Coronavirus bringt Firmen in Existenznot

Soforthilfen: Wie Unternehmer die Hilfsgelder beantragen können

Schild mit Aufschrift geschlossen an der Eingangstür eines Geschäft s in der Innenstadt München, Bayern, Deutschland ***
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01. April 2020 - 12:47 Uhr

Corona-Krise: So helfen Bund und Länder Unternehmern in Existenznot

Die Auswirkungen des Coronavirus treffen Unternehmen und Selbstständige hart, die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen und Firmen ist bedroht. Bund und Länder haben ein milliardenschweres Hilfspaket geschnürt, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Doch für viele Unternehmer ist weiter unklar, wie sie an die Gelder kommen. Wir haben einen Überblick zusammengestellt.

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Hilfe vom Bund: Wer, wann und wie?

Mit 50 Milliarden Euro will der Bund kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler schnell unterstützen. Sie erhalten einmalig für drei Monate Zuschüsse, die sie nicht zurückzahlen müssen. Die Soforthilfe ergänzen die Programme der Bundesländer. Laut Bundesfinanzministerium sollen die Anträge allein von den Ländern bearbeitet werden.

Die Eckpunkte der Soforthilfe für Unternehmer

  • Bis zu 9.000 Euro bekommen Selbständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro erhalten Selbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten
  • Selbständige haben leichter Zugang zur Grundsicherung - dabei wird die Vermögensprüfung für sechs Monate ausgesetzt

Auszahlung der Soforthilfe erfolgt über Bundesländer

Geplant ist, dass im Laufe der Woche alle Bundesländer die entsprechenden Antragsformulare für die Soforthilfe online zur Verfügung stellen. Erst dann können die Zuschüsse von Unternehmen und Selbstständigen beantragt werden.

Soforthilfe: Antrag, Voraussetzungen & Co.

Eine Übersicht zu Hilfen, Anträgen und Voraussetzungen aus den Bundesländern finden Sie hier:

Weitere Optionen: Kredite und Kurzarbeitergeld

Neben den Soforthilfen gibt es ein unbegrenztes Hilfsprogramm der staatlichen Förderbank KfW, um Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen mit Liquidität zu versorgen. Zudem können Unternehmer Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens zehn Prozent der Mitarbeiter vom Ausfall betroffen sind. Auch das Finanzamt hilft: Kleine Unternehmen und Selbstständige können Steuerschulden und Steuervorauszahlungen anpassen lassen.