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Coronavirus in China: Kinder in Peking und Shanghai gehen wieder zur Schule

Monatelange Isolation ist beendet

Kinder in Peking und Shanghai gehen wieder zur Schule

So läuft eine Wiedereröffnung der Schule in China ab Coronavirus
00:52 min
Coronavirus
So läuft eine Wiedereröffnung der Schule in China ab

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Schule statt Isolation

Monatelang konnten Kinder und Jugendliche in den chinesischen Metropolen Peking und Shanghai aufgrund der Corona-Pandemie nicht in die Schule gehen. Diese Isolation ist jetzt beendet - in Shanghai öffnen die Schulen ihre Klassenräume für die Abschlussklassen der Mittel- und Oberschulen. In Peking starten 49.000 Schüler der Oberschulen wieder mit dem Unterricht. Im Video sehen Sie, wie eine Schulöffnung in China unter Extrembedingungen abläuft.

Es gelten strenge Regeln

Dabei wird nichts mehr daran erinnern, wie Schule vor der Corona-Pandemie ausgesehen hat. Für den wiederaufgenommenen Schulbetrieb gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen. In Peking beaufsichtigten sogar Polizisten die Schulen. Außerdem werden die Schuleingänge immer weder desinfiziert. Und auch die Schüler beteiligen sich aktiv und passen besonders auf: „Ich habe Masken, Mülltüten und Desinfektionsmittel mitgebracht“, erzählt einer von ihnen.

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Fiebermessen soll das Risiko senken

Das bisher am häufigsten mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachte Krankheitsmerkmal ist Fieber. Deshalb wird bei den Schülern nach Angaben des Bildungsministeriums täglich vor dem Unterrichtsbeginn Fieber gemessen. Außerdem muss jeder Schüler vor dem Betreten des Schulgebäudes anhand eines Gesundheits-Codes auf ihrem Handy ihr Infektionsrisiko berechnen lassen. Nach Angaben des Ministeriums hätten einige Schulen den Ernstfall sogar mit Schauspielern geübt - ausprobiert, wie der Normalbetrieb aussehen kann.

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Abschlussprüfungen schon verschoben

Denn Abstand halten ist das Wichtigste, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Deshalb wird in den meisten Schulen darauf geachtet, dass in den Klassenräumen zwischen den Tischen ein Mindestabstand eingehalten wird und an einigen Schulen, dass Schüler in den Kantinen feste Sitzplätze haben.

Die Abschlussprüfungen für die Gaokao, ähnlich dem deutschen Abitur, wurden um einen Monat auf Juli verschoben. Für viele Schüler eine Erleichterung, denn die Vorbereitung hat in den letzten Wochen und Monaten durch die Corona-Krise deutlich gelitten. "In der Schule gibt es eine gewisse Atmosphäre für das Lernen - zu Hause ist das nicht so", sagte der 17-jährige Wang Yuchen über die Zeit der Isolation. Nach Darstellung der chinesischen Regierung konnte das Land die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Es gebe kaum noch Neuinfektionen.