RTL News>Gesundheit>

Corona-Winterblues: Wie Sie Ihr Gemüt trotz Corona-Pandemie aufheitern

Mitten in der Pandemie

Corona-Winterblues? Wie Sie jetzt Ihr Gemüt aufheitern!

Nichts ist wie es war - das birgt aber auch Chancen!

Das triste und trübe Wetter macht vielen Menschen im Winter zu schaffen. Und obwohl dieser November deutlich trockener ausfällt als normal, kommt in diesem Jahr die Corona-Pandemie hinzu, die vielen auf die Stimmung schlägt. Seit Wochen können wir unsere Lieben nur bedingt und meist höchstens auf Abstand sehen. Es fehlt körperliche Nähe und dank Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen auch Bewegung. Laut aktuellen Zahlen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe leiden dieses Jahr besonders häufig 20- bis 50-Jährige am sogenannten Winterblues. Was dagegen hilft und Endorphine gegen schlechte Laune freisetzt, sehen Sie im Video.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Experten warnen: Winterblues ist nicht zu unterschätzen

Positiv denken: Nicht einfach, wenn man gerade mit schlechter Stimmung kämpft und grübelt. Denn: „Depressive leiden deutlich stärker“, sagt Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor und leitender Arzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Burghof-Klinik in Rinteln. Ärzte in China hätten schon in der ersten Phase der Corona-Pandemie häufiger Ängste, Depressionen und Schlafstörungen festgestellt, eine österreichische Studie gehe gar von einer Verfünffachung der depressiven Störungen aus.

Das im November veröffentlichte „Deutschland-Barometer Depression“ der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ergab, dass 74 Prozent der Menschen mit Depressionen den Lockdown im Frühjahr als bedrückend empfanden, in der Bevölkerung insgesamt waren es 59 Prozent. Im Teil-Lockdown hätten depressiv Erkrankte mehr Zeit zum Grübeln und könnten noch tiefer in die Depression geraten.

Außerdem kann der Winterblues physische Folgen haben, daher braucht der menschliche Organismus nach Einschätzung von Schlafforscher Hans-Günter Weeß, Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums im pfälzischen Klingenmünster, gerade intensive Erholungsphasen: „In der dunklen Jahreszeit hat uns in diesem Jahr die Corona-Pandemie zusätzlich fest im Griff und schlägt vielen auf die Stimmung.“ Dieser „gesellschaftliche Ausnahmezustand“ bringe viele an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit. „Viele nehmen diese Sorgen mit ins Bett und können nicht abschalten.“ Gerade in Zeiten der Pandemie sei aber Schlaf von besonderer Bedeutung. Weitere Tipps zur physischen und psychischen Gesundheit in der Corona-Pandemie sehen Sie im Video.