Vor Treffen mit der Kanzlerin

Laschet will Lockerungen nächste Woche beschließen

News Bilder des Tages Coronavirus - Landesregierung NRW Armin Laschet (CDU), Ministerpršsident von Nordrhein-Westfalen,
© dpa via REVIERFOTO, Marcel Kusch via REVIERFOTO, mku tba

25. Februar 2021 - 8:36 Uhr

Laschet: Brauchen Perspektive

Die Corona-Neuinfektionszahlen sinken nicht wie von der Politik vorausberechnet. Dennoch rechnet NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor dem nächsten Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel mit Lockerungen. "16 Länder erwarten, dass wir eine Öffnungsstrategie vorlegen", sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Das sei Beschlusslage. "Dass eine Perspektive erkennbar ist: wo wird es hingehen - damit rechne ich bei der Ministerpräsidentenkonferenz."

Der CDU-Vorsitzende setzt dabei seine Hoffnungen auch auf eine neue App, die die Kontaktketten noch besser nachvollziehen soll.

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Laschet: Langsam öffnen

Bei aller Euphorie um mögliche Lockerungen mahnte Laschet aber auch vor zu schnellen und zu weitreichenden Öffnungen. "Im Moment sind Öffnungen nur möglich, um schwere Schäden aufzufangen", sagte er. Schließlich sei der erwartete Rückgang der Corona-Neuinfektionsrate auf 50 beziehungsweise 35 pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht eingetreten. Vielmehr brauche es mehr Testmöglichkeiten, um neue Infektionen früh zu erkennen und um umgekehrt mehr Lockerungen zu ermöglichen. "Der flächendeckende Einsatz von Schnelltests ist ein ganz wichtiger Schutzmechanismus", so Laschet. Alle technischen Möglichkeiten müssten dazu genutzt werden.

Laschet setzt auf "Luca"-App

Als Beispiel führte Laschet die Corona-App "Luca" an, die u.a. von der Hip-Hop-Band "Die Fantastischen Vier" zusammen mit einem Berliner Start-up entwickelt wurde. Damit soll die Dokumentationspflicht der Kontakte in Restaurants und Kulturstätten erleichtert werden. Er habe dazu gestern auch mit Smudo, einem der Sänger der Band, telefoniert und will versuchen, dass diese App in den Beratungen mit der Kanzlerin am 3. März thematisiert wird. Wenn eine solche App die Kontakte ausreichend dokumentieren könnte, wäre das eine Möglichkeit, Gastronomie-Betriebe oder Kulturstätten früher wieder öffnen zu können.

Laschet will Corona in den nächsten 12 Monaten besiegen

Bei allen Mühen im alltäglichen Corona-Kampf setzt Laschet auf ein mittelfristiges Ziel. "Ich würde mir wünschen, dass wir nächstes Jahr im Februar 2022 die Pandemie mit ihren Auswirkungen überwunden haben", sagte der Ministerpräsident in Düsseldorf. Er hoffe, "dass wir so viele Impfungen haben, dass wir wieder im normalen Leben sind und vielleicht auch wieder Karneval feiern".

Fast Nebenbei riss er auch noch ein weiteres Thema an. Offenbar will Laschet, dass sich die Region Rhein-Ruhr in NRW als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 2032 bewirbt. Er rechne damit, dass NRW "schon in Bälde offizieller Bewerber der Bundesrepublik Deutschland werden könne". Allerdings ist die Konkurrenz groß. Australien, Budapest, Katar und die chinesischen Städte Chengdu und Chongqing sind ebenfalls im Rennen.

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