54 Millionen Kleinkinder unterernährt!

Corona und der Hunger: UNICEF schlägt Alarm

28. Juli 2020 - 15:50 Uhr

Schockierende Zahlen

Die Corona-Krise treibt die Zahl hungernder Kleinkinder auf ein Rekordhoch in diesem Jahrtausend. Das teilte Unicef jetzt mit. Das Kinderhilfswerk geht davon aus, dass bis Ende des Jahres zusätzlich 6.7 Millionen Mädchen und Jungen unter fünf Jahren von akuter Mangelernährung betroffen sein werden. Damit droht die Zahl der Betroffenen von 49 Millionen im Vorjahr auf 54 Millionen anzusteigen – ein neuer Höchststand.

Kinder als Opfer der Pandemie übersehen?

Steigende Lebensmittelpreise, Versorgungsengpässe - die Armut in Familien nimmt in Zeiten von Corona zu. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie fügten demnach gerade Kindern mehr Schaden zu, als die Krankheit selbst, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Besonders betroffen sind Kinder in Südasien und in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Um Mütter und Kinder mit Ernährungsprogrammen zu unterstützen, benötigen Hilfsorganisationen bis Ende des Jahres 2,4 Milliarden Dollar, so UNICEF. Geld, das dringend notwendig ist, denn Mädchen und Jungen, die unter akuter Mangelernährung leiden, haben ein hohes Risiko in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung zurückzubleiben beziehungsweise zu sterben. "Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Kinder als Opfer der COVID-19 Pandemie übersehen werden.", warnt Fore.

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