglicher Corona-Fallzahlen in Deutschland "muss man natürlich auf das achten, was von außen kommt", sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité Berlin in den ARD-"Tagesthemen".

    Christian Drosten, der die Bundesregierung berät, riet zugleich in der Debatte um mögliche Lockerungen der derzeitigen Corona-Restriktionen zu Vorsicht: "Wir werden zu irgendeinem Zeitpunkt so viele Menschen geimpft haben, dass das Virus sich nicht mehr von selbst verbreitet. Die Frage ist nur: Wie lange dauert das?" Wenn die Maßnahmen jetzt einfach beendet würden, "dann werden wir sicherlich erleben, dass das Virus sich wieder ganz stark vermehrt".
  • 1/27/21 6:48 AM
    Astrazeneca-Chef schiebt Verantwortung für Lieferengpässe auf EU
    Pascal Soriot, er Chef von Astrazeneca, sieht den langsamen Vertragsabschluss als Grund für Lieferengpässe. "Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan", sagte er der 'Welt'. Man habe auch Anfangsprobleme in Großbritannien gehabt. "Aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben."

    Sein Unternehmen sei vertraglich nicht zur Lieferung bestimmter Mengen Impfstoff verpflichtet. Brüssel wollte nach seinen Worten mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt beliefert werden wie die Briten - obwohl diese drei Monate früher unterzeichnet hätten. "Darum haben wir zugesagt, es zu versuchen, uns aber nicht vertraglich verpflichtet."

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