Selber nähen wieder voll im Trend

Corona sorgt für Boom bei Nähmaschinen-Reparaturbetrieben

Nähmaschinenmechaniker können sich vor Aufträgen kaum retten Maskenpflicht sei Dank
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Maskenpflicht sei Dank
Nähmaschinenmechaniker können sich vor Aufträgen kaum retten

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Viele Nähmaschinen schlummerten über Jahre im Keller

In der Corona-Krise haben viele ihre Nähmaschinen wieder aus dem Keller gekramt, zum Beispiel, um Masken zu nähen. Oft brauchen die Geräte aber erst einmal etwas Pflege. Doch Läden, die Nähmaschinen reparieren, gibt es kaum noch. Die Mechaniker, die es noch gibt, können sich vor Aufträgen kaum retten. Im Video erzählt Nähmaschinenmechaniker Dirk Müller, wie Corona einem fast ausgestorbenen Handwerk ein Revival beschert.

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Nähen dank Corona wieder voll im Trend

Ein Grund, warum nähen plötzlich wieder angesagt ist, dürfte die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sein. Da Masken, zumindest zeitweise, Mangelware waren, war der Griff zur Nähmaschine für viele die beste Option. Selbstgenähte Masken sind individueller als Standardware; als Stoff dienen oft alte Bettlaken mit den wildesten Mustern.
Wenn die Nähmaschine nach vielen Jahren im Keller aber nicht mehr läuft, muss sie repariert werden. Doch Nähmaschinenmechaniker gibt es kaum noch.

Volle Auftragsbücher bei Mechanikern

Der Beruf des Nähmaschinenmechanikers ist selten geworden, ausgebildet wird schon seit Jahren nicht mehr. Doch jetzt in der Corona-Krise ist das Wissen von Mechanikern wie Dirk Müller gefragter denn je. Er betreibt in Leverkusen ein Geschäft, das auf die Reparatur von Nähmaschinen spezialisiert ist. Die Auftragsbücher sind so voll wie lange nicht. „Man sieht es an den Überstunden und den Zeiten, die die Kollegen arbeiten. Die kommen mit einer 40-Stunden-Woche bei weitem nicht mehr hin“, erzählt Müller.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Bei vielen Kunden brauchen die Maschinen nur etwas Pflege oder ein paar einfache Ersatzteile. Vieles hat Dirk Müller auf Lager.
Denn im Gegensatz zu moderner Elektronik lassen sich die meisten Nähmaschinen wunderbar reparieren. Und wenn die Maschinen dann richtig gepflegt werden, sind sie so gut wie unkapputbar. „Jeder sollte seine Maschine, auch wenn sie nicht gebraucht wird, alle sechs Monate einmal eine halbe Stunde durchlaufen lassen“, erklärt Müller. Das sorgt dafür, dass sich das Schmieröl gut verteilt und in der Maschine kein Rost entsteht.

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