Kanzler Kurz verkündet weitere Maßnahmen

Corona-Maßnahmen: Österreich führt Maskenpflicht beim Einkaufen ein

Coronavirus - Österreich
© dpa, Georg Hochmuth, hog fgj

01. April 2020 - 9:41 Uhr

Ab heute nur noch mit Mundschutz in der Öffentlichkeit

Ausgangsbeschränkungen sollen den Kontakt zwischen Menschen in der Corona-Krise weitgehend einschränken. Vor allem Supermärkte offenbaren aber häufig ein anderes Bild. Menschen drängen sich teilweise durch die schmalen Gänge. Abstand halten ist da schwierig, auch wenn viele Lebensmittelläden den Zutritt schon begrenzt haben. Auch auf der Arbeit kann es zu engerem Kontakt kommen.

Osterreich hat darauf jetzt reagiert: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich nun eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das hat Kanzler Sebastian Kanzler bekanntgegeben. Heute soll es losgehen.

Supermärkte teilen Masken aus

Mund und Nase sollen mit einem einfachen Schutz verhüllt werden. "Ziel ist es, die Masken überall zu tragen, wo man mit anderen Menschen in Kontakt gerät", sagte Kurz, stellte aber gleichzeitig fest: "Das heißt aber nicht, dass die Kontaktbeschränkungen gelockert werden." Laut Kurz sei das Tragen von Masken eine zusätzliche Maßnahme. Die Supermärkte sollen die Schutzmasken an den Eingängen ausgeben. Die Lebensmittelhändler haben letzte Woche große Stückzahlen bestellt.

In Österreich sind bisher 9.125 Personen positiv auf Corona getestet worden. 108 sind dabei verstorben und 636 wieder genesen. 999 Erkrankte liegen im Krankenhaus, 193 auf der Intensivstation. In der Alpenrepublik gilt seit zwei Wochen eine weitgehende Ausgangsbeschränkung.

Forderungen auch aus Deutschland

Auch in Deutschland haben der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg die Kunden aufgerufen, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. "Je mehr Leute ihn freiwillig tragen, desto mehr schützen sie andere", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen.