Gefangen im Paradies

Corona-Schock in Italien: Hunderte Touristen sitzen auf Mini-Insel fest

Eigentlich Idylle pur - solange man wieder abreisen kann, wenn man möchte: Sardinien. (Symbolbild).
Eigentlich Idylle pur - solange man wieder abreisen kann, wenn man möchte: Sardinien. (Symbolbild).

20. August 2020 - 12:48 Uhr

Touristischer Super-GAU im Urlaub

Es ist der wahrgewordene Ferien-Albtraum: Im Urlaubsresort Santo Stefano auf der gleichnamigen Insel Santo Stefano, östlich von Sardinien, sitzen 470 Touristen fest. Sie dürfen die Insel nicht verlassen. Die italienische Gesundheitsbehörde hat sie am vergangenen Montag unter Quarantäne gesetzt. Der Grund: Ein Angestellter des Resorts war positiv auf das Coronavirus gestestet worden.

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Quarantäne mit Fluchtgefahr

Gestern, zwei Tage nach Verhängung der Quarantäne, wurden die ersten Testergebnisse von bisher 300 abgenommen Abstrichen bekannt: 21 Personen hatten ein positives Testergebnis. Bis zur Verkündung der restlichen Testergebnisse sitzen die Touristen und die Resort-Angestellten auf der Insel fest.

Zwei Touristen wollten sich offenbar aus der "Gefangenschaft" befreien und versuchten, trotz der angeordneten Quarantäne auf das Festland überzusetzen, wie "Merkur" berichtet. Sie wurden auf dem Weg zum Flughafen in Olbia von der Polizei an der Ausreise gehindert.

Das Santo Stefano Resort liegt auf der sich in Privatbesitz befindlichen Insel Santo Stefano im Archipel La Maddalena im Norden von Sardinien. Es ist berühmt für seine Sandstrände und luxuriöse Ausstattung. Vor allem Paare und Familien machen hier Urlaub.

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