Corona aus Sicht der Kinder

„Spül es doch einfach die Toilette runter“

21. Mai 2020 - 15:12 Uhr

von Caroline Schiemann

Wenn es doch so einfach wäre! Die ganze Welt ist auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona, doch aus Sicht der Kinder lässt sich das Problem sehr einfach in den Griff bekommen. Rose und Isabelle möchten Corona einfach in den Mülleimer werfen oder gleich die Toilette herunterspülen. So einfach lässt sich eine globale Krise also händeln, wenn wir sie den Kleinsten der Gesellschaft anvertrauen würden.

In Deutschland und Großbritannien haben Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren Frage und Antwort gestanden und dem Londoner RTL-Studio einen Einblick in ihr Wissen rund um das Coronavirus gegeben, wie im Video zu sehen ist. Die Antworten lassen schmunzeln: Das Virus gleiche einem Löwen, einem Affen und ist orangenzeug-ähnlich – was auch immer das bedeuten mag.

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Schutzkleidung gegen Corona? Einfach ein Sicherheits-T-Shirt anziehen

Gegen das Virus hilft der Meinung der Zwei- bis Zwölfjährigen nach nicht nur, sich gründlich die Hände zu waschen und drinnen aufzuhalten, sondern auch, sich ein Sicherheits-T-Shirt anzuziehen. Kein Problem! Bei der Frage, wie lange Kitas und Schulen geschlossen sind und sich die Kinder aus Großbritannien schon im Lockdown befinden, zeigt sich, dass das Zeitgefühl der Jüngsten unterschiedlich ausgeprägt ist. Seit fünf Tagen befindet sich die dreijährige Rose angeblich erst im Lockdown, beim fünfjährigen Dylan aus London sind es hingegen schon 60 Tage, Freddie, acht Jahre alt, liegt mit seiner Antwort fast richtig: Seit März hätten wir es mit Corona zu tun.

Wie sollen Erwachsene Kindern erklären, was Corona ist?

Das Problem sollten wir Kindern in einfacher Sprache erklären, so Nisa Aslam, die als Ärztin für den britischen Gesundheitsdienst NHS arbeitet. Ihren eigenen Kindern erklärt sie Corona so: "Es ist ein Krankheitserreger, ein Virus aus derselben Familie des Erkältungsvirus. Auch die Grippe gehört zu dieser Familie an Viren. Das Virus kann Fieber und Husten verursachen."

Diese Informationen habe sie bei ihren eigenen Kindern erst einmal sacken lassen und später weiter erklärt: "Manche Menschen müssen mit der Krankheit zum Arzt, aber den meisten geht es nach kurzer Zeit wieder besser. Wenn Du Corona hast und es Dir schlecht geht, kümmern sich Deine Eltern oder aber Dein Arzt um Dich." Lieber Mut zusprechen, als die Kinder zu verunsichern, so der Ratschlag der Ärztin.

Was würdet ihr machen, wenn alles wieder normal ist?

Ab ins Schwimmbad, auf den Bauernhof, endlich wieder die Erzieherin Frau Schmitz umarmen, die besten Freunde sehen und Oma und Opa besuchen. Hier spiegeln die Antworten wohl wider, was wir alle schmerzlich vermissen – oder, wie Freddie es ausdrückt: "Ich vermisse meine Freunde und nach draußen zu gehen. Die ganz normalen Alltagsaktivitäten, die wir momentan nicht machen können." Absolut! Kinder an die Macht!