Nachfrage stark gestiegen

Coronavirus in den USA: Schlangestehen für eine neue Schusswaffe

19. März 2020 - 12:13 Uhr

USA: Zahl der Waffenkäufe steigt um 40 Prozent

Die Angst vor dem Coronavirus hat auch die USA erreicht und dort steigt die Nachfrage nach Waffen an. Besonders in den vom Virus stark betroffenen Bundesstaaten wie Kalifornien, Washington und New York stehen die Menschen Schlange. RTL-Reporterin Daniela Hoffmann hat in Long Island mit Waffenhändlern und Kunden gesprochen. Mehr dazu in unserem Video.

2,8 Millionen Checks allein im Februar

15.03.2020, USA, Culver City: Menschen warten in einer langen Schlange vor einem Waffenladen in Zeiten der raschen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im Land. Einige Wartende wollen sich mit Munition eindecken, während andere sagten, sie würden W
Wer derzeit in den USA eine Waffe im Geschäft (hier: Culver City bei Santa Monica) kaufen möchte, sollte längere Wartezeiten einkalkulieren.
© dpa, Ringo H.W. Chiu, RC lop

US-Medien berichten von einem deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen seit Ende Februar. Bis zu 40 Prozent mehr seien verkauft worden. Auch die Zahl der Überprüfungen von Waffenkäufern durch die Behörden schnellte in die Höhe – auf 2,8 Millionen Checks allein im Februar, das ist der dritthöchste Wert seit Einführung dieser Statistik Ende der 1990er-Jahre.

US-Waffenläden müssen die Kundendaten weitergeben. Allerdings gilt das nicht für Privathandel, die beliebten Waffenmessen oder Internetkäufe, so dass von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden kann.

Viele Asiaten legten sich Waffen zu

Waffenkauf
Waffenhändler und -käufer.

Laut Händler Andrew Chernoff aus Long Island hat sich das Bild in den vergangenen Tagen stark gewandelt. Vor zehn Tagen legten sich vor allem Menschen aus der asiatischen Bevölkerungsgruppe Waffen zu – aus Angst, sie könnten zum Ziel von Angriffen werden, weil die Verbreitung des Virus in China ihren Ursprung hatte. Inzwischen sei kein Unterschied mehr zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen feststellbar, sagt er.