Maßnahmen an der Uniklinik Bonn

Wegen Coronavirus: Schwangere müssen Kind ohne Partner zur Welt bringen

Ein Kind ohne Unterstützung zur Welt bringen. Für Schwangere, die in der Uniklinik Bonn entbinden, wird das jetzt zur Realität.
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20. März 2020 - 12:18 Uhr

Werdende Mütter ohne Begleitung im Kreißsaal

An der Uniklinik Bonn müssen Schwangere ihre Babys ab sofort ohne Partner zur Welt bringen. Das hat die Klinik am Dienstag auf ihrer Internetseite mitgeteilt. Der Grund: das Coronavirus.

Screenshot Mitteilung Änderungen Coronavirus Uniklinik Bonn
Mit dieser Mitteilung informiert die Uniklinik Bonn Schwangere über die Besuchseinschränkungen während der Corona-Krise.
© Uniklinik Bonn

Uniklinik Bonn erlässt Besuchsverbot - zum Schutz vor Coronavirus

Die Uniklinik Bonn hat die Maßnahmen ergriffen, um Patientinnen und Mitarbeiter vor einer möglichen Infektion mit dem Virus zu schützen. Auch bei Untersuchungen und nach der Geburt darf die frischgebackene Mutter keinen Besuch empfangen.

Auf seiner Internetseite erklärte das Krankenhaus:

Liebe werdende Eltern,

Wir wollen unsere Patientinnen und Mitarbeiter vor einer Infektion schützen. Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, müssen ab Dienstag, dem 17. März unsere bisherige Besucher-Regelung weiter einschränken und ein Besuchsverbot erlassen. Dies bedeutet, dass nur die Patientin die Klinik betreten darf. So darf aktuell keine Begleitung zu einer Untersuchung, in den OP (Kaiserschnitt) oder bei der Geburt dabei sein. Auch darf kein Besuch auf der Wochenbettstation stattfinden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Besuchseinschränkungen auch in anderen Kliniken

Auch in Rostock hatte das Klinikum Süd zunächst die Anwesenheit des Partners im Kreißsaal verboten, das aber mittlerweile wieder aufgehoben. Hier darf nun eine symptomfreie Begleitperson bei der Geburt dabei sein, wie der Tagesspiegel berichtet. In einigen Berliner Kliniken ist ebenfalls eine Begleitperson im Kreißsaal erlaubt. Väter dürfen nach der Geburt auch auf die Wochenbettstation, weitere Besucher aber nicht, erklärt DRK-Unternehmenssprecherin Marie-Christin Müller im Tagesspiegel.

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