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Bank-Filialschließungen wegen Corona: Das müssen Sie jetzt wissen!

Unbekannter Mann betritt das schöne gläserne Büro der Deutschen Bank
© iStockphoto, iStock, franz12

25. März 2020 - 20:37 Uhr

Verstärkt auf Online-Banking zurückgreifen

Um Mitarbeiter und Kunden vor einer Corona-Infektion zu schützen, schließen Banken jetzt teilweise ihre Filialen. Über eine unzureichende Versorgung mit Bargeld müssen sich Kunden aber keine Sorgen machen, versichert der Bankenverband. Trotzdem bitten fast alle Banken ihre Kunden, verstärkt auf Online- und Telefon-Beratung zurückzugreifen.

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Jede Bank entscheidet in der aktuellen Lage individuell

Grundsätzlich gilt laut Angaben des Bankenverbandes in der derzeitigen Situation: "Jede Bank entscheidet in der aktuellen Lage individuell, ob einzelne Filialen für den Kundenverkehr geschlossen werden." Bankmitarbeiter seien aber für ihre Kunden per Online-Banking, Telefon oder teilweise auch Videoberatung erreichbar - auch im Falle einer Arbeit vom Homeoffice aus.

Für ausreichend Bargeld ist gesorgt

Über eine unzureichende Versorgung mit Bargeld müsse sich niemand Sorgen machen, teilt der Branchenverband mit. Bundesbankvorstand Johannes Beermann habe erklärt, dass genug Bargeld in Deutschland vorhanden ist. "Wir haben mehr Geld gedruckt, als wir brauchen, daher sind unsere Tresore gut gefüllt", wird er zitiert. Er weist darauf hin, dass es in Deutschland für die Bargeldversorgung rund 60.000 Geldautomaten gebe. Dazu kommen die Kassen mit Mitarbeitern in Bankfilialen und rund 20.000 Auszahlungsmöglichkeiten an Kassenterminals im Handel sowie an Shell-Tankstellen. "Es gibt also eine sehr gute Infrastruktur für die Bargeldversorgung", so eine Pressemitteilung.

So arbeiten die Filialen der großen Banken

Welche Bank hat Filialen geschlossen - und wenn ja, wieviele? Hier finden Sie den Überblick über den aktuellen Stand der Bankfilial-Tätigkeiten in Deutschland:

  • Deutsche Bank

Die Deutsche Bank gab am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt: 200 Filialen werden vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossen. Die Betreuung der Kunden sei aber weiterhin in rund 300 Filialen, per Telefon in regionalen Beratungs- und Call Centern sowie online und mobil vollumfänglich gewährleistet, so das Kreditinstitut.

  • HypoVereinsbank

Auch die Hypovereinsbank ist seit dem 16.3. im Krisenmodus. 101 der deutschlandweit 337 Filialen wurden geschlossen. Um jedoch Kunden in allen Regionen Deutschlands auch weiterhin persönlich zu beraten, werden die Filialen im wöchentlichen Rhythmus abwechselnd geöffnet. Das heißt konkret: "Eine Filiale, die also eine Woche geschlossen hat, wird in der Folgewoche wieder geöffnet und dafür ein anderer Standort vorübergehend geschlossen", so die Bank.

  • Postbank

Die Postbank will den Filialbetrieb aufrechterhalten, weist aber darauf hin, dass es zu einzelnen Schließungen kommen kann, wenn es bei einem Mitarbeiter Kontakt zu einem Infizierten gegeben habe. Auch die Bearbeitung anderer Aufträge könne länger dauern. "Das gilt zum Beispiel für Überweisungen per Beleg, Kontoeröffnungen, das Einräumen einer Kontoüberziehung oder das Auszahlen von Krediten und Baufinanzierungen", heißt es auf der Webseite des Instituts.

  • Commerzbank

Auch die Commerzbank teilt mit, dass sie den Geschäftsbetrieb an größeren Standorten in allen Regionen Deutschlands aufrechterhalten will. Auf der Webseite der Bank können sich Kunden informieren, ob ihre Filiale geöffnet hat. Allerdings bittet die Bank, aufgrund des aktuellen Kontaktverbotes und dem Mindestabstand von 1,5 Metern, einen "Filialbesuch unbedingt vorab telefonisch in unserem Kundencenter" zu vereinbaren.

  • Sparkassen

Auch die Sparkassen passen sich an die derzeitige Situation an. "Sparkassen schicken Mitarbeiter ins Homeoffice, um die mögliche Verbreitung des Virus einzudämmen", heißt es auf einer Infoseite. Deswegen stünden in den Filialen derzeit weniger Mitarbeiter zur Verfügung und manche Filiale wird vorübergehend geschlossen.

  • Volksbanken-Raiffeisenbanken

Welche Filialen der Volksbanken-Raiffeisenbanken geöffnet haben, müssen Kunden jeweils direkt an ihrem Standort in Erfahrung bringen.

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