Coronavirus-Infektion in Brandenburg: sieben Verdachtsfälle

03. Februar 2020 - 18:40 Uhr

Auch nach mehreren Verdachtsfällen sind in Brandenburg bisher keine Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekannt. Bisher seien sieben Corona-Verdachtsfälle in Brandenburg gemeldet, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Tobias Arbinger, am Montag auf Anfrage mit. Der jüngste Verdacht betrifft einen Mann, der in Cottbus in isolierter stationärer Behandlung ist, ein Ergebnis des Tests werde noch für Montagabend erwartet.

Der erste Verdachtsfall war am 27. Januar gemeldet worden. Er kam - wie später drei weitere Fälle - aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Auch in Potsdam und im Landkreis Märkisch-Oderland konnte bei Patienten mit Anfangsverdacht Entwarnung gegeben werden.

Zuletzt wurde eine Ehepaar, das am Wochenende von einer Reise zurückgekehrt und auf dem Flughafen Schönefeld gelandet war, isoliert, stationär untergebracht und auf Coronoaviren getestet. Das Paar hatte in Zypern Kontakt zu Chinesen, der Test fiel aber negativ aus, wie der Sprecher berichtete. "Die Ehefrau konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen, der Ehemann wird wegen seiner Symptome weiter stationär behandelt."

Ein Verdacht auf eine Erkrankung liegt dem Robert Koch-Institut zufolge vor allem in zwei Fällen vor: Wenn jemand eine akute Infektion der unteren Atemwege wie eine Lungenentzündung hat und bis maximal 14 Tage vor dem Beginn der Erkrankung in einem Risikogebiet war. Als Verdachtsfall wird auch eingestuft, wenn die Person nur leichtere Symptome wie Husten hat, aber in direktem Kontakt mit einem Erkrankten gekommen ist.

Quelle: DPA