Marburger Bund besorgt

Dr. Johna: "Hinter sinkenden Zahlen könnte sich dritte Welle verbergen!"

19. Februar 2021 - 10:12 Uhr

Dr. Johna über Mutation: "Müssen davon ausgehen, dass wir eine wöchentliche Verdoppelung haben"

Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bund, warnt davor, wegen der stetig sinkenden Zahl der Neuinfektionen zu schnell auf Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen zu hoffen: "Wir wissen ja, dass die Variante B117 mittlerweile zu gut 20 Prozent der Virusnachweise ausmacht und wir müssen davon ausgehen, dass wir da eine wöchentliche Verdoppelung haben." Deshalb wird wahrscheinlich schon Anfang März mindestens die Hälfte aller Infizierten von einer Mutante betroffen sein. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, so Susanne Johna, dass die britische Mutante nicht nur infektiöser, sondern wohl auch mit schwereren Covid-Verläufen verbunden sei.

Das komplette Interview mit RTL-Reporterin Katrin Neumann und Dr. Susanne Johna, Vorsitzende Marburger Bund, sehen Sie oben im Video.

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Kontaktbeschränkungen mindestens bis Ostern

Auch wenn Schnell- und Selbsttests ab März "sinnvoll und hilfreich" seien, schützten sie nicht vor Infektionen. "Insofern fürchte ich, dass hinter den fallenden Zahlen, die wir natürlich alle gern sehen, sich möglicherweise der Beginn einer dritten Welle verbergen kann", gibt Johna zu bedenken. Der effektivste Schutz, auch vor den Mutatanten, seien nach wie vor Kontaktbeschränkungen. "Ich glaube auch bis Ostern. Man wird vielleicht einzelne Schritte gehen können, die muss man vorsichtig gehen. Wir warnen davor, zu viel auf einmal aufzumachen" so Johna.

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