Coronavirus erschwert Arbeiten im Wald

Fichten und eine Buche stehen im Nebel. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild
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15. April 2020 - 13:12 Uhr

Das Coronavirus behindert die Niedersächsischen Waldbesitzer bei ihren Aufräum- und Aufforstungsarbeiten nach den trockenen Rekordsommern. Unter anderem würden Pflanzgutbestellungen in Baumschulen wegen der fehlenden Arbeitskräfte zum Teil storniert. Das Schadholz könne nicht aus den Wäldern abgefahren werden, Verarbeitung und Produktion seien deutlich eingeschränkt, teilte das Landvolk am Mittwoch in Hannover mit. Das niedrige Preisniveau für Holz falle wegen der fehlenden internationalen Nachfrage noch weiter. Zudem werde der Borkenkäfer wieder aktiv.

Seit Anfang April können Waldbesitzer über die Waldschutzrichtlinie Anträge stellen und über ein Forstförderprogramm Mittel zur Bewältigung der Extremwetterschäden und für einen klimarobusten Waldumbau beantragen. Die kompletten Kosten werden dem Landvolk zufolge damit aber nicht abgedeckt. Hoffnungen setzen die Waldbesitzer auf ausgesuchte Windkraftstandorte in den Wäldern als Beitrag zur Energiewende.

Quelle: DPA