Jetzt ist die kleine Beatrice zurück zu Hause

Neugeborenes kämpfte 18 Tage lang auf der Intensivstation in Bergamo gegen Covid-19

In Bergamo hatte sich ein Neugeborenes kurz nach der Geburt mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
In Bergamo hatte sich ein Neugeborenes kurz nach der Geburt mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)

09. April 2020 - 15:53 Uhr

Baby Beatrice alleine auf der Intensivstation

Vor etwa zwei Monaten kam die kleine Beatrice in einem Krankenhaus im italienischen Bergamo zur Welt - der Stadt, die in Italien als Zentrum der Corona-Krise gilt. Doch wenige Tage nach seiner Geburt hat sich das kleine Mädchen mit dem Coronavirus infiziert und bekam hohes Fieber. 18 Tage lang kämpfte Beatrice auf der überfüllten Intensivstation in Bergamo um ihr Leben - mit Erfolg.

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Beatrice war an Covid-19 erkrankt

Nachdem Beatrice hohes Fieber bekommen hatte, brachten ihre Eltern sie am 5. März zurück ins Krankenhaus "Papa Giovanni XXIII" nach Bergamo, so ein Bericht der Bild. Dort wurde festgestellt, dass die Kleine an Covid-19 erkrankt war - da war Beatrice gerade 23 Tage alt. Ihre Eltern Marta Zaninoni (39) und Marco Albergati (35) mussten sie auf der wegen der Corona-Pandemie komplett überfüllten Intensivstation zurücklassen - ihre Mutter durfte sie nur noch ein letztes Mal stillen.

18 Tage lang musste das Mädchen auf der Intensivstation bleiben. Eine harte Zeit für ihre Eltern, die Beatrice natürlich nicht besuchen durften und aus der völlig überlasteten Klinik nur wenige Informationen über den Zustand ihrer Tochter bekamen: Einmal am Tag bekamen sie einen kurzen Anruf zum Gesundheitszustand der Kleinen. Abgepumpte Muttermilch durften sie ebenfalls nicht abgeben. "Ich hatte solche Angst, dass sie stirbt. Es war eine Zeit der vielen, vielen Tränen" sagte die Mutter zu Bild.

Letzter Corona-Test war noch positiv

Am 23. März durfte Beatrice endlich nach Hause zurück - für ihre Eltern ist sie seitdem die "kleine Kriegerin von Bergamo". Nachdem sie in der Klinik nicht zugenommen hatte, wurde es zu Hause schnell besser. "Als wir sie holen durften, schrie sie wie am Spieß. Beim ersten Wort von mir war sie aber sofort ruhig. Sie hat mich erkannt, da bin ich mir sicher", erzählt Mutter Marta. Sie und ihr Mann dürfen auch jetzt noch nur mit Mundschutz zu Beatrice, für die beiden älteren Geschwister gilt derzeit noch ein Kontaktverbot. Denn der letzte Corona-Test, der bei Beatrice gemacht wurde, war noch positiv - der nächste Test ist für den 9. April angesetzt.

Seit dem Tag Anfang März, an dem Beatrice in der Klink bleiben musste, durften ihre Eltern sie nicht mehr küssen. Aber: Das Stillen klappt schon wieder. Den schweren Start ins Leben hat die kleine Kämpferin bisher gut gemeistert. "Ihre Geschichte soll allen da draußen Hoffnung geben!", sagen ihre Eltern.

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