Corona: Schutzwände und Einlasskontrollen in Supermärkte

Markierungsband im Abstand von 1,50 Meter ist auf den Fußboden in einem Supermarkt geklebt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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26. März 2020 - 12:50 Uhr

Die Supermärkte in Thüringen kommen nach Angaben von Lebensmittelketten den verschärften Hygieneanforderungen des Landes zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie nach. Unter anderem sollen Abstandsmarkierungen auf dem Boden, eine Begrenzung der Zahl der sich gleichzeitig im Markt aufhaltenden Kunden und Plexiglasscheiben an den Kassen das Ansteckungsrisiko in den Einkaufsmärkten verringern, wie es von den Handelsketten Globus, Kaufland und Edeka Nordbayern/Sachsen/Thüringen auf Anfrage hieß.

Seit dem vergangenen Donnerstag sind viele Geschäfte in Thüringen geschlossen. Die noch geöffneten Läden und Geschäfte - unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Bau- und Gartenmärkte - müssen nach einem Erlass des Gesundheitsministeriums unter anderem den Zutritt steuern, etwa durch Einlasskontrollen, ihre Kunden über Coronavirus-Schutzmaßnahmen informieren und Desinfektionsmittel bereitstellen. Auch der Zutritt soll gesteuert werden - etwa durch Einlasskontrollen. Kunden mit Covid-19-Symptomen sollen nicht in das Geschäft gelassen werden.

Beim Handelsunternehmen Globus mit fünf Warenhäusern in Thüringen und 1650 Mitarbeitern gilt nach Unternehmensangaben derzeit nur im Markt in Isserstedt bei Jena eine Einlassbegrenzung. Die Mitarbeiter auch der anderen Märkte seien jedoch um eine schnelle Abwicklung der Einkäufe bemüht, erklärte der Vertriebsleiter Ost, Jens-Uwe Mätzig. So würden Schlangen und Menschenansammlungen vermieden. "Unsere Flächen sind ausreichend groß, dass sich unsere Kunden aktuell gut verteilen und den geforderten Abstand einhalten können."

Edeka empfiehlt seinen 54 Märkten und Franchise-Geschäften eine Begrenzung der Kundenzahl auf höchstens fünf je 100 Quadratmeter Einkaufsfläche. Dies werde vom Personal oder auch von Sicherheitsdiensten kontrolliert, sagte eine Sprecherin. Der Erlass der Landesregierung erlegt Supermärkten wie auch in anderen noch geöffneten Geschäften einen Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen Kunden und Verkaufspersonal sowie zwischen wartenden Kunden auf. In der Regel lösen sie dies mit auf den Boden aufgeklebten Abstandsmarkierungen. Vielerorts weisen auch Durchsagen und Plakate auf den Mindestabstand hin.

Wie auch bei Globus sind in den 35 Thüringer Kaufland-Filialen Plexiglas-Schutzscheiben an den Kassen angebracht. Kunden würden gebeten, mit Geldkarten oder kontaktlos zu bezahlen, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. An den Frischetheken würden bis auf Weiteres keine Mehrwegbehälter von Kunden gefüllt. Bei Obst und Gemüse dürften Kunden nur die Ware mit den Händen berühren, die sie auch kaufen wollen. Mit der Hand zu bedienende Brotschneidemaschinen in den Backwarenabteilungen dürften derzeit nicht benutzt werden.

Quelle: DPA