Corona-Schäden: Hannover Rück legt 220 Millionen Euro zurück

Ein Schild der Hannover Rück steht vor dem Hauptsitz der Versicherung. Foto: Raphael Knipping/dpa/Archivbild
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06. Mai 2020 - 8:30 Uhr

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück kann sich wegen der Corona-Krise weiterhin zu keiner Gewinnprognose für 2020 durchringen. Für die zu erwartenden Versicherungsschäden infolge der Coronavirus-Pandemie wie den Ausfall von Großveranstaltungen legte das Unternehmen im ersten Quartal rund 220 Millionen Euro zurück, wie es heute in Hannover mitteilte. Dennoch verdiente der Rückversicherer in den Monaten Januar bis März mehr als ein Jahr zuvor. Der lukrative Verkauf von Kapitalanlagen und einer Immobilie ließ den Nettogewinn um 2,5 Prozent auf knapp 301 Millionen Euro steigen.

Trotz einer hohen Schadenbelastung reichten die Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich zwar von 95,7 auf 99,8 Prozent, blieb damit aber noch unter der kritischen 100-Prozent-Marke.

Quelle: DPA