"Wir müssen die Kontakte reduzieren"

Lauterbach fordert Ausgangssperre ab 20 Uhr

26. März 2021 - 11:14 Uhr

Lauterbach: "Die einzige Möglichkeit, noch einmal vor die Welle zu kommen"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine Ausgangssperre ab 20 Uhr, um die dritte Welle zu brechen. "Wir müssen die Kontakte reduzieren. Das, was notwendig ist, ist tatsächlich eine Ausgangssperre ab 20 Uhr. Das ist aus meiner Sicht zumindest in den Inzidenz-Regionen mit mehr als 100 Fällen pro Woche, die einzige Möglichkeit, noch einmal richtig vor die Welt zu kommen", so Lauterbach im RTL-Interview.

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Lauterbach warnt: Irgendwann im April Inzidenz von 200

Man sollte eine Ausgangssperre für mindestens zwei Wochen einführen und so früh wie möglich beginnen. "Wir können jetzt warten und zögern und schauen, wie die Fallzahlen steigen. Dann werden aber diese Ausgangssperren irgendwann auch kommen. Es geht ja nicht von alleine weg", so Lauterbach weiter. Und je später man damit einsetze, desto länger müsse man solche Ausgangssperren dann auch durchhalten. Das hätten die Erfahrungen in Irland, in England und in Portugal gezeigt.

Und wie ist seine Einschätzung zu den aktuellen Corona-Zahlen? "Die Zahlen werden nicht explodieren." Das sei die gute Nachricht. "Die schlechte Nachricht ist: Sie werden einfach stetig weiter steigen. Wir bewegen uns also auf die neue Inzidenz zu. Es wird irgendwann im April über 200 gehen und dann wird es danach also stärker steigen."

Ohne weitere Maßnahmen würden wir es nicht in den Griff bekommen und die dritte Welle werde schwerer verlaufen als die zweite Welle, so Lauterbach. "Es sei denn, wir kriegen noch einmal die Kraft zusammen, machen etwas Drastisches wie die Ausgangssperren."

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