Als Pilotprojekt im Kreis Heinsberg

Coronakrise: Post will Lebensmittel zustellen

Die Deutsche Post will künftig Lebensmittel liefern.
Die Deutsche Post will künftig Lebensmittel liefern.
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27. März 2020 - 15:07 Uhr

Pilotprojekt im Kreis Heinsberg

Sie sind in Zeiten von Corona besonders gefährdert: Personen, die älter 65 Jahre sind oder Vorerkrankungen haben. Die Deutsche Post will helfen: Das Unternehmen will Risikogruppen künftig Lebensmittel zustellen. Das Modellprojekt läuft zunächst nur im Kreis Heinsberg. Der Landkreis ist von der Epidemie besonders betroffen.

Bestellformulare in den Briefkästen

"Die Post hat das Angebot gemacht, im Raum Gangelt mit örtlichen Lebensmittelhändlern zusammen eine Einkaufsliste an die Tür zu hängen, was den Leuten, die auf Hilfe angewiesen sind, eine gewisse Selbstständigkeit verschafft. Wenn die Leute das annehmen, ist das eine gute Sache", erzählt Landrat Stephan Pusch im Interview mit RTL. Am Folgetag will die Post die Personen dann entsprechend mit den gewünschten Lebensmitteln und Haushaltswaren aus dem beliefern. Abgerechnet werde kontaktlos über Lastschriftverfahren.

NRW startet Studie zu Auswegen aus der Coronakrise

Gleichzeitig hat Ministerpräsident Armin Laschet bekanntgegeben, dass das Land NRW erforschen lassen will, wie die Krise am besten gelöst werden kann. Dafür werde der Virologe Hendrik Streeck von der Universität Bonn im Kreis Heinsberg Untersuchungen durchführen. Bei der Studie werde es unter anderem um Dunkelziffern gehen - viele wüssten gar nicht, das sie sich infiziert hätten. Es gehe darum, "heute schon an morgen zu denken", sagte Laschet.